Dienstag, 2. Februar 2010
12:07
Es Lo Último: Das Kostenlos-Kaufhaus
Hassloch in der Pfalz hat für die Marktforschung in Deutschland eine ganz besondere Bedeutung. Markenartikler präsentieren hier Waren, die der Rest der Republik womöglich nie zu Gesicht bekommt, nämlich dann nicht, wenn sie von den Hasslocherinnen und Hasslochern nicht in dem Maße angenommen werden, wie man des seitens des Produzenten gerne hätte. Schlecht? Weg. Nächstes!
Eine andere Möglichkeit zur Erhebung zumindest semirealistischer Marktdaten hat nun, wie die Zeit vor kurzem berichtete, in Barcelona seine Pforten geöffnet - und weitere Läden in Spanien sowie ganz Europa, auch in Berlin, sollen folgen.
Das Konzept ist ein bisschen anders - und hat einen gravierenden Unterschied zu Hassloch: Hier muss man keinen Vollpreis zahlen! Im Grunde bezahlt man gar nichts. Motto: "Daten gegen Waren".
Und da dies wohl im Bereich Einkaufen und Marktfoschung so was ist wie der letzte Schrei, heißt der Laden auch so: "Es Lo Último". Jeder Kunde erhält dort monatlich bis zu zehn neue Produkte kostenlos. Voraussetzung: Er hat sich auf einer Webseite registriert, hat seinen Ausweis dabei und seine Mitgliedsgebühr (5 € pro Halbjahr) bezahlt.
Die Auswahl ist so groß (noch) nicht. Rund 50 Produkte stehen zur Auswahl. Die Hersteller dieser Artikel erhalten dafür im Gegenzug Informationen über Käufer und deren Verhalten. Barcelona = Hassloch 2.0?
Nun, so richtig real life ist es ja nicht, aber es ist bestimmt realistischer und aussagekräftiger als die bisher üblichen Befragungen in sterilen Räumen. Aber es halt doch auch nur bedingt tauglich, denn es setzt eine gewisse Affinität zu "neuen Medien" voraus und der Kauf in diesem Kaufhaus ist eine konstruierte Situation. Das ist in Hassloch (Pfalz), Deutschlands durchschnittlichster Stadt, anders. Da kaufen die Menschen ein, wo sie sonst auch einkaufen, nur eben mit einem etwas anderen Angebot.
Eine andere Möglichkeit zur Erhebung zumindest semirealistischer Marktdaten hat nun, wie die Zeit vor kurzem berichtete, in Barcelona seine Pforten geöffnet - und weitere Läden in Spanien sowie ganz Europa, auch in Berlin, sollen folgen.
Das Konzept ist ein bisschen anders - und hat einen gravierenden Unterschied zu Hassloch: Hier muss man keinen Vollpreis zahlen! Im Grunde bezahlt man gar nichts. Motto: "Daten gegen Waren".
Und da dies wohl im Bereich Einkaufen und Marktfoschung so was ist wie der letzte Schrei, heißt der Laden auch so: "Es Lo Último". Jeder Kunde erhält dort monatlich bis zu zehn neue Produkte kostenlos. Voraussetzung: Er hat sich auf einer Webseite registriert, hat seinen Ausweis dabei und seine Mitgliedsgebühr (5 € pro Halbjahr) bezahlt.
Die Auswahl ist so groß (noch) nicht. Rund 50 Produkte stehen zur Auswahl. Die Hersteller dieser Artikel erhalten dafür im Gegenzug Informationen über Käufer und deren Verhalten. Barcelona = Hassloch 2.0?
Nun, so richtig real life ist es ja nicht, aber es ist bestimmt realistischer und aussagekräftiger als die bisher üblichen Befragungen in sterilen Räumen. Aber es halt doch auch nur bedingt tauglich, denn es setzt eine gewisse Affinität zu "neuen Medien" voraus und der Kauf in diesem Kaufhaus ist eine konstruierte Situation. Das ist in Hassloch (Pfalz), Deutschlands durchschnittlichster Stadt, anders. Da kaufen die Menschen ein, wo sie sonst auch einkaufen, nur eben mit einem etwas anderen Angebot.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Markt- und Meinungsforschung
1 Kommentar - 1 Trackback


Kommentare
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ZuVieleKoeche:
Da gibt es aber wirklich viele Ungenauigkeiten. Zum einen ist der Preis ja oft doch auch kaufentscheidend zum anderen gibt es auch die Einstellung "wenn lau - dann jau" (wie man im westfälischen sagt). Das man tatsächlich anhand so eines Test vorhersagen kann, ob ein Produkt ein Flopp wird oder nicht, halte ich doch für äußerst unwahrscheinlich.Kommentar schreiben