Donnerstag, 5. Februar 2009
08:33
VW sperrt Fremdmarken aus?
Ist das jetzt konsequent oder einfach nur Panik? Gerade lese ich im kfz-betrieb:
Was mache ich, wenn ich gleichzeitig VW und Opel als Kunden habe? Oder gar sämtliche Automobilhersteller beliefere? Muss ich dann jedesmal mit einem anderen Fahrzeug kommen? Die Antwort wird uns tatsächlich in der Meldung präsentiert:
Ich finde, da werden doch die Geschäftspartner etwas zu sehr in Anspruch genommen. Man stelle sich vor, man dürfte eine Bäckerei nur dann betreten, wenn man kein Brötchen der Konkurrenz im Bauch hat. Zeitungen berichten nur noch über Abonnenten und wir schreiben nur noch über unsere Leser. Und die über uns. Was für eine Welt!
VW-Werk Baunatal: Zutritt nur für Markenfreunde
Sprecher: "Wen wir beschäftigen, der soll auch uns beschäftigen."
Zutritt nur für Markenfreunde: Gäste und Lieferanten mit Fremdfabrikaten haben im VW-Werk Baunatal derzeit schlechte Karten. Sie müssen draußen bleiben.
Wer keinen Volkswagen fährt, steht beim VW-Werk in Baunatal bei Kassel künftig vor verschlossener Schranke. Ein Unternehmenssprecher bestätigte am Mittwoch eine Meldung der „Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen“, nach der Gästen und Lieferanten mit Fremdmarken künftig die Einfahrt verweigert werde.
Was mache ich, wenn ich gleichzeitig VW und Opel als Kunden habe? Oder gar sämtliche Automobilhersteller beliefere? Muss ich dann jedesmal mit einem anderen Fahrzeug kommen? Die Antwort wird uns tatsächlich in der Meldung präsentiert:
„Viele Zulieferer wie Bosch oder Conti haben unterschiedliche Fahrzeugflotten, mit denen sie die verschiedenen Kunden anfahren.“ Damit werde Nähe aufgebaut und um Aufträge geworben. „Wir sehen darin kein Problem und unsere Partner eigentlich auch nicht.“
Ich finde, da werden doch die Geschäftspartner etwas zu sehr in Anspruch genommen. Man stelle sich vor, man dürfte eine Bäckerei nur dann betreten, wenn man kein Brötchen der Konkurrenz im Bauch hat. Zeitungen berichten nur noch über Abonnenten und wir schreiben nur noch über unsere Leser. Und die über uns. Was für eine Welt!
Geschrieben von Frauke Weber in Public Relations
4 Kommentare - 1 Trackback


Kommentare
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Frank:
Da ich tatsächlich auch vor hatte heute über dieses Thema zu schreiben, biete ich halt wenigstens meine Lösung an:Lieferung bis Bordsteinkante.
Esther Rudolph:
Unglaublich. Hat so einen ähnlichen Beigeschmack wie beleidigte Leberwurst.Wortführer:
Ist nicht neu. Als unsere Agentur für Renault warb, gab es keinen Einlass mit Fremdmarken. Natürlich war unser Fuhrpark renault, aber wann man mal mit dem Privatwagen fuhr, musste man seinen Wagen halt vor dem Tor abstellen.Alexander Wohlfarth:
Hallo Frauke!Ist nichts neues: Bei Audi mussten wir vor 15 Jahren schon den Benz vor dem Tor abstellen und durchs ganze Werk zu Fuß latschen. MB macht das auch nicht anders. Große Speditionen haben nicht umsonst einen gemischten Fuhrpark...
Lieben Gruß,
Alexander
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