Freitag, 11. September 2009
09:02
Ausgezeichnete Wahlwerbung
Es will ja so gar kein Wahlkampf aufkommen. Wer dachte, das, was da zur Europawahl erschien, war nur deshalb so (gähn) wie es war, weil man sich die großen Kracher für die Bundestagswahl aufheben wollte, sieht sich getäuscht. Allenthalben Langeweile, die zumindest als "Programmwolken" ansehnlich sind. Es sei denn, man schaut genau hin. Einige Perlen sind schon dabei - und diese würden wir gerne (symbolisch) auszeichnen.
... geht an die Piratenpartei. Ihr Claim
ist einfach ein hübsches Wortspiel. Klar, es sagt nicht, was genau geändert werden soll, aber warum sich um Inhalte scheren? Letztlich will die eh niemand (egal, was wer sagt). Es ist einfach mal cleverer, als der Verweis darauf, dass "Deutschland" wahlweise "Unser Land" mehr oder es (?) besser kann.
... geht an die Christdemokratische Union Deutschland. Ihr
erinnert an einen Mann mit viel Muskelmasse, aber wenig Hirn. Er hat auch die Kraft, etwas zu bauen oder zu zerstören, aber zumindest bei ersterem muss man ihm sagen, wie er bauen muss. Ein Architekt hat nicht die Kraft ein Haus zu bauen, aber er weiß, wie es geht, damit es funktioniert und stabil bleibt. Als was sieht sich nun die Partei der Kanzlerin: Planer, Gestalter? Oder Maurer und Gipser?
... geht zweifelsfrei an die Partei "Die Linke", da sie den Machttrieb von Parteien ("Wichtig ist nicht, was gesagt wird. Wichtig ist, dass man gewählt wird.") in ihrer Kampagne wunderbar kommuniziert:

Hach, welche Wohltat. Bei der Partei des SEDPDSWASG-Namenswandels soll jeder reich sein, um ihn dann als Reichen besonders besteuern zu können.
Das ist vielleicht nicht jedem so ganz einsichtig, aber hat es jemals eine Partei geschafft, vor der Wahl 100% auszuschließen, dass sie ihr Versprechen nicht einhält? Man muss halt nur einfach alles versprechen. Die Chuzpe muss man nur mal haben, es so deutlich zu tun.
(Wenn Sie auch was haben, her mit - oder bei sich bloggen.)
Der Preis für den schönsten Claim
... geht an die Piratenpartei. Ihr Claim
"Klarmachen zum Ändern."
ist einfach ein hübsches Wortspiel. Klar, es sagt nicht, was genau geändert werden soll, aber warum sich um Inhalte scheren? Letztlich will die eh niemand (egal, was wer sagt). Es ist einfach mal cleverer, als der Verweis darauf, dass "Deutschland" wahlweise "Unser Land" mehr oder es (?) besser kann.
Der Preis für Gutgemeint, aber mehr auch nicht
... geht an die Christdemokratische Union Deutschland. Ihr
"Wir haben die Kraft"
erinnert an einen Mann mit viel Muskelmasse, aber wenig Hirn. Er hat auch die Kraft, etwas zu bauen oder zu zerstören, aber zumindest bei ersterem muss man ihm sagen, wie er bauen muss. Ein Architekt hat nicht die Kraft ein Haus zu bauen, aber er weiß, wie es geht, damit es funktioniert und stabil bleibt. Als was sieht sich nun die Partei der Kanzlerin: Planer, Gestalter? Oder Maurer und Gipser?
Der Preis für maximale Glaubwürdigkeit und Transparenz sowie Ausschluss der Wahllüge
... geht zweifelsfrei an die Partei "Die Linke", da sie den Machttrieb von Parteien ("Wichtig ist nicht, was gesagt wird. Wichtig ist, dass man gewählt wird.") in ihrer Kampagne wunderbar kommuniziert:

Hach, welche Wohltat. Bei der Partei des SEDPDSWASG-Namenswandels soll jeder reich sein, um ihn dann als Reichen besonders besteuern zu können.
Das ist vielleicht nicht jedem so ganz einsichtig, aber hat es jemals eine Partei geschafft, vor der Wahl 100% auszuschließen, dass sie ihr Versprechen nicht einhält? Man muss halt nur einfach alles versprechen. Die Chuzpe muss man nur mal haben, es so deutlich zu tun.
(Wenn Sie auch was haben, her mit - oder bei sich bloggen.)
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Event-Marketing
2 Kommentare - 1 Trackback


Kommentare
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Julian:
Mich wundert ja, dass der für die Wahl so passende "Änderhaken" noch nicht aufgetaucht ist...Markenkunde.de:
PhänomenalKommentar schreiben