Montag, 2. Februar 2009
11:03
Der Flop - Unternehmensblogs
Absolit bringt es an den Tag: die meisten Unternehmensblogs haben sich als Flop erwiesen. In der neuen Studie „Online-Marketing-Trends 2009“ haben absolit und die Rogator AG herausgefunden, dass sich die meisten Corporate Blogger wohl schwer tun, ihr Thema interessant zu vermitteln. Das Fazit von Torsten Schwarz:
Und das wundert wenig. Die meisten sind doch wohl eher Plattformen, auf denen man versucht, glattgebügeltes PR-lisch ans Volk zu bringen. Und das funktioniert eben nicht. Wer sich die Mühe macht, einen Blog zu betreiben, sollte auch das Ziel haben, seine Leser bei der Stange zu halten. Die mögen nicht so sehr die rosarote Hochglanz-Schmuse-Welt. Die wollen entweder Unterhaltung oder Fakten und am liebsten beides.
Die Folge ist wohl, dass wieder einmal einige PR-Etats sinnlos im Universum verpufft sind. Der Ruf derjeniger, die das Instrument Blog als Allheilmittel gepriesen hatten, ist jetzt hoffentlich beschädigt. Die Chancen derer, die wirklich gute Blogs machen wollen, dürften jedoch nach wie vor ganz gut stehen.
„Außer Frosta, Walther und dem Shopblogger gibt es nur wenige Beispiele guter Unternehmensblogs“
Und das wundert wenig. Die meisten sind doch wohl eher Plattformen, auf denen man versucht, glattgebügeltes PR-lisch ans Volk zu bringen. Und das funktioniert eben nicht. Wer sich die Mühe macht, einen Blog zu betreiben, sollte auch das Ziel haben, seine Leser bei der Stange zu halten. Die mögen nicht so sehr die rosarote Hochglanz-Schmuse-Welt. Die wollen entweder Unterhaltung oder Fakten und am liebsten beides.
Die Folge ist wohl, dass wieder einmal einige PR-Etats sinnlos im Universum verpufft sind. Der Ruf derjeniger, die das Instrument Blog als Allheilmittel gepriesen hatten, ist jetzt hoffentlich beschädigt. Die Chancen derer, die wirklich gute Blogs machen wollen, dürften jedoch nach wie vor ganz gut stehen.
Geschrieben von Frauke Weber in -blog.biz
13 Kommentare - 1 Trackback


Kommentare
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Christof Hintze:
DSDS bringt ja auch keine Superstars hervor. Somit reicht es nicht aus, 3 Akkorde rauf unter runter auf der Gitarre zu schrabbeln. Da muss schon mehr kommen. Und wenn das jeder könnte, dass wäre ja echt übel. Somit wundert mich das nicht. Ganz im Gegenteil, ee würde mich mehr wundern wenn Unternehmen mit einer solchen Transparenz nötigen aufwarten würde. Und nicht so oft Authentisch und Glaubwürdig schreiben, sondern einfach sein würden. Da muss noch viel passieren, bis die den richtigen Online-Ton treffen. Gut so.Wortführer:
Christof,schmeiß dich nicht so ran. Wahnsinnig lustig, dass du dich so volksnah zeigen möchtest. Musst du das? Willst du uns den Obama machen? In DSDS ist es völlig wurscht, ob du drei Akkorde auf der Gitarre schrubbeln kannst, da da das einzige Instrument die Stimme sein soll. Das mit den Instrumenten was das gefloppte Popstars-Format. Also: Wenn du was wissen willst über das prekariats-TV, dann solltest du vorher jemanden fragen, der sich mit so was auskennt: mich, z. B.
