Dienstag, 12. Januar 2010
08:21
(Wieder eine) Studie zu Social Media
Wie wichtig ein Wort ist, zeigt das Phänomen "Social Media". Nicht nur, dass es sehr oft und fälschlicherweise ohne das Kürzel Marketing auskommt, was dem Ganzen einen Anstrich gibt, als ob es nicht um Geld gehe, dabei tut es das bei Marketing bekanntlich immer, es wird auch von denen gefeiert, die es noch vor kurzem fürchteten - es ist scheinbar alles eine Frage der Perspektive.
Einst hatte es was von "1984 2.0", als vor Jahren dieses Video die Runde machte:
Heute wird versucht, vom Prosumenten zu sprechen, dem Konsumenten 2.0. - und nennte das Ganze "Social Media". Doch wo ist der Unterschied?
Ich kann ihn auch in der jüngsten Studie ("The Future of The Social Web") nicht erkennen - auch wenn diese von Forrester Research veeröffentlicht wurde. Es ist ein großspuriges, vollmundiges Stück, äh, Schriftstück, das sich in Beschreibungen und Mutmaßungen ergeht und nicht wirklich Neues produziert.
The Five Eras of the Social Web:
1) Era of Social Relationships: People connect to others and share
2) Era of Social Functionality: Social networks become like operating system
3) Era of Social Colonization: Every experience can now be social
4) Era of Social Context: Personalized and accurate content
5) Era of Social Commerce: Communities define future products and services
Klar, die Grafik macht mords was her, aber sagt sie was Neues aus? Schlagwortgeschwader. Kanonen auf Spatzen.
Kinnas, Kinnas, es wird immer so sein: Einer macht eine Erfindung, zwei andere ergänzen sie oder leiten wiederum was Ähnliches daraus ab, drei schreiben darüber, worüber wieder vier schreiben, dann fünf. Dann nutzen es viele (für eine Weile, denn sind diese modernen Netzwerke oder Communities wirklich etwas anderes als eine Versammlung der Adabeis 2.0.? Nö.) Jetzt kommen die Soziologen ins Spiel und weitere Theoretiker. Zuletzt treten Experten auf den Plan und im Fernsehen auf. Und während hier der Hype besprochen und damit sein Ende eingeläuetet wird (siehe ausgestiegen.com), wartet Masse wieder auf den einen, der etwas erfindet. Und dann heißt es nicht mehr "Social Media", sondern eventuell GIB (Global Individual Broadcasting) - und es wird wieder tolle Artikel und Grafiken geben. Völlig egal. Immer dasselbe. Und nie richtig. Immer noch verstehen die wenigsten, dass es ein Unterschied ist, ob man mit Menschen verbunden ist - oder den Menschen verbunden ist. Einige aber verstehen das und profitieren davon.
Lasst euch nicht verrückt machen. Macht lieber gute Geschäfte. Gute Geschäfte für euch. Gute Geschäfte für eure Kunden. Sozialer geht's nicht. Und wahrscheinlich auch nicht erfolgreicher ...
Einst hatte es was von "1984 2.0", als vor Jahren dieses Video die Runde machte:
Heute wird versucht, vom Prosumenten zu sprechen, dem Konsumenten 2.0. - und nennte das Ganze "Social Media". Doch wo ist der Unterschied?
Ich kann ihn auch in der jüngsten Studie ("The Future of The Social Web") nicht erkennen - auch wenn diese von Forrester Research veeröffentlicht wurde. Es ist ein großspuriges, vollmundiges Stück, äh, Schriftstück, das sich in Beschreibungen und Mutmaßungen ergeht und nicht wirklich Neues produziert.
The Five Eras of the Social Web: 1) Era of Social Relationships: People connect to others and share
2) Era of Social Functionality: Social networks become like operating system
3) Era of Social Colonization: Every experience can now be social
4) Era of Social Context: Personalized and accurate content
5) Era of Social Commerce: Communities define future products and services
Klar, die Grafik macht mords was her, aber sagt sie was Neues aus? Schlagwortgeschwader. Kanonen auf Spatzen.
Kinnas, Kinnas, es wird immer so sein: Einer macht eine Erfindung, zwei andere ergänzen sie oder leiten wiederum was Ähnliches daraus ab, drei schreiben darüber, worüber wieder vier schreiben, dann fünf. Dann nutzen es viele (für eine Weile, denn sind diese modernen Netzwerke oder Communities wirklich etwas anderes als eine Versammlung der Adabeis 2.0.? Nö.) Jetzt kommen die Soziologen ins Spiel und weitere Theoretiker. Zuletzt treten Experten auf den Plan und im Fernsehen auf. Und während hier der Hype besprochen und damit sein Ende eingeläuetet wird (siehe ausgestiegen.com), wartet Masse wieder auf den einen, der etwas erfindet. Und dann heißt es nicht mehr "Social Media", sondern eventuell GIB (Global Individual Broadcasting) - und es wird wieder tolle Artikel und Grafiken geben. Völlig egal. Immer dasselbe. Und nie richtig. Immer noch verstehen die wenigsten, dass es ein Unterschied ist, ob man mit Menschen verbunden ist - oder den Menschen verbunden ist. Einige aber verstehen das und profitieren davon.
Lasst euch nicht verrückt machen. Macht lieber gute Geschäfte. Gute Geschäfte für euch. Gute Geschäfte für eure Kunden. Sozialer geht's nicht. Und wahrscheinlich auch nicht erfolgreicher ...
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
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Tags für diesen Artikel: forrester research


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