Man kann in Blogs berichten (monologisieren) oder bereichern (diskutieren) - und zu Letzterem soll folgende Mitteilung beitragen, die meines Erachtens auch was mit Marketing zu tun hat:
Roosendaal feuert Rodriguez
Abwehrspieler Jose Fortes Rodriguez ist beim niederländischen Erstligisten RBC Roosendaal wegen Schiedsrichter-Beleidigung gefeuert worden.
"Ich habe Respekt vor dem Schiedsrichter. Für jemanden, der Symptome des Down-Syndroms aufweist, hat er eine erstaunliche Karriere gemacht", hatte der 33-Jährige nach seiner Gelb-Roten Karte beim 0:3 von Schlusslicht Rosendaal bei Heracles Almelo in einem TV-Interview erklärt.
Rodriguez droht für den unwürdigen Vergleich des Referees mit behinderten Menschen auch ein Verfahren durch den niederländischen Verband KNVB.
Jetzt die Frage: Warum wurde er gefeuert? Weil er den Schiedsrichter beleidigt hat? Wodurch? Durch den "unwürdigen Vergleich (???) mit behinderten Menschen"?
Nun, ganz davon abgesehen, ...
... dass er keine Menschen nannte,
... nicht den päjorativen Begriff "Mongos" sagte, sondern den Fachausdruck benutzte,
... was diesen Satz aus linguistischer Sicht per se zu einer perfekten Pointe macht,
ist es doch wohl völlig diskretierend, Menschen mit Down-Syndrom als "Waffe" (Mittel zur Beleidigung) zu stigmatisieren.
Fühlen sich diese Menschen beleidigt, wenn man sie so bezeichnet? Oder sind es die Gutmenschen, die auch das "Zwergenwerfen" solange verbaten, bis ein kleinwüchsiger Mensch vor Gericht sein Recht erstritt, sein Geld auf die Art und Weise zu verdienen zu können, die er will?
Wer begrenzt eigentlich den Einfluss der Bedenkenträger und Griesgrämerfürsorge???
Und spätestens diese Frage hat was mit Marketing zu tun ...