Freitag, 5. Juni 2009
11:58
Luxus sponsort Luxus
Unser Blog ist ganz großes Kino. Zum heutigen "Tag der Umwelt" hier einen Werbefilm der etwas längeren Art für unser aller Mutter:

Natürlich entsteht so ein Film nicht nur selbstlos. Er bedient eine gewisse Klientel, die sich nun auch sehr für Natur et al. interessiert - natürlich muss das ästhetisch aufbereitet sein. Doch welche Bedeutung hat der Weg, wenn das Ziel erreicht wird? Kurz: Eine ganz großartige Kommunikationsidee der PPR-Gruppe, diesen Film zu unterstützen.
PPR? Laut wikipedia:
Dieses Engagement zeigt, dass es doch noch Markenaufbau mit Hirn gibt.
Auch etwas, was vom Aussterben bedroht scheint.... Ob wer einen Film zu diesem Thema unterstützen würde?

Natürlich entsteht so ein Film nicht nur selbstlos. Er bedient eine gewisse Klientel, die sich nun auch sehr für Natur et al. interessiert - natürlich muss das ästhetisch aufbereitet sein. Doch welche Bedeutung hat der Weg, wenn das Ziel erreicht wird? Kurz: Eine ganz großartige Kommunikationsidee der PPR-Gruppe, diesen Film zu unterstützen.
PPR? Laut wikipedia:
eine französische Holdinggesellschaft, die auf Handel und Luxusgüter spezialisiert ist. (...) Wichtige Tochtergesellschaften PPRs sind (...):
- der Luxuskonzern Gucci (damit auch Yves Saint Laurent, Sergio Rossi, Boucheron, Bottega Veneta, Bédat & Co, Alexander McQueen, Stella McCartney und Balenciaga)
- der Sportartikelhersteller Puma AG
- die Möbelkette Conforama
- die Medienkette Fnac
- das Versandhaus La Redoute
Dieses Engagement zeigt, dass es doch noch Markenaufbau mit Hirn gibt.
Auch etwas, was vom Aussterben bedroht scheint.... Ob wer einen Film zu diesem Thema unterstützen würde?
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
5 Kommentare - 0 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: PPR-Gruppe
Kommentare
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Sebastian:
Dieses Engagement zeigt auch, dass sich Firmen ein "grünes" Image kaufen können. Wenn ich mir die Liste der Tochtergesellschaften anschaue ist da leider längst nicht alles im grünen Bereich. Im Zusammenhang mit diesem Engagement könnte die Holding ja auch etwas im eigenen Haus aufräumen. Aber die PR wird wahrscheinlich reichen um von der Notwendigkeit abzulenken. Der Film ist trotzdem fantastisch geworden.Rainer:
Echt ein super Film - und auch wenn noch nicht alles perfekt ist - es ist zumindest ein guter Anfang.Daniel:
Green-Washing nennt man dies. Auch sollte man in diesem Blog ein wenig kritischer mit großen Brands umgehen, denn die oben genanten Firmen sind keine Heilsbringer für sozial-verträglihe Arbeitsbedinungen in asiatischen Ländern. Das Gegenteil ist der Fall!Wortführer:
Hallo, Daniel,woher weißt du das? Weißt du das? Und: Erwartet wer, dass eine Firma ein Heilsbringer für sozial-verträglichhe Arbeitsbedingungen ist? Heilsbringer? Sicher, dass du das meinst?
Und wie man auch immer es nennt, immerhin macht man was - z. B. sich angreifabr, insbesondere wenn dem so wäre, wie du sagst. Dann wäre es kontraproduktiv. Und wenn man bisher ein Böser war, was wäre daran schlimm ein Guter zu werden?
Wir sind nicht unkritisch - und schon gar nicht mir großen Firmen. Was wir aber definitiv nicht sind, ist gefangen in konventionellen Strickmustern, womnach die Großen, Teuren auch immer die Oberflächlichen, Bösen sind.
Am meisten tragen doch die zu den widerlichen bis unmenschlichen Arbeitsbedingungen in irgendwelchen Hinterhöfen (auf welchem Erdteil auch immer) bei, die alles für nichts haben wollen. Und genau das kann man den Kunden der PPR-Gruppe kaum unterstellen, oder?
Mathias:
Gut das sich leute für so was engagieren, zumindest für meine Kinder. Mann sollte so was mehr fördern.Kommentar schreiben