Mehr Umsatz für Publisher: Die wichtigsten Google AdSense-Erfolgsfaktoren

Ein Gastbeitrag von Christoph Adler, CEO der Beratungsagentur Click Performance Group

Christoph AdlerWieviel Umsatz sich mit einer trafficstarken Webseite tatsächlich erzielen lässt, ist nur wenigen Publishern wirklich bewusst. Zwar steht Google AdSense bereits als gute Methode für eine gewinnbringende Vermarktung der Werbeplatzierungen zur Verfügung, die Potentiale in Google AdSense werden jedoch häufig nicht optimal ausgeschöpft. Vor allem gestalterische Aspekte können federführend für die Umsatzzahlen sein. Neben dem Design spielt auch die Platzierung und nicht zuletzt die Themenrelevanz eine tragende Rolle. Hier möchte ich einen Überblick über die Optimierungsmöglichkeiten in Bezug auf Google AdSense geben und verdeutlichen, dass nur eine umfassende Strategie bestmögliche Monetarisierungs-Ergebnisse erzielen kann.

Wie viel Zeit wir tatsächlich mit unseren mobilen Endgeräten verbringen, zeigt eine Studie von Google in Zusammenarbeit mit Sterling Brands und Ipsos aus 2012: Von 1.600 Handynutzern verwenden 81% ihr Smartphone während des Fernsehens, 66% parallel zum Laptop, 83% gehen ohne nicht aus dem Haus und 63% werden von ihrem Smartphone bei Kaufentscheidungen unterstützt. Für Internetnutzer wird die Bereitstellung von Informationen jederzeit und von überall immer wichtiger. Tablets und Co. werden zu täglichen Begleitern. Kein Wunder, dass so auch für Online-Publisher der Druck steigt. Genauer heißt das: Um für Werbetreibende attraktiv zu bleiben, müssen Publisher flächendeckend, also auf allen relevanten Endgeräten, ihre Seiten samt Werbeeinblendungen optimieren.
Mit der Multichannel-Strategie geht die Gestaltung der Anzeigen-Elemente einher: Der gestalterisch-technische Ansatz Responsive Design ist der Schlüssel zu einer angepassten Anzeigen-Darstellung. Anzeigen-Elemente können hiermit dynamisch gesteuert und grafisch an den Webseiteninhalt angepasst werden, sodass User die Werbeeinbindungen als einheitliches und wiedererkennbares Angebot eines Produktes bzw. einer Dienstleistung wahrnehmen. Welche kreativen Aspekte (Typografie, Größe, Farbe etc.) allerdings den Ausschlag geben und tatsächlich die höchsten Umsätze ermöglichen, ist auch für Kenner des Marktes eine herausfordernde Angelegenheit.

Eine Lösung können A/B Tests sein: Im Live-Betrieb werden echte Daten für Experimentalgruppen gesammelt und ausgewertet, um diese dann mit der Kontrollgruppen-Performance zu vergleichen. Idealerweise laufen A/B Tests zunächst im Kleinen, beispielsweise auf einem Viertel des Gesamt-Traffics. So reduziert man das Risiko möglicher Umsatzeinbußen durch schlechter performende Variationen und erhält dennoch aussagekräftige Datensätze. Auch der Einbezug von Vergleichswerten aus vergangenen Wochen und Monaten erweist sich als hilfreich, um mögliche saisonale Faktoren ausschließen zu können, die sonst das Ergebnis des Tests verfälschen können.

Doch was bringt mir als Publisher eigentlich ein Klick auf meine AdSense-Anzeige? Abhängig von der aktuellen Marktlage, den Anzeigenauktionen und Interessenten unterliegt der Klickpreis den üblichen Angebots- und Nachfrage-Schwankungen. Viele Klicks bringen Publishern also nur dann etwas, wenn die AdSense-Anzeige auch einen guten Preis hat. Ein guter Anzeigen-Preis kommt durch die Qualität, das Thema und die Anzahl der Werbekunden zustande. Mithilfe von Keyword Tools können beliebte Suchbegriffe analysiert werden, die besonders hohe Klickpreise erzielen. Der Fokus sollte bei der Content-Erstellung somit auf finanziell lohnenswerten Themen liegen, die zugleich interessant für den User sind. Letzteres ist wichtig, um für Leser stets relevanten Input liefern zu können und eine Balance zwischen den Anzeigen und Artikeln zu schaffen. Wird der AdSense-Block mit der höchsten Klickrate direkt an den Anfang der Webseite gestellt, können Publisher die in der Auktion entstehenden höchsten Klickpreise mit der höchstmöglichen Klickrate kombinieren. Für jeden Publisher eine extrem effiziente Möglichkeit, das Werbeeinkommen zu steigern.

Massives Optimierungspotential für Publisher sehen wir zudem in der Plattform Google AdExchange, die durch die technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahre enorm an Attraktivität gewonnen hat. Mit Google AdExchange können Publisher spezifische Mindestpreise für ihr Werbeinventar zielgruppengenau festlegen. Für Publisher hat das den Vorteil, dass sie jetzt aktiv in die Gebotsstruktur eingreifen und den eCPM für einzelne Advertiser, Placements oder Seitentypen individuell bestimmen können. Durch den hochwertigeren Content auf Publisher-Seite steigt für Advertiser der Anreiz, in Anzeigenslots zu investieren. Publisher wiederum haben einen Anreiz ihre Content-Qualität zu steigern, da sie nur so Teil des lukrativen Google-Netzwerks bleiben. Das führt zu einer höheren Anzahl an Auktionsteilnehmern – bestehend aus qualitativ hochwertigen Publishern und Agenturen mit höchst potenten Kunden – was ein weiteres Indiz für die Relevanz von Google AdExchange im Zusammenhang mit einer umfassenden Monetarisierungsstrategie ist.


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