Mittwoch, 20. Januar 2010
16:41
Presseverhinderer lieben Versalien
Leuteleute... Leider wissen scheinbar die wenigsten Menschen, was Versalien sind. Das sind schlicht Großbuchstaben. Die sind ja an sich nicht verboten. Aber wenn irgendwelche PR-Fuzzis (und ich bin ja selbst eine davon) mir mit diesen Großbuchstaben auf den Geist gehen wollen, bitteschön. Beliebt macht man sich bei Journalisten anders.
Gerade redigiere ich eine Online-Nachricht. Das ist nichts Spektakuläres. Jemand hat ein neues Produkt entwickelt, wir berichten in der Fachwelt darüber. So weit, so gut. Wenn aber dieser Jemand meint, es wäre toll, wenn man seinen Firmennamen immer in VERSALIEN schreibt, dann täuscht er sich.
Wenn in den Medien alle Firmen-, Marken- oder Produktnamen so geschrieben würden, wie die Firmen das gern hätten, wären die Leser sicher ein wenig verwirrt. Die wüssten nämlich gar nicht mehr, wann man was groß oder in Versalien oder irgendwie komisch gemischt schreibt.
Gerade habe ich in einem Text sage und schreiben zehnmal den Firmennamen von Versalien in Gemischte (so heißt das, wenn vorn ein Großbuchstabe steht und es dann klein weitergeht) umgewandelt. Danach habe ich dann ungefähr fünf Mal den Firmennamen entfernt, weil das sozusagen Namen-SPAM war. Das macht wirklich keinen Spaß! Und ich mache das heute schon zum zweiten Mal!
Dass ich mit dem Text ansonsten nicht sehr gnädig umgehe, versteht sich von selbst. Dabei hoffen doch die Presseverhinderer, dass ich ihn möglichst unredigiert übernehme.
Ob ich beim nächsten Mal die selbe Geduld aufbringe? Oder den Text lieber ganz unter den Tisch fallen lasse?
Gerade redigiere ich eine Online-Nachricht. Das ist nichts Spektakuläres. Jemand hat ein neues Produkt entwickelt, wir berichten in der Fachwelt darüber. So weit, so gut. Wenn aber dieser Jemand meint, es wäre toll, wenn man seinen Firmennamen immer in VERSALIEN schreibt, dann täuscht er sich.
Wenn in den Medien alle Firmen-, Marken- oder Produktnamen so geschrieben würden, wie die Firmen das gern hätten, wären die Leser sicher ein wenig verwirrt. Die wüssten nämlich gar nicht mehr, wann man was groß oder in Versalien oder irgendwie komisch gemischt schreibt.
Gerade habe ich in einem Text sage und schreiben zehnmal den Firmennamen von Versalien in Gemischte (so heißt das, wenn vorn ein Großbuchstabe steht und es dann klein weitergeht) umgewandelt. Danach habe ich dann ungefähr fünf Mal den Firmennamen entfernt, weil das sozusagen Namen-SPAM war. Das macht wirklich keinen Spaß! Und ich mache das heute schon zum zweiten Mal!
Dass ich mit dem Text ansonsten nicht sehr gnädig umgehe, versteht sich von selbst. Dabei hoffen doch die Presseverhinderer, dass ich ihn möglichst unredigiert übernehme.
Ob ich beim nächsten Mal die selbe Geduld aufbringe? Oder den Text lieber ganz unter den Tisch fallen lasse?
Geschrieben von Frauke Weber in Public Relations
3 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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bayrak:
Thanks for writing. Herzlichen Glückwunsch zu einem sehr schönen Orttessgess:
Auch ich habe Erfahrung als PR-Fuzzie in einer Agentur und musste feststellen, dass jedoch gerade Auftraggeber auf Versalien stehen. Firmennamen, Produkte, Orte - alles "Wichtige" GROß. Doch der übermäßige Gebrauch von Versalien und vor allem bei nicht wirklich inhaltlichen Hervorhebung (den Firmennamen bekommt man ja normalerweise schon mit) werden Texte schwerer lesbar und wie du so schön sagst, zur Geduldsprobe...Einzig im Betreff, finde ich persönlich Versalien teilweise angebracht (z.B. BUCHPRÄSENTATION xyz um 10.00Uhr, im xy)
Michael Kirchner:
Ich muss zugeben, wenn ich in Fließtexten über mein Magazin für Fotografiehttp://www.fotografr.de
schreibe, dann verwende ich auch Großbuchstaben: FOTOGRAFR
Finden Sie das jetzt affektiert oder nicht angebracht?
Ich sehe das eigentlich so, dass FOTOGRAFR eine Wortmarke ist, die eben groß geschrieben wird, aber ich bin ja lernfähig
Gruß Michael
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