Mittwoch, 24. Mai 2006
10:00
Von Werbern und Schustern, Nonnen und Oralverkehr
"Schuster, bleib' bei deinen Leisten" gehört ebenso zum deutschen Sprichwortschatz wie "Der Schuster hat die schlechtesten Schuhe", weil wohl wahr. sagt Ihnen Ihre Agentur auch gerne, dass Sie Ihren USP herausarbeiten sollen, klar kommunizieren müssen, was Sie von Ihren Mitbewerbern unterscheidet, sich eineindeutig positionieren?
Ja, dann vergleichen Sie mal Agenturenstatements. Schlechter geht's nimmer. Wenn Sie das täten, würde der Account Manager, also der Mensch, der Ihr Geld verbrät, zum Geschäftsführer gehen, der Mensch, der Ihr Geld kostet, und um Rat suchen. Der außer zwei Stunden auf dem Zettel vor allem Ihnen nichts bringt.
Wenn Ihnen eine Nonne was über die Freude des Oralverkehrs erzählen würde, kann sie ja Recht haben und vielleicht finden Sie das auch ganz reizvoll, aber dafür nicht sehr wahrscheinlich, dass Sie es von ihr bekommen. Nur mal so ...
Ja, dann vergleichen Sie mal Agenturenstatements. Schlechter geht's nimmer. Wenn Sie das täten, würde der Account Manager, also der Mensch, der Ihr Geld verbrät, zum Geschäftsführer gehen, der Mensch, der Ihr Geld kostet, und um Rat suchen. Der außer zwei Stunden auf dem Zettel vor allem Ihnen nichts bringt.
Wenn Ihnen eine Nonne was über die Freude des Oralverkehrs erzählen würde, kann sie ja Recht haben und vielleicht finden Sie das auch ganz reizvoll, aber dafür nicht sehr wahrscheinlich, dass Sie es von ihr bekommen. Nur mal so ...
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
4 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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Christof Hintze:
Stimmt. Bringt dich aber nicht weiter. Denn die Nonne könnte dich trotzdem davon überzeugen dir mal einen blasen zu lassen. Sex bei Seite.Ich habe 20 Jahre geraucht. 2 Packungen am Tag. Wenn mich jetzt ein Mensch fragen würden, dann würde ich sagen, lasse es. Bringt nichts. Kostete viel Geld. Schmeckt nicht. Macht krank. Und stinkt. Suchst immer nach Feuerzeugen. Musst ständig checken ob noch Zigaretten ausreichend da sind. Ob du Kleingeld hast usw..
Die Antwort: Du kannst gut reden, du hast doch selbst 20 Jahre geraucht.
Somit wüde das bedeuten, dass alle die wissen wie schlecht etwas ist, vor allem aus eigener Erfahrung, genau dass anderen nicht Raten dürfen, nicht zu tun. In diesem Sinn, sind Agenturen perfekt schlecht vorbereitet. Die machen das für sich selbst so übel, das die anderen davon abraten können.
Okay, das mit der Glaubwürdigkeit ist so eine Sache, aber die Kirche ist damit auch gut gefahren, sogar bis in den Himmel.
Somit kann ich Deiner Enthüllung nur eine Tatsache abgewinnen die da lautet.
"Denn nichts ist wahrer oder weniger wahr. Sondern nur mehr oder weniger Wirksam. (Zitat: Antoine de Saint-Exupéry)
Wortführer:
Es ist ein falscher Analogieschluss, dass alle, die wissen, wie schlecht etwas ist, vor allem aus eigener Erfahrung, genau das anderen nicht raten dürfen, nicht zu tun.Sie sollten sich nur nicht hinstellen und denjenigen, der es tut, verdammen. Außerdem reden wir in dem Fall ja auch nicht über vergangene Sünden und neue Erkenntnisse. Vergleichbar wäre es eher mit einem 5-Sterne-Koch, dessen Restaurants stets von den Gesundheitsbehörden geschlossen werden.
Obwohl auch hier gilt, nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich.
Ich bleibe dabei: Agenturen, die mir was vom Zwang der Differenzierung erzählen, sind für mich unglaubwürdig, wenn sie als ihren USP z.B. "integrierte Kommunikation" herausstellen. Am besten noch "über alle Kanäle", denn da weiß man, hier textet der Kontakter selbst
Christof Hintze:
Das ist wieder ein anderes Thema. Das die nix können, steht auf einem anderen Blatt. Die hängen einfach alle Angelhaken mit allen Ködern in die werbungtreibende Branche und hoffen das so ein dummer Kundekarpfen anirgendeinem hängen bleibt. Die hängen so viele Köder aus, das der Kundefisch nicht in einen Köder beißt, sondern mit dem Augen an einem Hacken hängen bleibt.Nix können und alles behaupten. Kennen wir das nicht irgendwo her?
Deshalb bin ich bei dir, aber es verbessert unsere Lage nicht. Die versprechen alle und halten nix. Schnappen uns aber einen Fisch nach dem anderen vor der Angel weg.
Wir sind so höflich und bringen es nicht über die Lippen diesen ganzen Quatsch einfach zu behaupten und deshalb schwimmen die Kundenfische an uns vorüber wie in einem Aquarium.
Also: Die einzige Frage die sich aus diesem Dialog mir stellt lautet: Wie blöde, ignorant und großspurig muss man eigentlich sein um erfolgreich zu werden. Denn mit schlau, gut und sinnvoll kommst du man gar nicht weiter.
Heiko:
Das war das Thema von Anfang an. Und jammern bringt nichts, lamentieren bringt nichts und kopieren bringt auch nichts. Und auch aufzulisten, was nichts bringt, bringt nichts.Man muss sie lassen und an sich glauben und was dafür tun, dass andere das auch tun. Du kannst ja mal an die Unternehmen, die du aben magst, ne Vermisstenanzeige stellen, ggfs mit nem gefakten Logo deren aktueller Agentur. "Wann haben Sie zuletzt unseren Chef gesehen?" Bei Vistaprint gibt's billig Postkarten
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