Warum man mit Werbebriefen Kunden gewinnt - immer noch
Fasst man den Werbebrief etwas weiter, dann heißt er Direct-Mail (auch: Direktmailing). Und ein Direct-Mail besteht meist aus mehr Elementen als nur dem Anschreiben. Es kann Antwortpostkarte oder Faxformular enthalten, oft liegt ein Werbe-Flyer bei, manchmal Broschüren oder gar Kataloge. Und Direct-Mail ist ein Milliarden-Markt.
Der Werbebrief – ein altes Fossil vom Aussterben bedroht?
1,7 Milliarden Euro gaben deutsche Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 für Direct-Mail (Werbesendung per Post) aus, sagt der Nielsen Direct Mail Statusbericht. Das sind 14% des Bruttowerbeumsatzes in Deutschland. Tendenz steigend. Beeindruckend, für so ein altes “Arbeitsross”, nicht wahr? Aber, es gibt noch ein beeindruckenderes Signal, dass Werbebriefe wirken.
Google! Wenn einer weiß, was Online-Werbung ist, dann ist es dieses Unternehmen, oder nicht? Und kürzlich habe ich eine ganz erstaunliche Entdeckung gemacht: Als professioneller Direktmarketer bin ich natürlich Kunde von Google. Die haben alle Daten von mir, inklusive der Erlaubnis, mir Werbe-e-Mails zu schicken. Das tun sie aber nicht. Vielleicht denkt jetzt der ein oder andere: Na, ist klar; die haben es nicht nötig.
Doch doch, Google wirbt. Sogar recht regelmäßig. Nur, sie schicken mir keine e-Mails. Der dickste Fisch im Online-Werbe-Business, vielleicht sogar überhaupt im Business, schickt mir gute alte Werbebriefe – und zwar nichts anderes als Werbebriefe.
Wann wirkt ein Werbebrief?
Damit ein Brief gelesen wird, muss er zuerst ein mal geöffnet werden. Die Verpackung ist also wichtig. Ob hochwertiger Umschlag und Sondermarke oder grellbunt und ausgefallenes Format – entscheidend ist, dass man unter den vielen Möglichkeiten diejenigen auswählt, die
- keine falschen Erwartungen hervorrufen und
- bei der Zielgruppe Aufmerksamkeit erregen.
Wenn der Empfänger den Brief geöffnet hat, dann kommt die nächste Hürde: Er soll den Brief lesen. Diese Hürde ist hoch. Oft werden Briefe noch geöffnet und dann nach flüchtigem Blick auf das Akquise Anschreiben in den Papierkorb geworfen.
Deshalb kommt es auf Layout und Botschaft an. Gutes Layout führt den Leser rasant durch den Brief. In weniger als 10 Sekunden muss der Leser erkennen, dass der Brief für ihn ist, dass er leicht zu lesen sein wird und dass er eine Botschaft enthält, die es lohnt, näher zu betrachten.
Die Botschaft, in der Regel ein Angebot an den Leser, wird mit der Überschrift und durch Hervorhebungen im Text (zum Beispiel fett oder unterstrichen) sofort rüber gebracht.
Und ein Werbebrief muss dem Leser sagen, was er als nächstes tun soll, wenn ihm das Angebot gefällt. Das nennt man "call to action" und wird oft stiefmütterlich behandelt. So ist zum Beispiel “Für Rückfragen steht Ihnen gerne jederzeit Herr X zur Verfügung” kein call for action. Und das beliebte “Ich rufe Sie in den nächsten Tagen an” ist gar ein call to action killer, was immer davor oder danach noch an call to action kommen mag.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie mehr neues Geschäft brauchen oder wollen, dann wollen Sie vielleicht jetzt auch mal schauen, wie Sie mit einem Werbebrief losschlagen können. Deshalb hier 3 Links zu weiterführenden Artikeln, die Ihnen dabei helfen werden einen klasse Werbebrief zu schreiben.
- Die Überschrift, die den Leser in den Text zieht
- Die Botschaft! Worauf es bei einem attraktiven Angebot ankommt
- e-Book: Wann Werbebriefe Wirkung zeigen (PDF-Format)
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Der Text ist ein Auszug aus meinem monatlichen Direktmarketing-Newsletter. Mehr Info dazu hier ..


Kommentare
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DL:
Mir gefällt besonders gut der Hinweis auf den Call for Action, der gewöhnlich den Werbebriefen ("Mailings" fehlt.Sandra:
Sehr informativ! Gut zu wissen, dass man als Fan des guten alten Briefes nicht allein da steht und auch seine Wirkung als Werbemittel nicht unterschätzt wird.Danke!
M. Förster:
Den Werbebrief brauche ich doch schon allein dann, wenn ich keine email-Adressen habe, an die ich aussenden darf. Weil ich z.B. neu im Business bin. Und Social media ist ja nun nicht das Medium, um massenweise Werbebotschaften zu verteilen. Wer das tut, hat bald keine Fans mehr.Jörg:
Es ist doch gut zu wissen das der Werbebrief noch so einen hohen Stellenwert hat. Es ist nur schade wenn er bei allen Bemühungen dann doch nicht richtig gelesen wird.Gerold Braun:
genau Jörg, Du triffst den Nagel auf den Kopf. Wenn sich der Empfänger mit dem Werbebrief abmühen muss, wird er ihn nicht lesenDie Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.