Donnerstag, 28. Juli 2011
06:28
Julia Roberts - zu schön, um wahr zu sein
In Großbritannien musste L'Oréal diese Werbung mit Julia Roberts aufgrund extremen Photoshopeinsatzes zurückziehen:

Das beschloss die britische Werbeaufsicht nach Intervention der liberaldemokratischen Parlamentsabgeordnete Jo Swinson. In Zeiten steigenden Schönheitswahns und zunehmender Essstörungen bei jungen Mädchen erwecke diese Werbung den Eindruck, das Make-Up könne Wunder bewirken.
Nun könnte man natürlich fragen, wohin das noch führen soll, wenn das Unterhaus über die Oberschicht entscheidet, aber da den Gag eh keiner erkennt, lassen wir das. Soll nun wirklich Wirklichkeit gezeigt werden? Da reicht ja ein Gang vor die Haustüre, eine Fahrt mit Bus und Bahn. Und es wird immer Menschen geben, deren Äußeres von sehr vielen Menschen als sehr schön wahrgenommen wird. Und klar erscheinen diese Menschen noch schöner, wenn sie Kosmetikprodukte richtig einsetzen. Bei Hässlichen dagegen helfen auch die null. Bei manchen würde ja schon der Einsatz von Wasser Wunder wirken. Wollen wir nun auch Dihydridoxid (H2O) verbieten?
Hoppla, schon wieder ein Gag ohne Massenwirkung. Egal. Verbieten ist dumm. Das ist destruktiv. Das ist nicht unsere Welt. Hirn hilft. Kritisch bleiben ist gut. Bloß kritisieren ist billig. Und das kann man über die Premium-Produkte aus dem Hause L'Oréal ja nun wirklich nicht sagen.

Nun könnte man natürlich fragen, wohin das noch führen soll, wenn das Unterhaus über die Oberschicht entscheidet, aber da den Gag eh keiner erkennt, lassen wir das. Soll nun wirklich Wirklichkeit gezeigt werden? Da reicht ja ein Gang vor die Haustüre, eine Fahrt mit Bus und Bahn. Und es wird immer Menschen geben, deren Äußeres von sehr vielen Menschen als sehr schön wahrgenommen wird. Und klar erscheinen diese Menschen noch schöner, wenn sie Kosmetikprodukte richtig einsetzen. Bei Hässlichen dagegen helfen auch die null. Bei manchen würde ja schon der Einsatz von Wasser Wunder wirken. Wollen wir nun auch Dihydridoxid (H2O) verbieten?
Hoppla, schon wieder ein Gag ohne Massenwirkung. Egal. Verbieten ist dumm. Das ist destruktiv. Das ist nicht unsere Welt. Hirn hilft. Kritisch bleiben ist gut. Bloß kritisieren ist billig. Und das kann man über die Premium-Produkte aus dem Hause L'Oréal ja nun wirklich nicht sagen.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Gendermarketing
5 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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Tanja Handl:
Tatsächlich ein eigenartiger Schritt, v.a. angesichts der Tatsache, dass in der Kosmetik- und Modebranche ohne hin bearbeitet wird, was geht. Die Lancôme-Darstellung von Julia Roberts ist ein vergleichsweise harmloses und meiner Meinung nach eigentlich ein positives Beispiel.Annalena:
Aber ehrlich mal, seit wann ist Werbung denn objektiv?? Ich bin wirklich überrascht und kann mir nicht erklären, was zu diesem Schritt geführt haben soll. Dass man jetzt plötzlich Rücksicht auf potenzielle Kunden nimmt, die krankhaft Idealen nacheifern, kann ja nicht im Sinne des Produktmarketing sein...P.S.:
"...aber da den Gag eh keiner erkennt..."
"...Hoppla, schon wieder ein Gag ohne Massenwirkung..."
Fishing for compliments oder Frust über die Leserschaft?
Wortführer:
Sensibilisiert wordenzu Gast:
das habe ich mir auch so, oder so ähnlich gedacht...Karin:
Diese Entscheidung ist mir rätselhaft. Zumal auf dem Bild ja keine dünner gemachten Beinchen oder extrem schmale Hüften oder ähnliches, was eher mit Essstörungen assoziiert werden könnte zu sehen ist. An sich ist es nicht falsch, wenn irreführende Werbung nicht erlaubt wird - und auch darauf geachtet wird, was für ein Frauenbild massenhaft kommuniziert wird. nur in diesem Fall finde ich, ist die Werbeaufsicht über das Ziel hinausgeschossen.Kommentar schreiben