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Chart der Woche

Eines der beliebtesten Mittel, um komplexe Sachverhalte suggestiv zu simplifizieren, besteht ja in ihrer grafischen Darstellung. Ein Chart ist wohl in der Tat die effektivste Methode der deskriptiven Informationsdichte. Deshalb möchten wir uns dem auch einmal annehmen.

Den Anfang macht dabei das Ergebnis einer über mehrere Jahrzehnte laufenden Subjektivstudie zum Thema "Kommunikation". Der Graph zeigt deutlich die Quantitäts-Qualitäts-Korrelation, wie sie sowohl in schriftlicher wie auch verbaler Sprachmitteilung Usus ist.
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Kommentare

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Gisbert Wegener:

Mein Chart der Woche war in der Tagesschau zu sehen anlässlich der Erhöhung des Militärkontigents in Afghanistan.

Nämlich so:

Die gegenwärtige Mannstärke von 4500 Soldaten wurde durch zehn symbolische Männchen erhöht.

Die Anzahl der zusätzlichen Soldaten beträgt 500.

Nun sollte man meinen, dass diese Zahl durch ein symbolisches Männchen illustriert wird (= circa ein Zehntel von 4.500), aber weit gefehlt. Die Tagesschau nimmt gleich drei.

So wird dann die Zahl der in Afghanistan stationierten deutschen Soldaten zumindest symbolisch "deutlich" erhöht.
13:54

Carolin:

Wie heißt es so schön in der PR: Eine Pressemitteilung ist nicht dann perfekt, wenn ihr nichts mehr hinzuzufügen ist, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.

Leider hat sich diese Maxime noch nicht zu den sogenannten "Entscheidern" durchgeschlagen. Diese erwarten immer noch wortreiche Traktate, gefüllt mit den blumigsten Superlativen. Wenn man doch einfach nur seinen Job machen könnte...
16:02

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