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Food Watch warnt, CapriSonne tut nichts

Da haben wir ihn also, den Fall, vor dem jeder PR-Mensch gewarnt wird: den Krisen-Fall. Denn heute schallt es aus dem Radio und auch Spiegel-Online weiß es. CapriSonne ist ungesund. Das wusste im Grunde genommen jeder schon immer.

Doch seit unserer Kindheit begleitet uns das Getränk auf jedem Wandertag und die Kleinen genießen es, wann immer sie unterwegs sind. Da sollen ja auch Früchte drin sein. Ob sie es sind oder nicht, darüber streitet man jetzt. Und das ganz öffentlich.

Keiner allerdings streitet darüber, dass in einer kleinen Tüte des Getränks ungefähr 6,5 Würfel Zucker sind. Und jede Menge Aromastoffe. Das ist wenig hip. Und Foodwatch warnt vor faulem Fruchtzauber.

Man könnte auf die Idee kommen, dass man im Hause CapriSonne auf diesen Fall vorbereitet war. Denn wer kennt die Inhaltsstoffe besser als der Hersteller selbst. Und so hätte man einen Plan zur Krisenkommunikation machen können, der genau jetzt zum Einsatz gekommen wäre. Aber was passiert? Nichts.

Auf der Website des Unternehmens findet man eine Pressemeldung vom 11.2.09, das ist die aktuellste. Dabei wäre es gerade jetzt vorteilhaft, Stellung zu beziehen. Denn einen ruinierten Ruf wieder zu polieren ist langwierig und teuer.
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Besserwerberblog • Marketing für Besserwerber: Capri-Sonne aktiv

Kaum sagen wir was, schon tut sich was. Hat die PR-Päpstin gestern noch kritisiert, dass Capri-Sonne nichts gegen Vorwürfe von foodwatch täte, erreichte uns die Stellungnahme von Capri-Sonne zur aktuellen Veröffentlichung der Organisation foodwatch, die

15:06

Kommentare

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Wortführer:

Andererseits führt jede Reaktion zu einer Gegenreaktion, so dass man gut beraten ist, nicht auf jede Negativmeldung zu kommentieren, zumal, wenn es so ist, wie du sagst, dass es sei, nämlich dass dies eh jeder wisse. So gesehen ist auch die Meldung an sich auch keine Meldung. Warum also darauf reagieren?
09:51

Sebastian:

Recht so. Mich stört es in keinster Weise, wenn die Verbraucher etwas hellhöriger und Capri Sonne Umsatzeinbussen hinnehmen müsste. Leider ist es doch immer noch so, dass Verbraucher nach Strich und Faden in die Irre geführt werden. Man geht uz oft von sich selbst aus und denk, dass eigentlich alle wissen müssten, dass nicht alles gesund ist wo Stückchen Obst auf der Verpackung abgebildet ist. Leider sieht es aber so aus, dass die meisten Verbraucher das nicht wisse. Es braucht Aufklärung und Organisationen wie Foodwatch, die diesen Fragen nachgehen. Weiter so!
12:51

PR-Päpstin:

Versteht mich nicht falsch! Ich persönlich hab ja auch gar nichts dagegen, dass das so entlarvt wird. Aber die von CapriSonne hätten sich vorher schon mal Gedanken zu diesem Thema machen können und damit ihren Image-Schaden begrenzen. Unternehmen sollten die Interessen der Verbraucher immer ernst nehmen. Schließlich sollen die das Zeug ja auch kaufen.
13:02

Frank:

Woher hast du die Info, dass Capri-Sonne sich keine Gedanken zu diesem Thema gemacht hat?
Der USP von Capri-Sonne ist nicht der von Actinell. Das Getränk verkauft sich nicht über das Argument Gesundheit sondern wohl vor allem über die einzigartige Verpackung.
Insofern gibt es auch im Hinblick auf die Zielgruppe erst dann einen Image-Schaden, wenn die Suppe, äh der Saft, weiter angerührt wird.
16:11

