Samstag, 31. Januar 2009
11:48
Werbung für Politik
Das Super-Wahljahr hat ja bereits angefangen - und man darf gespannt sein, was sich in einer meiner Lieblingssendungen "Parteien zur Wahl" tun wird. Wie wird da wohl geworben werden? Und was passiert nach der Wahl?
Es dürfte zu erwarten sein, dass Journalisten das Neue erwarten und versuchen zu zeigen, wobei sie das ja auch nicht wirklich wollen, schließlich hieße das ja auch, ein Ende ihrer Privilegien. Was würde aus einem Werner Sonne, wenn er morgens nicht die "Hand aufs Herz" fordert? Wird er Mitarbeiter des möbelfakta-Teams, wobei ihm respektive seinem Zeigefinger die Aufgabe der Prüfung der Materialstärke von Schreibtischen und Pulten wohl zufallen würde? Und die Berater? Sie werden ebenfalls das Neue verkünden, aber gleichzeitig von "Evolution statt Revolution" sprechen und so dafür sorgen, dass sich aus Worten wenig ändern wird. Schließlich soll für diese Klientel alles so bleiben, wie es ist, es soll nur anders aussehen.
Und es gab ja eine Zeit, da galt es schon als Meilenstein der Interaktivität der Regierung, dass es den Podcast der Kanzlerin gibt. (Die Frau, die im Verdacht zwei, während einer Bundestagsdebatte locker 2 simkarten zu verbrauchen.) Aber nur zum Runterladen. Nichts da, um ihre Meinung zum Beispiel in diesen Blog einzubetten. So muss man also klicken, wenn man "Die Kanzlerin direkt" hören will.
Gegenbeispiel ist wie bei so ziemlich allem: der amerikanische Präsident.
Wenn man seine Ansprache mit der der Kanzlerin vergleicht, gibt es neben den technischen und optischen Unterschiede, vor allem einen Unterschied in der nonverbalen Kommunikation. Sagen tut sie auch vieles von dem, was Obama sagt. Aber sie sagt nicht alles, adressiert nicht alle und sagt vieles falsch. Das beginnt bei der Überschrift: "Nachhaltig Wirtschaften für die Zukunft" ist mit Verlaub ein Grund zur fristlosen Kündigung des Redenschreibers. Aber ist ist die dictio der Asepsis, die in Kreisen der Politk, Wirtschaft und Journaille üblich ist. Leider fehlt den aktuellen verfügbaren Personen sowohl der Mut als auch das Charisma, deutliche Worte zu finden. Und das erklärt den Erfolg der F.D.P. Sie sind zur Zeit die einzigen, die kurz und klar formulieren, was sie alles anders (sprich: besser) machen würden. Und nichts anderes wollen die Leute hören. Ob sie dann in Verantwortung wirklich so anders, sprich: besser wären? Nun, vielleicht. Gewiss würden sie dann darauf verweisen, dass sie ein schweres Erbe angetreten seien - und damit genau dasselbe fortsetzen bzw. wie es dann hieße: Die Kontinuität und Verlässlichkeit würde gewahrt. Andererseits gibt es ja Personen der F.D.P., die versuchen es zumindest anders zu machen.
Allerdings stehen ihre Clips in puncto Popularität nicht ganz so hoch in der Gunst der User wie die des Mannes, dessen Name den Wert für ein Auto, das nicht mal die Abwrackprämie wert ist, über den Preis steigen lässt, der für ein Auto erzielt wurde, dass der Papst einst fuhr. Übrigens: Auch sein Blog ist wengleich über F.D.P.-Niveau bei weitem nicht so populär wie das des US-Präsidenten.
Wenn das so weitergeht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es eine Art "Weihnachten 2.0" geben wird. Das wäre übrigens ein prima Termin für'n paar Tage frei, nämlich der 4. August.
Es dürfte zu erwarten sein, dass Journalisten das Neue erwarten und versuchen zu zeigen, wobei sie das ja auch nicht wirklich wollen, schließlich hieße das ja auch, ein Ende ihrer Privilegien. Was würde aus einem Werner Sonne, wenn er morgens nicht die "Hand aufs Herz" fordert? Wird er Mitarbeiter des möbelfakta-Teams, wobei ihm respektive seinem Zeigefinger die Aufgabe der Prüfung der Materialstärke von Schreibtischen und Pulten wohl zufallen würde? Und die Berater? Sie werden ebenfalls das Neue verkünden, aber gleichzeitig von "Evolution statt Revolution" sprechen und so dafür sorgen, dass sich aus Worten wenig ändern wird. Schließlich soll für diese Klientel alles so bleiben, wie es ist, es soll nur anders aussehen.
Und es gab ja eine Zeit, da galt es schon als Meilenstein der Interaktivität der Regierung, dass es den Podcast der Kanzlerin gibt. (Die Frau, die im Verdacht zwei, während einer Bundestagsdebatte locker 2 simkarten zu verbrauchen.) Aber nur zum Runterladen. Nichts da, um ihre Meinung zum Beispiel in diesen Blog einzubetten. So muss man also klicken, wenn man "Die Kanzlerin direkt" hören will.
Gegenbeispiel ist wie bei so ziemlich allem: der amerikanische Präsident.
Wenn man seine Ansprache mit der der Kanzlerin vergleicht, gibt es neben den technischen und optischen Unterschiede, vor allem einen Unterschied in der nonverbalen Kommunikation. Sagen tut sie auch vieles von dem, was Obama sagt. Aber sie sagt nicht alles, adressiert nicht alle und sagt vieles falsch. Das beginnt bei der Überschrift: "Nachhaltig Wirtschaften für die Zukunft" ist mit Verlaub ein Grund zur fristlosen Kündigung des Redenschreibers. Aber ist ist die dictio der Asepsis, die in Kreisen der Politk, Wirtschaft und Journaille üblich ist. Leider fehlt den aktuellen verfügbaren Personen sowohl der Mut als auch das Charisma, deutliche Worte zu finden. Und das erklärt den Erfolg der F.D.P. Sie sind zur Zeit die einzigen, die kurz und klar formulieren, was sie alles anders (sprich: besser) machen würden. Und nichts anderes wollen die Leute hören. Ob sie dann in Verantwortung wirklich so anders, sprich: besser wären? Nun, vielleicht. Gewiss würden sie dann darauf verweisen, dass sie ein schweres Erbe angetreten seien - und damit genau dasselbe fortsetzen bzw. wie es dann hieße: Die Kontinuität und Verlässlichkeit würde gewahrt. Andererseits gibt es ja Personen der F.D.P., die versuchen es zumindest anders zu machen.
Allerdings stehen ihre Clips in puncto Popularität nicht ganz so hoch in der Gunst der User wie die des Mannes, dessen Name den Wert für ein Auto, das nicht mal die Abwrackprämie wert ist, über den Preis steigen lässt, der für ein Auto erzielt wurde, dass der Papst einst fuhr. Übrigens: Auch sein Blog ist wengleich über F.D.P.-Niveau bei weitem nicht so populär wie das des US-Präsidenten.
Wenn das so weitergeht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis es eine Art "Weihnachten 2.0" geben wird. Das wäre übrigens ein prima Termin für'n paar Tage frei, nämlich der 4. August.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Event-Marketing
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