Bürosoftware - Wirklich einfach!?

Ich bin Unternehmer. Ich bin gestresst, genervt, ahnungslos. (Wenn man es andersrum liest, erklärt sich so einiges.)
Ja, ich bin ahnungslos. Nicht, was meinen Job angeht, aber all das, was er so mit sich bringt in unserem System.

Dazu zählt Buchhaltung. Keine Ahnung. Einnahmen minus Ausgaben, das geht noch, aber wie was welche Ausgaben sind. Wie ich die warum wo mit wie viel verbuchen, abschreiben oder sonst was kann – keine Ahnung. Klar macht das meine Steuerberater sehr gern für mich. Kostet mich aber. Und die Kosten muss ich ja auch erst einmal wieder verdienen. Also schlage ich das auf meinen Preis. Der wird dann aber so hoch, dass mein Konkurrenzfähigkeit leidet.

Also kommt man zwangsläufig auf die Idee, jemanden für so etwas einzustellen, der/die sich um so etwas kümmert. Die Idee ist toll, hat nur einen Haken: Sie macht es noch komplizierter, denn nun kommt die Lohnbuchhaltung dazu. Sozialversicherung, Kranken-, Renten-, was weiß ich für Versicherung.

Nächstes Problem mit Angestellten: Es ist nicht ihr Unternehmen. Also ist es auch mit der Verantwortungsbereitschaft nicht immer so gut bestellt. Wenn da mal zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein Auftrag reinkommt, dann verschwindet der ganz still, ohne dass ich je davon erfahren habe.

Naja, ich bin ja nicht von gestern: Ich weiß, dass es für so etwas Bürosoftware gibt, die einem versprechen, dass sie als das können, also auch Auftragsbearbeitung. Aber will ich Büroftware lernen? Ich bin Unternehmer. Mir ist schon meine Kaffeemaschine zu komplex.

Bürosoftware für Unternehmer

Also muss ich doch jemanden einstellen, der sich zumindest bereit erklärt, diese Programme zu lernen, und mir dann auch zu zeigen, wie was geht. Ohne Details, bitte. Schön, dass man eventuell formatieren kann und lustige Grafiken einfügen, will ich nicht wissen.

Ich will wissen, was die Bürosoftware kostet, will nur das Wesentliche können. Ich bin Unternehmer. Aber allein, wenn ich mir schon das Angebot für "Bürosoftware für Unternehmer" zum Beispiel in diversen Online-Shops anschaue, überkommt mich wieder eine leichte Panik.

Was ist das Richtige für mich? Die Programme scheinen zwar alles abzudecken (Buchhaltung, Lohn+Gehalt / Personal, Warenwirtschaft) und es gibt sowohl Komplett- als auch Branchenlösungen, aber allein die Tatsache, dass es dazu noch Premium-Software gibt, irritiert mich. Was ist dann das andere?

Ich habe einen Gegenvorschlag: Könnte man nicht auch mal das Finanzamt bitten, etwas flexibler und kreativer zu sein, um meine Form der Abrechnung zu verstehen? Mein Steuerberater hat es auch geschafft, wenngleich es auch einige Zeit gedauert und so manchen Euro gekostet hat.

Oder das Finanzamt kauft die richtige Software und stellt sie mir online samt Avatar zur Verfügung: Pecunia, die persönliche Assistentin Ihres Finanzamts. Das täte mir schon gut gefallen.

Oder denke ich zuviel, weil ich zu wenig weiß? Vielleicht sollte ich einfach mal bei einem Softwarehaus nachfragen. Vielleicht schenken Sie mir ja eine Festplattensekretärin, äh: so eine "Bürosoftware für Unternehmer".

Mac, please.
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