Samstag, 14. Februar 2009
19:09
Die neue Armut. Das neue Mitleid.
Notleidende Banken. In Gefahr geratene Milliardärinnen. Millionäre vor Gericht. Eine Bank bekommt mehr als doppelt soviel wie 84 Millionen Bürger eines Landes. Die Kette der Verwirrungen wird unübersichtlich länger. Und mittendrin diese neue Art der Armut, mit der wirklich keiner rechnen konnte, die einen wirklich tief berührt und betroffen macht. Was sollen diese Menschen denn nun machen? Ihre Lebenshaltungskosten können sie so unmöglich aufrecht erhalten. Und die Unternehmen können sich diese auch nur noch schwer leisten. Da kommt eine völlig neue Art von Armut auf uns zu, mit der niemand rechnen konnte. Der Vorteil, es sind in der Summe nicht so viele. Der Nachteil, es kostet uns ein Vermögen. Oder um in der Sprache derer zu bleiben, es kostet viele Vermögen.
Muss die Bundesanstalt für Arbeit oder die Agentur für Arbeit sich nun auf eine neue Zielgruppe einstellen? Und auch das Sozialamt? Gibt es eine Art Hartz Gold und Hartz Platin? Ich meine schon, da muss der Staat eingreifen und ebenso helfend unter die Arme greifen. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Und Armut, das wissen wir seit Hartz 4, ist vor allem eine Ansichtssache.
Es werden ja auch kerngesunde Menschen plötzlich krank, da kann der Staat ja auch keinen Unterschied machen. Somit sind reiche Leute ja auch viel schneller und früher arm. Bei sehr Reichen geht das ja noch viel schneller. Und die Probleme, die sich dann auftun, sind doch im Prinzip dieselben. Mal ehrlich, und wir lassen diese Menschen ohne gesellschaftliche Wärme im Regen stehen. Als ob die das gewollt, gesehen oder geahnt hätten.
Vor allem die Banken tun mir da besonders leid. Noch vor Monaten haben sie uns allabendlich die Welt erklärt, und nun das. Die brauchen doch jetzt unsere Unterstützung, unsere Zuneigung, unsere Hilfe. So herzlos kann man doch nicht sein. Für einen Staat wäre das ein vorbildliches Verhalten in Sachen Toleranz. Förder- und Aufbauprogramme für Reiche im Umgang mit der drohenden Armut. Und ich würde die Grenze nicht so niedrig ansetzen, denn es sind ja wie gesagt nicht so viele. Und damit der psychische Schaden so gering bleibt wie möglich, sollte man so früh wie möglich da sein für diese Menschen. Also, die Armutsgrenze sollte man so um die 500 Millionen Vermögen festlegen. Diese Menschen werden uns das sicher danken. Da bin ich mir ganz sicher.
Offizieller Bewerbungstext zum Zyniker des Jahres 2009. I‘ ll be back!
Muss die Bundesanstalt für Arbeit oder die Agentur für Arbeit sich nun auf eine neue Zielgruppe einstellen? Und auch das Sozialamt? Gibt es eine Art Hartz Gold und Hartz Platin? Ich meine schon, da muss der Staat eingreifen und ebenso helfend unter die Arme greifen. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Und Armut, das wissen wir seit Hartz 4, ist vor allem eine Ansichtssache.
Es werden ja auch kerngesunde Menschen plötzlich krank, da kann der Staat ja auch keinen Unterschied machen. Somit sind reiche Leute ja auch viel schneller und früher arm. Bei sehr Reichen geht das ja noch viel schneller. Und die Probleme, die sich dann auftun, sind doch im Prinzip dieselben. Mal ehrlich, und wir lassen diese Menschen ohne gesellschaftliche Wärme im Regen stehen. Als ob die das gewollt, gesehen oder geahnt hätten.
