1974 kam Baileys auf den Markt und eroberte die Welt. Der Erfinder der Spirituose Tom Jago schickt sich an, diesen Erfolg zu wiederholen. Allerdings hat er dieses Mal keinen großen Konzern mit noch größerem Werbebudget im Rücken. Die neuste Creation von Mr. Jago wurde nach dem legendären Guru benannt und heißt schlicht „Jago’s“ (im Gegensatz zu Baileys mit Apostroph).
Jago’s hat seine Existenz einem Zufall zu verdanken. Der Hersteller Blackwood Distillers will eigentlich eines Tages den ersten Whisky von den Shetland Islands brennen. Und weil das Whiskygeschäft sehr kapitalintensiv ist, brennt man schon einmal white spirits (Vodka und Gin), um schon einmal cash flow zu generieren, während die Whiskydistillery noch gebaut wird bzw. während später der Whisky lagert.
Um Jago’s zu promoten setzt Blackwood Distillers radikal auf Besuchermessen und Events in den relevanten Zielmärkten. Dort schenkt man die Edelspirituose großzügig aus. Angeblich kauft jeder dritte Tester. Normal ist in der Spirituosenindustrie ein Verhältnis von 1:10. In drei Jahren haben auf diese Weise viele hunderttausend Menschen gekostet. Der bekannteste Tester dürfte Prinz Charles sein.
Drei Jahre nach dem Launch von Jago’s sind die Erfolge bisher bemerkenswert. Nachdem Jaog’s erst kürzlich von Tescos gelistet wurde, führen nun drei der vier wichtigen landesweiten Supermarktketten das Produkt.
Gerüchten Zufolge will der angebliche neue deutsche
Importeur an diesem Wochenende, Jago’s auf der Messe „Just Fine“ in Hamburg vorstellen. Es wird spannend sein zu beobachten, ob auch in Deutschland funktioniert, was im UK, in Australien, in Südafrika und anderen Ländern bereits erfolgreich funktioniert hat.
Die zukünftigen Erfolge dürfen weiter neugierig beobachtet werden.