Mittwoch, 17. Februar 2010
17:55
Alles verkauft - bloß kein Sex
Sex sells? Ein Ammenmärchen.
Werbung, die von sehr vielen als gut bezeichnet wird, kommt ganz und gar ohne ein explizites "Kauf mich, du Sau!" aus. Vielmehr wird an das Gefühl appelliert, es wird versucht, eine Begehrlichkeit zu wecken, Lust auf etwas zu machen. Die Kenntnis, wie man diese bzw. sich letzlich befriedigt, wird vorausgesetzt. Gute Geschäfte macht man schließlich im allgemeinen ja auch in guten Geschäften - und nicht in einem Puff.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass dieselben Mechanismen auch angeblich beim Selfmarketing funktionieren. So zumindest ein Ergebnis einer Umfage von ElitePartner.de. Das Internetportal für "Akademiker & Singles mit Niveau" (wobei ich ja nie weiß, was ich aus diesem Claim lesen soll: Sind Akademiker und Singles immer was anderes? Oder sind sie immer Single, haben aber, im Gegensatz zu nichtakademischen Singles, kein Niveau. Oder ist das Niveau bei einem Akademiker egal, weil Geld? Keine Ahnung, ist aber auch jetzt nicht so unmitelbar das Thema. Also jene Plattform ...) veröffentlichte eine Themen-TopTen beim ersten Date.
Und welch Überraschung: Genau so, wie jeder kommerzielle Anbieter nicht sagt, was er wirklich will - nämlich sein Produkt / seine Dienstleistung für möglichst viel Geld gekauft wird - sagt beim ersten Date keiner, was er wirklich will. Statt dessen versucht man sich mit folgenden Krücken:
1. Anekdoten aus dem Alltag (44%)
2. Träume und Visionen (42%)
3. Reisen (41%)
4. Beruf, Arbeitsleben (40%)
5. Aktuelles Zeitgeschehen (26%)
6. Philosophische Gedanken und Themen (24%)
7. Zukunftspläne (21%)
8. Interessante Bücher (16%)
9. Filme, Theaterstücke (14%)
10. Sport (9%)
Die Frage aber, die wirklich interessant ist, wird nicht beantwortet.
Wann kam es denn zum ... Kauf?
Aber vielleicht will man das ja heutzutage gar nicht mehr? Vielleicht ist es einfach angesagter, politisch korrekter, in aller Munde, denn in aller Bettensitz zu sein.
Werbung, die von sehr vielen als gut bezeichnet wird, kommt ganz und gar ohne ein explizites "Kauf mich, du Sau!" aus. Vielmehr wird an das Gefühl appelliert, es wird versucht, eine Begehrlichkeit zu wecken, Lust auf etwas zu machen. Die Kenntnis, wie man diese bzw. sich letzlich befriedigt, wird vorausgesetzt. Gute Geschäfte macht man schließlich im allgemeinen ja auch in guten Geschäften - und nicht in einem Puff.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass dieselben Mechanismen auch angeblich beim Selfmarketing funktionieren. So zumindest ein Ergebnis einer Umfage von ElitePartner.de. Das Internetportal für "Akademiker & Singles mit Niveau" (wobei ich ja nie weiß, was ich aus diesem Claim lesen soll: Sind Akademiker und Singles immer was anderes? Oder sind sie immer Single, haben aber, im Gegensatz zu nichtakademischen Singles, kein Niveau. Oder ist das Niveau bei einem Akademiker egal, weil Geld? Keine Ahnung, ist aber auch jetzt nicht so unmitelbar das Thema. Also jene Plattform ...) veröffentlichte eine Themen-TopTen beim ersten Date.
Und welch Überraschung: Genau so, wie jeder kommerzielle Anbieter nicht sagt, was er wirklich will - nämlich sein Produkt / seine Dienstleistung für möglichst viel Geld gekauft wird - sagt beim ersten Date keiner, was er wirklich will. Statt dessen versucht man sich mit folgenden Krücken:
1. Anekdoten aus dem Alltag (44%)
2. Träume und Visionen (42%)
3. Reisen (41%)
4. Beruf, Arbeitsleben (40%)
5. Aktuelles Zeitgeschehen (26%)
6. Philosophische Gedanken und Themen (24%)
7. Zukunftspläne (21%)
8. Interessante Bücher (16%)
9. Filme, Theaterstücke (14%)
10. Sport (9%)
Die Frage aber, die wirklich interessant ist, wird nicht beantwortet.
Wann kam es denn zum ... Kauf?
Aber vielleicht will man das ja heutzutage gar nicht mehr? Vielleicht ist es einfach angesagter, politisch korrekter, in aller Munde, denn in aller Be
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Gendermarketing
1 Kommentar - 0 Trackbacks
Kommentare
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Esther:
In aller Munde, haha!Kommentar schreiben