Vor allem die Banken tun mir da besonders leid. Noch vor Monaten haben sie uns allabendlich die Welt erklärt, und nun das. Die brauchen doch jetzt unsere Unterstützung, unsere Zuneigung, unsere Hilfe. So herzlos kann man doch nicht sein. Für einen Staat wäre das ein vorbildliches Verhalten in Sachen Toleranz. Förder- und Aufbauprogramme für Reiche im Umgang mit der drohenden Armut. Und ich würde die Grenze nicht so niedrig ansetzen, denn es sind ja wie gesagt nicht so viele. Und damit der psychische Schaden so gering bleibt wie möglich, sollte man so früh wie möglich da sein für diese Menschen. Also, die Armutsgrenze sollte man so um die 500 Millionen Vermögen festlegen. Diese Menschen werden uns das sicher danken. Da bin ich mir ganz sicher.
Offizieller Bewerbungstext zum Zyniker des Jahres 2009. I‘ ll be back!
Geschrieben von Christof Hintze in Meta-Marketing
8 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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Julian:
Gut gebrüllt, Löwe! Meine Stimme hast Du!Christian:
Als Bewerbungstext durchaus brauchbar - echte Sorgen würde ich mir aber nicht machen. Der besondere Menschenschlag, der hier thematisiert wird, fällt stets weich und auch Treppen immer nur bergauf...Christof Hintze:
Als Ergänzung würde ich einen Mindestlohn festlegen wollen: 1,2 Mio. EUR im Jahr. Damit wenigstens für das Nötigste gesorgt ist. Das muss schon drin sein.Christof Hintze:
Ein wirklich großes Zeichen von Bescheidenheit: Die Manager der Dresdner Bank zahlen sich nur 400 Millionen EURO an Bonuszahlungen. Das ist doch mal ein wirklich positives Zeichen im Angesicht der Situation. Wenn man bedenkt das die Dresdner Bank gerade mal nur 30 Milliarden EURO bekommen hat. Da wird es unter dem Weihnachtsbaum aber karg ausgesehen haben. Aber das wird schon wieder "Jungs" - Kopf hoch.Christian:
Sorry aber es ist doch eine absolute Frechheit was da im Moment abgeht. Ich weiß nicht wieso, aber ich finde, dass die alle falsch reagieren. Wir kleinen Bürger müssen schauen, dass unser Geschäft nicht untergeht bei dieser Krise und die Großen schreien nur nach dem Staat. Wo bitte bleibt da die Gerechtigkeit. Das ist nicht ok. Und ich könnte mich darüber echt sehr aufregen. Aber helfen wird es nichts. Und dann müssen wir auch noch deren Schulden bezahlen. So geht es nicht!!!!!!Christof Hintze:
Gierechtigkeit sollte es in diesem Fall vielleicht besser heißen. Denn von Gerechtigkeit ist nichts zu sehen.derherold:
Ist das nicht ein bißchen kindlich ?Wer ist denn "die Banken" ? Das ist doch kein Club der "500 reichsten Deutschen". "Die Banken" bekommen Geld, weil uns sonst der komplette Laden um die Ohren fliegt. Der vielgescholtene Ackermann hat - wie ein alter handelsblatt-Artikel beweist - bereits 2003 bei einem Treffen von Bankern mit der Bundesregierung von drohenden "bailouts" gesprochen.
Offenbar wußten ein paar Politiker ganz genau, was auf uns zurollt.
In jedem Aufsichtsrat einer dt. Großbank sitzen nicht nur Politiker, sondern auch mind. drei Gewerkschaftsfunktionäre. Eher friert die Hölle ein, bevor die zur Rechenschaft gezogen werden. Dann allerdings wäre die Enteignung irgendwelcher popeligen Bank-Aktionäre das Ende des Rechtsstaates.
Alexandra:
Alle 10 Punkte an diesen Beitrag von meiner Seite aus. Du hast es wirklich auf den Punkt getroffen. Bin gerade zufällig auf die Seite gestoßen und ich merke schon ich sollte öfter hier vorbeischauen!Welche persönlichen Prognosen habt ihr eigentlich für das Ende dieses (in meiner Sicht aus) Teufelskreises?
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