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Nervfaktor Werbung

Der Herr Siemes - schon lange nichts mehr von dem Ex-ADC-Mann gehört, dafür just was auf taz.de gelesen:

Nervfaktor Werbung:
Groß, laut und dümmlich

Das Intro ist verheißungsvoll:

Jeder Deutsche ist täglich rund 2.000 Werbeeindrücken ausgesetzt. Warum nur sind 1.999 davon nur so nervig?

Leider gibt er statt einer Antwort fast nur die allseits bekannten schlechten Beispiele zum Besten. Stellt aber immerhin fest:

Zu ärgerlicher Werbung gehören immer zwei. Ahnungslose Auftraggeber, die sie wollen. Und dumme oder auch feige Kreative, die sie machen.

Das ist nicht wirklich neu, aber immer noch nicht falsch. Ebensowenig wie:

Die meisten Kampagnen wirken, als seien sie zwischen Kantine und Toilette entstanden.
(Meine nie. Die entstehen fast nur auf der Toilette.)

Sollten sich irgendwelche Ideenreste eingeschlichen haben, werden sie von den Testpersonen - zufällig ausgewählten Verbrauchern - gnadenlos niedergemacht. Sie suchen nicht das Neue, sondern orientieren sich an den Suppen- oder Shampoo-Filmchen, die sie seit Jahren kennen. Das Ergebnis kann nur eine Familie sein, die verzückt ihre Teller leer löffelt, oder eine Jungfrau mit wehendem Zeitlupenhaar, über das sich die Kräftigungsformel mit dem Vitaminkomplex legt.

Leicht verfettete OBI-Verkäufer als Rapper.

Die Bildideen wirken wie vor 30 Jahren. Die Sprache ist zu effizientem Denglisch geworden.

Irgendwie merkt man Herrn Siemes an, dass er alt ist: Er hat Recht :-)
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Besserwerberblog • Marketing für Besserwerber: Nervfaktor Werbung?

Was Herr Siemes zu sagen hatte, haben wir ja hier in Auszügen dargestellt. Ob er damit wirklich Recht hat? Nun, aktuell sucht die Zeitungs Marketing Gesellschaft ZMG, Frankfurt, das beste Werbemotiv, das im Lauf eines Jahres in einer Zeitung erschienen is

07:56

Kommentare

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Christian:

Da ist was dran. Insbesondere was das Denglisch betrifft, das wirklich Überhand nimmt. Aber auch die vielen ausgelutschten und sich ständig wiedeholenden Werbeideen nerven natürlich - zum Glück gibt es ja aber auch etliche positive Gegenbeispiele...
18:00

Andreas:

Endlich mal jemand, der das mit der nervigen Werbung auch so sieht wie ich :-). Ich boykottiere OBI seit Ihrer Schrei-Werbung. Ich würde gern noch mehr boykottieren, doch irgendwas zu Beissen zwischen die Zähne brauche ich auch noch :-).

Andreas
18:05

Johannes:

Man ist schon genervt von der Werbung, allerdings war es mir nicht klar, dass sie Werbeflut so hoch anzurechen ist mit 2.000 Werbeeindrücken. Wenige sind lustig und sprechen den Endverbraucher auch an, ob das jedoch reicht um das Produkt zu kaufen bezweifle ich stak an.
05:57

Werbegott:

1. Gebot: Du sollst nicht langweilen. 2. Gebot: Du sollst nicht andere Ziele verfolgen, als die der Wirkung. 3. Gebot: Du sollst nicht nerven. 4. Gebot: Du sollst nicht begehren und kopieren anderer Ideen. 5. Gebot: Du sollst nicht nur ans Geld verdienen denken, sondern auch ans funktionieren. 6. Gebot: Du sollst Haltung entwickeln, bewahren und zeigen. 7 Gebot: Du sollst nur Primärbedürfnisse kommunizieren und nicht denn ganzen anderen Quatsch. 8. Du sollst bei Kunden ankommen nicht bei dir und beim Auftraggerber. 9. Gebot: Du sollst Nachhaltigkeit pflegen. 10. Du sollst die Marke schützen, ehren und pflegen. Sonst nichts.

Ich schreibe dass weil es mich langweilt Dinge nur zu Kritisieren, anstatt die selbe Energie darein zu investieren, es besser zu machen. Ich kann gesund essen, ich kann schlaues lesen, ich kann mich bewegen, ich kann alles so machen wie ich es für richtig halten. Aber es bringt nichts Dinge nur zu Kritisieren. Also, mir nicht. Jeder der das macht was er da macht muss damit klar kommen. Das ist wie mit der Kritik am Niveau am Fernsehen. Wer hat jemals behautet das Fernsehen ein Niveau hatte, hat, oder haben muss. Wie gut soll etwas so unwichtiges wie Werbung sein für unwichtige Inhalte? Ich finde das passt gut zusammen. Schlecht und schlecht. Mir gefällt das. Dann erkennt man wenigstens das Gute.
08:51

Carsten:

Kritisieren ist zwar immer leicht und wahrscheinlich auch typisch deutsch, aber ich finde ausländische Werbung meist auch besser (mutiger) gemacht.
12:30

sunseo:

Es kommt natürlich darauf an, aus welchen Land diese Werbung stamm. Wenn es z.B. aus Indien ist, dann ist die meistens lächerlich, kenne ich aus Erfahren ;-). Aber ansonsten machen die Japaner oder auch die Amerikaner lustige bzw. sehr mutige Werbung. Radiowerbung ist in Deutschland meiner Meinung kreativer als Fernsehwerbung. Wir brauchen mehr Kreativität in der Werbebranche - vor allem für das Fernsehen.
10:47

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