Deutschland ist mal wieder ganz weit vorne. Und hoffentlich geht es weiter. Endlich wird es wieder Spaß machen, die Öffentlich-Rechtlichen zu gucken, denn sie werden „retro“. Bloß keine Schleichwerbung, also schön Isoband über alle Markennamen, so dass wir Zuschauer endlich wieder denken dürfen beim Glotzen. Liegt da Nivea am Waschbecken oder bebe? Trinkt man Krombacher oder Warsteiner? Hach, das wird so spannend wie damals, als man Wetten darauf abschließen konnte, ob Berger ne Sprechrolle hat („Stefan …“), oder er nur stumm die Tür zu Derricks Büro aufmacht.
Und natürlich ist das ein neues Problem, das es noch nie gab. Klar. Unvergessen ist für mich eine Folge aus „Ein Fall für Zwei“ von vor gefühlten hundert Jahren, als Matulla stilecht im Alfa einen Zeugen fragte, ob er das Auto habe erkennen können, das mitten in der Nacht davon gebraust sei. „Ja,“ sagte jener, „es war ein dunkelgrüner Subaru.“ Ein was? Den Namen schomma gehört, wahrscheinlich aus dem Werbeblock, aber wie so ein Ding aussieht …? Matulla hat Schwein gehabt, einen Autofetischisten verhört zu haben, denn das floss gewiss kein Geld… Niemals.
Natürlich will man kein (unbezahltes

product placement. Andererseits wäre radio und Fernsehen angeblich bei einem werbefreien öffentlich-rechtlichen Rundfunk 1,50 Euro teurer. Hm, warum macht man es dann nicht so, dass man mehr product placement zulässt. Dann würd‘s billiger. Oder war das jetzt zu logisch für öffentlich-rechtliche Bedenkenträger?