Markus:

Es ist nicht nur die Capri-Sonne-Geschichte die hier übel aufstößt. Seit Jahren vollzieht sich in der Lebensmittelindustrie eine Tendenz zu immer mehr Zucker in Lebensmitteln. Der Zuckerkonsum ist in den letzten Jahren in den Industrieländern explodiert.
Wir sind mittlerweile eine Nation die von kurzfristigen Insulin-Schüben abhängig ist.
Hier geht es viel mehr um einen gesamten Richtungswechsel. Die gesellschaftliche Gegenreaktion ist aktuell der Bio-Boom.
gruß!
15:51

Johannes:

Besonders in Getränken finde ich zuviel Zucker problematisch, da trinkt man gern etwas mehr wenn es warm ist und hat so schon einen großteil der Tageskalorien intus...
22:46

PR-Päpstin:

... hmmmm, eigentlich wollte ich hier keine Diskussion zum Thema Zucker in Getränken anzetteln. Hier geht es ja um Marketing.
Ich wollte nur darauf aufmerksam machen, dass ein Plan zur Krisenkommunikation hilfreich sein kann.
@ Frank: woher ich das habe? Auf der Website findet sich nichts dazu und es trat bisher auch niemand aus dem Unternehmen auf den Plan, der in irgendeiner Form Stellung bezogen hätte.

So oder so hat CapriSonne jetzt einen Image-Verlust erlitten. Wie schlimm der langfristig sein wird, wird sich zeigen.
08:29

Wortführer:

Wie gesagt, Frauke, ich glaube nicht, dass sie einen Image-Schaden erlitten haben, da sie nie das Image hatten, ein gesundes Erfrischungsgetränk auf dem Markt zu haben. (Foodwatch könnte selbiges ja auch über Cola, Fanta etc. sagen, was genauso wenig interessieren würde. Gerade Fanta macht sich (m. E.) einen Spaß aus diesem gesundheitshype, in dem sie auf die Verpackung was von 6% Fruchtanteil schreiben - oder war es Vitamin C - irgendwas Lächerliches jedenfalls war es.) Die Aktion ist vor allem PR für Foodwatch, die ja auch prompt abends in "Hart aber fair" vertreten waren. Hoppala :-)

Nicht alles, was objektiv schlecht ist, ist schlecht für eine Marke. Für Bionade wäre es ein Image-Schaden. Für Capri-Sonne? Naja ...

Und: Was sollten sie denn auch erwidern? Stimmt nicht? Äh, wir wollen ja gar nicht, dass die Kinder viel trinken? Oder: Sollen die Blagen morgens Nutella weglassen, dann passt's wieder?

Ne, ne, ne, ich würde auch nicht darauf reagieren. Never excuse, never explain, never justify!
08:39

Frank Herold:

Genau, Frauke. Zucker macht das Leben süß.

Auf der Capri-Sonne Webseite finden sich alle relevanten Infos zum Produkt. Da wird nicht verschwiegen, dass das Getränk Zucker enthält, da wird sogar ziemlich genau erklärt wie das Produkt hergestellt wird. Und diese Infos gibt es da immer schon.

Die Situation mag für das Unternehmen vielleicht unangenehm sein, Ein PR-Gau ist es aber sicher nicht.

Anderes Beispiel: Redbull Cola.
Kokain in der Dose.
Hier reagiert das Unternehmen, indem sie die Werte eines Instituts anzweifelt. Warum machen die das? Wahrscheinlich weil Fernsehspots, Event- oder Trikotsponsoring teurer wären?
10:25

Michelle:

Ohh mann oh mann, das es immer noch Capri Sonne gibt. Ich habe es immer von meinen Eltern bekommen wenn ich ins Kindergarten ging. Mittlerweile bin ich 44 Jahre alt.
19:51

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