Donnerstag, 5. November 2009
16:22
Gib dem Affen keinen Zucker
Wenn man die Kraft impulsiver und nicht immer vernünftiger Entscheidungen für Kaufimpulse nutzen möchte, sollte man für hungrige Kundschaft sorgen. Also bitte keine Bonbons, Kekse oder Cola im Servicebereich. Hungerbedingt bekommen wir nämlich nicht nur schlechte Laune, sondern wir verlieren auch unser gutes Beurteilungsvermögen und neigen zu irrationalem Handeln.Dass schlechte Laune und Kaufen in Relation stehen, weiß zumindest die Frauenwelt schon lang, der unglückliche XX-Träger geht shoppen. Nicht zum Trost, sondern weil wir nicht anders können. (kleiner Chauviwitz) Und Unterzucker macht nunmal launisch. Eine Studie hat das nun belegt.
“Es zeigte sich, dass die Probanden, die die zuckerfreie Limonade tranken, häufiger impulsiver entschieden und insgesamt schlechtere Entscheidungen trafen. […] Unsere schlechte Stimmung ist demnach nur ein „heruntergekommener“, schwächelnder präfrontaler Cortex.“
(Neurosience meets Marketing)
Wenn wir also nicht für Euphorie beim Kunden sorgen können, versauen wir ihm eben gezielt die Laune. Auch schlechte Laune macht Kauflaune...
(Pic: © Lichtmaler - Fotolia.com)
Geschrieben von Esther Rudolph in Neuromarketing
15 Kommentare - 2 Trackbacks


Kommentare
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Esther Rudolph:
(Hab ich nicht ein hübsches Bild ausgesucht? - Mittagessen ist leider ausgefallen...)Frank:
Hattest du uns nicht eigentlich ein Bild von dir und - wenn ich mich richtig erinnere - deiner Schwester versprochen?Hoffe, es gab Abenbrot für dich.
Esther Rudolph:
Von uns gibt es aber nicht solche Fotos (glaub ich). (satte Grüße von der Donau an den Rhein)Frank @ SEO Marketing Blog:
Hihi - der Ansatz gefällt mir, potentielle Käufer aushungern bis sie nicht mehr klar denken können & impulsiv fehlgesteuert einfach alles kaufen.Ich glaub ich mach mit meinen Kunden mal ein gesponsertes Fasten-Seminar weekend mit abschließender Verkaufsshow
Esther Rudolph:
Schöne Idee, ich hoffe auf einen Bericht.Allerdings empfehle ich die Verkaufshow in der frühen Fastenphase, nach den ersten drei Tagen ist nämlich Happiness angesagt (ist wirklich so...)
Frank @ SEO Marketing Blog:
Deswegen hatte ich ja nur das weekend im Auge - nee Quatsch, war Zufall - wusste ich so nicht.Um es kurz weiter zu spinnen: mit der Info im Rücken könnte man ja alle Fasten-Phasen mitnehmen - erste Verkaufsoffensive nach 1-2 Fastentagen für die unzufriedenen orientierungslosen Frustkäufer und am Ende der Fastenwoche gezielt die euphorischen Hapiness-Shopper beglücken ...
Falls ich mal nicht genug zu tun haben sollte (gibt´s nicht
Esther Rudolph:
Ha, das riecht nach Geschäftsmodell(Und was erfahrungsgemäß besonders gut läuft - ab Tag 4 - Koch- und Backutensilien. Nie ist der Backwahn größer. Die ganz teuren Sachen. Butterfahrt zu Manufaktum wär ideal.)
Bernd:
Könnte man aus dem Bericht schließen, dass für Deutschland also bald goldene Zeiten anbrechen könnten.Schwarz - gelb sorgt ja ausreichend für schlechte Laune und damit sollte die Binnenkonjunktur ja wunderbar anspringen!
Esther Rudolph:
Jetzt ist bestimmt die Strategie, die hinter allem steht, enttarnt. Die Politiker sind in Wirklichkeit alle gerissene Neurowissenschaftler...Bedenklich an der Sache ist ja eigentlich nur, dass es um irrationale (Kauf-)Entscheidungen geht. Vermutlich auf Dauer auch nicht der Bringer - außer wir wollen endgültig in Müll versinken.
Nicola Straub:
Das widerspricht aber DIESER Studie hier:http://www.shopanbieter.de/news/archives/2376-Wenn-Kunden-freiwillig-mehr-bezahlen-II.html
"Wenn Kunden freiwillig mehr bezahlen kann es an der Anerkenntnis von Fairness liegen - oder sie haben gerade zuvor einfach etwas Süßes gegessen...
Schon länger wurde vermutet, dass Süßes "bittere Preise versüße". Nun haben Forscher dies experimentell belegen können."
Herzlich, Nicola
Annette Hahn:
Also wenn Zucker nicht glücklich macht, weiss ich auch nicht; ich möchte jedenfalls nicht drauf verzichtenDaily:
Impulsive Kauf ohne Zucker verursacht auch Impulsive Rückgabe von gekauften Sachen, also der Umsatz steigt nicht wirklicheditiert, weil es Keyword-Verlinkungen hier nicht umsonst gibt.:
Man sagt ja auch nicht umsonst, dass man nicht mit Hunger einkaufen gehen soll. Man ertappt sich ja auch selbst dabei, dass man andere Dinge im Einkaufswagen vorfindet. Also doch lieber dem Internetshopping verfallenMartin Brödl:
Das würde dann bedeuten, daß Apple-Käufer und Porsche-Fahrer zu wenig Cola trinken? Oder im Umkehrschluß: Macht Cola-Verzicht reich?Frank Herold:
Wie ich aus eigener Erfahrung während der vergangenen 4 Wochen bestätigen kann, macht Cola-Verzicht zumindest ein wenig schlanker.Kommentar schreiben