Christian:
Also es ist als Unternehmer gar nicht so einfach einen Blog zu führen. Man hat sehr viele Verpflichtungen und auch sehr viele Termine, die man natürlich einhalten muss. Einen Blog zu haben ist sozusagen für viele einfach nur noch ein „Zuckerl“ wenn sie mal dafür Zeit haben. Das ist natürlich nicht die beste Voraussetzung für einen Blog das ist schon klar, aber ich denke, dass man nicht gleich sagen kann, dass die Blogs von Unternehmern den Bach runter gehen. Sie brauchen einfach vielleicht von euch Bloggern die Unterstützung um ihre Blogs auch nach oben zu bringen.Christof Hintze:
Auf den Wortführer möchte ich nicht weiter eingehen, sonst gehe ich hier noch ein. Deshalb Christian - RIGHT. Aber so ist das. Die haben eine Digi-Cam und glauben jetzt können sie auch gute Fotos machen. Und sparen sich mal locker den Fotografen. Da liegt der Hase im Pfeffer. Qualität kommt dann eben doch von "Können" und nicht nur von "Kennen". Na! Wortführer, habe ich den nicht elegant geklaut von Dir.PR-Päpstin:
Liebe Leute,bitte tragt Eure persönlichen Fehden woanders aus. Wir müssen uns hier ja nicht auf ein Niveau gewisser Xing-Threads hinabbegeben, oder?
sagt versöhnlich
die PR-Päpstin
Christian:
Einen wirklich guten Unternehmensblog auf die Beine zu stellen, erfordert einfach mehr Zeit, als man als Unternehmer dafür erübrigen kann. Andererseits kann man das Bloggen auch nicht einfach "abgeben", da man in der Regel sehr schnell merkt, ob ein Blogger wirklich über Kompetenz und Fachwissen auf einem bestimmten (Arbeits-)Gebiet verfügt. Eine Zwickmühle, aus der man leider nur schwer herauskommt.Dazu kommt noch, dass es in einigen Branchen einfach nicht täglich Neues oder Interessantes zu berichten gibt - schon gar nicht aus dem eigenen Unternehmen. Folge - man postet zu selten, zu wenig und ab und zu gibt es einen unpassenden "Verlegenheitspost" damit der Blog nicht einschläft. Im Endeffekt hat man dann natürlich kein besonders ansprechendes Blog...
Christof Hintze:
PR-Päpstin: Wir streiten nicht, sondern wir schreiben immer so miteinander. Und Streiten muss auch gelernt sein. Zu viel Harmonie verklebt die Wahrnehmung.Wortführer: Sollte ich noch mal dem Versuch unterlegen sein, eine Trivialanalogie einzubauen, werde ich vorher auf dich zurück greifen. Denn wer kennt sich besser im Sumpf der Dumpfbacken aus? Danke für das Angebot.
Christian: Das ist die richtige aber nur halbe Wahrheit warum Blogs funktionieren, oder nicht. Mit der anderen Hälfte verdiene ich unter anderem mein Geld. Deshalb werde ich das hier sicher nicht zum Besten geben.
Chef: Schöne Woche!
Anmerkung: Ich und XING-Niveau!? Das tat weh.
PR-Päpstin:
@ Christof: Okay, Ihr streitet immer so. Aber das wissen wir ja nicht. Hörte sich wirklich an wie Xing-Niveau, sorry dafür!Vielleicht sollten wir uns wirklich mal mit dem Thema Qualität von Business-Blogs intensiver auseinandersetzen...
Christof Hintze:
Qualität von Business-Blogs? Darüber reden? Bzw. schreiben? Das ist ja wie über Architektur tanzen. Das kann ich nicht, dass mache ich einfach. Kann man Qualität erklären? Das wäre mir neu. Ich dachte immer Qualität kann man nur bemerken. Wenn man dafür das Gespür hat. Oder die Antenne. Oder was auch immer.Mein Gott wie erklärt man den Qualität?
