Mittwoch, 25. Februar 2009
10:43
Jahrmarkt, Kirmes und trojanisches Pferderennen
Gut laufende Social Media Plattformen sind wie real life Volksfeste. Viele Menschen, Gedrängel, hormoneller Übermut und lockere Stimmung. Wen wundert es, dass sich dort analog zur Offline-Welt ein Haufen Trickbetrüger und Ganoven herumtreibt.
Oft machen sich die Besucher zu allzu leichten Opfern von Malware, Heiratschwindlern und virtuellen Hütchenspielern. Aber es gibt auch wirklich gewiefte Scriptkiddies und Wurmfabrikanten, die nicht nur die beduselten Klickzwangpatienten abgreifen, sondern Dinge anstellen, die die Bezeichnung „trojanisches Pferd“ echt verdienen.
So gelesen in den WebProNews: Viele Facebooknutzer bekamen letzte Woche von einer Art „Qualitätssicherungs-Applikation“ die Meldung, einer ihrer Freunde hätte Probleme beim Abrufen ihres Profils. Man sollte das bitte mal prüfen - natürlich anhand der Applikation.
Nun gibt es erstaunlich viele Nutzer, die jede Applikation installieren, solange sie von einem „vertrauenswürdigen“ Freund offenbar ebenfalls genutzt wird. Die ersten haben sie also installiert, und so pflanzte sich die angebliche Qualitätssicherungsapplikation munter innerhalb deren Freundeslisten weiter. Das Ding sah aber auch wirklich ziemlich seriös aus, und wer kann schon all die hundert App-Nachrichten pro Tag hinterfragen. Wenn ich Bussibärchen verschicke, will ich auch, dass alle meine Freunde die Bussibärchen sehen können, die ich bekommen habe. Selber schuld.
Aber es gibt ja auch die Anderen, die wenigerDummen Vertrauensseligen. Die sind hingegangen und haben die Applikation gegugelt. Um sicher zu gehen. Und siehe da, was prangt direkt unter den ersten Suchergebnissen? Eine Meldung, die vor diesem Teufelszeug warnt. Gefährliche Malware, bloß nicht installieren…
Die meisten der vorsichtigen, wissbegierigen Googler wollten dann natürlich genau wissen, was es damit auf sich hat. Schon um auf Facebook alle Freunde zu warnen und so weiter. Also haben sie das Suchergebnis auch angeklickt. Doof, dass genau diese Website ebenfalls präpariert war um eben jene Schlaumeier ebenfalls zu erwischen. Wie gerissen, hinterhältig und gemein ist das denn bitte?
Die ganz Vernünftigen unter den Vernünftigen sind vielleicht bei dem Domainnamen der Webseite skeptisch geworden. Oder wenn nicht, hatten sie natürlich entsprechende Virenscanner & Co installiert. Trotzdem, dieses Beispiel sollte uns alle noch ein bisschen vorsichtiger machen. Gerade, wenn man sich für besonders schlau hält, hauen einen gewitzte Trickbetrüger übers Ohr.
Oft machen sich die Besucher zu allzu leichten Opfern von Malware, Heiratschwindlern und virtuellen Hütchenspielern. Aber es gibt auch wirklich gewiefte Scriptkiddies und Wurmfabrikanten, die nicht nur die beduselten Klickzwangpatienten abgreifen, sondern Dinge anstellen, die die Bezeichnung „trojanisches Pferd“ echt verdienen.
So gelesen in den WebProNews: Viele Facebooknutzer bekamen letzte Woche von einer Art „Qualitätssicherungs-Applikation“ die Meldung, einer ihrer Freunde hätte Probleme beim Abrufen ihres Profils. Man sollte das bitte mal prüfen - natürlich anhand der Applikation.
Nun gibt es erstaunlich viele Nutzer, die jede Applikation installieren, solange sie von einem „vertrauenswürdigen“ Freund offenbar ebenfalls genutzt wird. Die ersten haben sie also installiert, und so pflanzte sich die angebliche Qualitätssicherungsapplikation munter innerhalb deren Freundeslisten weiter. Das Ding sah aber auch wirklich ziemlich seriös aus, und wer kann schon all die hundert App-Nachrichten pro Tag hinterfragen. Wenn ich Bussibärchen verschicke, will ich auch, dass alle meine Freunde die Bussibärchen sehen können, die ich bekommen habe. Selber schuld.
Aber es gibt ja auch die Anderen, die weniger
Die meisten der vorsichtigen, wissbegierigen Googler wollten dann natürlich genau wissen, was es damit auf sich hat. Schon um auf Facebook alle Freunde zu warnen und so weiter. Also haben sie das Suchergebnis auch angeklickt. Doof, dass genau diese Website ebenfalls präpariert war um eben jene Schlaumeier ebenfalls zu erwischen. Wie gerissen, hinterhältig und gemein ist das denn bitte?
Die ganz Vernünftigen unter den Vernünftigen sind vielleicht bei dem Domainnamen der Webseite skeptisch geworden. Oder wenn nicht, hatten sie natürlich entsprechende Virenscanner & Co installiert. Trotzdem, dieses Beispiel sollte uns alle noch ein bisschen vorsichtiger machen. Gerade, wenn man sich für besonders schlau hält, hauen einen gewitzte Trickbetrüger übers Ohr.
Geschrieben von Esther Rudolph in Meta-Marketing
2 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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Wortführer:
Oder man hält sich einfach von Volksfesten fern und verschenkt seine Bussibärchen im intimerem Kreis.Esther Rudolph:
"Ships are save in the harbour, but that´s not what ships are for." - Wobei der Hafen so gesehen ja auch nicht gerade sicheres Pflaster ist. Für Bussibär-Fans. - Am besten einfach keine Bärchen, glaube ich.Kommentar schreiben