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Das Unwort des Jahres

Es war keine wirkliche Überraschnung, nachdem man schon in den Vorabmeldungen davon erfuhr, dass dieses Kompsitum auf der Vorschlagsliste steht:

betriebsratsverseucht

wurde zum Unwort des Jahres erkoren.

Wirklich im aktuellen Sprachgebrauch der Allgemeinheit ist es ja nicht. Aber Abteilungsleiter einer Baumarktkette sollen dies angeblich nutzen, wenn ein Mitarbeiter von einer Filiale mit Betriebsrat in eine Filiale ohne Betriebsrat wechseln wolle. Erschließt sich mir jetzt nicht. Ich würde es ja eher verstehen, wenn ein Investor dies als Begründung anführe, wenn er von einem Kauf zurücktritt. Wort wäre aber natürlich trotzdem bä!

Silber und Bronze gingen an "Flüchtlingsbekämpfung" (A. Merkel) bzw. „Intelligente Wirksysteme“ der Firma „Gesellschaft für Intelligente Wirksysteme mbH“ (technologisch hochentwickelte Munition)

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Kommentare

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Roland:

Hallo erstmal :-)

Jetzt muss ich auch mal was schreiben. Mir gefällt das Wort. Nicht jeder findet einen Betriebsrat gut, schon gar nicht, wenn der auch noch "gewerkschaftsverseucht" ist. Ein Beispiel:

Ich hatte in einem Unternehmen mit 170 Arbeitnehmern gearbeitet und wir hatten keinen Betriebsrat. Als dann jemand einen Gründen wollte, und klar wurde, dass derjenige offenbar einer Gewerkschaft angehört, haben sich knapp 60% gegen einen Betriebsrat ausgesprochen weil viele der Ansicht waren, ohne ginge es besser, flexibler und unbürokratischer. Es wurde doch einer gegründet. Ergebnis: Davor ging man zu seinem Vorgesetzten, hat sich beschwert und es wurde binnen einer Woche eine Lösung gefunden. Jetzt wurden Probleme an den Betriebsrat weitergegeben, der dann nichts unternommen hat, weil er erstmal mit der Führungsetage verhandelt und nicht an der Wurzel des Problems. Lösung: Oft keine oder nur Kompromisse.

Von daher kann ich es sehr gut verstehen, wenn ein Unternehmen "betriebsratsverseucht" ist.

Viele Grüße!
12:49

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