Christian:
Auch für Qualität gibt es Kriterien - man müsste sie nur sauber definieren. Sollte auch bei Business-Blogs möglich sein und böte sicher genügend Stoff für interessante Diskussionen...Christof Hintze:
Kriterien für die Qualität eines Business-Blogs. Was könnte das sein? Der Trafik? Nein, den Trafik allein sagt nichts über die Qualität aus. Die Verlinkung? Auch die sagt nicht wirklich was über die Qualität aus. Das Ranking in einer der zahlreichen Rankings? Sagt auch nichts aus.Die einzige Qualität ist die Relevanz und die Wirkung auf die Zielgruppen die man binden und gewinnen will. Keine Bindung und kein Gewinn - also keine Qualität. Welche Qualität führt wohl dazu die uns gänzlich unbekannt sein könnte? Außer die Qualitäten die seit beginn an für qualitativ hochwertige Kommunikation stehen. Die haben sich nie geändert und die werden sich auch nie ändern.
Das Internet ist nur ein neues Instrument, es erfindet nicht die Primär- und Sekundärbedürfnisse neu. Es gelten auch hier die Regeln von guter Kommunikation, die auch überall wo anders gelten. Aber das Instrument sollte man schon beherrschen, bevor es einem anders herum ergeht.
Qualität ist eine Kunst. Die kann man jedem erklären, aber deshalb kann sie nicht jeder umsetzen.
Qualität ist das Ergebnis aus Erfahrungen die man in Erkenntnisse umsetzen konnte.
Qualität zu erklären ergibt für mich keinen Sinn. Sondern was Sinn ergibt ist, wenn Kunden bemerken das es ihnen offensichtlich an wesentlichen Qualitäten fehlt und sie sich diese für teuer Geld dann einkaufen. Um von dieser wirklichen Qualität einen wesentlich größern Nutzen zu ziehen, als das teuer Geld gekostet hat.
Christian:
Wenn man Qualität weder erklären noch definieren könnte, wie sollte dann je ein Kunde merken, dass es ihm an Qualitäten fehlt? Da muss doch mehr dahinter stecken, als nur ein reines Bauchgefühl...Klar, Traffic, Ranking und Verlinkung sind als Qualitätskriterien unbrauchbar. Wie wäre es aber mit der Posting-Frequenz bzw. der Pflege als Qualitätsmerkmal? Oder mit dem Zuschnitt der Sprache auf die Zielgruppe des Blogs? Auch die grafische Gestaltung, die Navigation bzw. die Übersichtlichkeit und blogspezifische Merkmale wie das Vorhandesein von RSS-Feeds mit vollständigen Einträgen könnten doch mögliche Qualitätsmerkmale sein...?
Oliver Nickels:
Wenn ich lese, daß die meisten Unternehmensblogs Flops sind, und es nur daran liegen soll, daß der Kunde kein weichgespültes Werbemessaging goutiert und lieber Unterhaltung und/oder Fakten lesen will, dann frage ich mich, wozu ich einen Blog überhaupt brauche? Unterhaltung und Fakten hab ich schon auf meiner Unternehmenswebseite.Wir sind in den Diskussionen über Unternehmensblogs doch immer wieder geblendet von der Faszination der Technologie. Aber: kann ein technischer Kommunikationskanal ein Flop sein? Oder ist die Frage vielleicht falsch gestellt? Ist nicht vielmehr bei den Firmen noch nicht angekommen, daß ein Blog eine neue Form der Kommunikation und des Dialogs mit den Menschen da draußen ist? Die ich richtig nutzen muß. Für die ich die richtigen Voraussetzungen schaffen muß. Und für die ich im Unternehmen auch eine Kultur schaffen muß, die den Dialog nach außen fördert. Diesen Kulturwandel muß ich aktiv vorantreiben, führen und einfordern.
Die Qualität eines Blogs definiert sich für mich einzig und allein durch die Qualität der Dialoge, die Menschen auf dem Blog miteinander führen. Und das kann man recht simpel in der Anzahl und der Länge mehr oder weniger leidenschaftlich geführter Diskussionen ablesen.
Insofern ist dies Blog recht erfolgreich....
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