Was ist eigentlich ... Gendermarketing?

Wie wir bereits erklärt haben, geht es im Marketing immer, immer, immer nur, nur, nur ums Geld. Genauer gesagt: um "fremdes" Geld. Daraus definierten wir:

Marketing ist das Streben nach dem Geld anderer.

(Man kann es nicht oft genug sagen.)

Nun gibt es aber auch jede Menge "Marketings", was das Wort selbst ähnlich wie "Politik" oder "Kultur" zu einem Dauersuffix macht. Und so wie es die X-Politk, die Y-Politik und die Z-Politik analog der X-Kultur, Y-Kultur und Z-Kultur gibt, gibt es eben auch das X-, Y- und Z-Marketing.

Die diversen Präfixe, die es hierzu gibt, sind völlig beliebig. Mal beschreiben sie ein Medium, dann einen Wirtschaftsbereich, mal eine Zielgruppe. Und nicht selten suggerieren sie, sie wären etwas Besonderes, sind es aber nicht, womit wir beim Thema der heutigen Lektion wären: Gendermarketing. Und auch das ist schnell erklärt:

Gendermarketing

Gendermarketing will das Geld von Frauen.

Um es kurz zu machen: Man braucht Gendermarketing nicht, nur gesund-ökonomischen Menschenverstand: Ich biete mich als Anbieter so an, dass mich die Menschen, deren Geld ich gerne hätte, attraktiv und sympathisch finden, so dass ich deren Geld auch bekomme.

Gendermarketing ist nichts anderes als zielgruppen-orientiertes Werben, also die Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Überleben. Und heutzutage haben eben nicht mehr nur Männer Geld. Zudem gibt es auch kaum mehr Bereiche, in denen ausschließlich Männer als Käufer in Betracht kommen. Und da sich viele Anbieter in ihrer Außendarstellung und Gesamtkommunikation bisher an den Mann gewandt haben, weil er derjenige mit Geld war, müssen sie sich halt in ihrer Außendarstellung und Gesamtkommunikation anpassen, wenn sie nun nicht nur Käufer, sondern auch Käuferinnen haben wollen. Wie gesagt: gesunder Menschenverstand.

Es geht also, auch wenn hier das Präfix "Gender" (Geschlecht) eingesetzt wird, nicht um Männer und Frauen, sondern ausschließlich um Frauen bzw. um die Feminisierung von Konzepten. Das aber nicht aus feministischen oder politisch-korrekten Gründen (Also keine Sorge: Wir werden auch in Zukunft von Angbeoten zu "Porzellan-Teller und -Tellerinnen" verschont bleiben.), sondern eben aus ökonomisch fokussierten Gründen, um, siehe oben, an das Geld anderer zu kommen, diesmal an das der Frauen - und davon haben Frauen, da sie heutzutage ja mit Erfolg eher Karriere als Betten machen, nicht zu wenig.

Das beste an Gendermarketing ist also das Wort selbst. Denn die Anbieterinnen (Dieses Angebot halten, zumindest nach meinem bescheidenen Kenntnisstand, nur Damen feil) suggerieren wie alle, die ihre Dienstleistungen im Bereich Marketing mit einem Präfix versehen, dass sie besonders schnell, effizient, nachhhaltig etc. an das Geld einer Zielgruppe kommen. Und sollte diese Suggestion funktionieren, dann führt es ja zu dem, wozu Marketing auch führen soll, dem Transfer des Geldes des Interessenten/Kunden, in die eigene (Hand-)Tasche. Naja, zumindest dafür braucht man dann doch Gendermarketing.

Zweitdefinition:
Eine Marktanpassung an die Bedürfnisse von Frauen nennt man Gendermarketing.
Eine Marktanpassung an die Bedürfnisse von Männern nennt man Marktforschung.


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