Jetzt noch nöcher: Der Kindergarten-Effekt im Webdesign! (Futebol Edition)

Das Gehirn ist ein lustiges Organ. Man kennt es und lebt mit ihm, schon seit einer Ewigkeit, und doch gelingt es ihm immer wieder, einen zu überraschen. Ich habe neulich etwas über Fußballstrategien gelesen und infolgedessen etwas über Content verstanden. Seltsam, nicht wahr?

Doch darum geht es erst einmal nicht. Der Kindergarten-Effekt also. Sie wissen, was der Kindergarten-Effekt ist? Da Kinder im Kindergarten immer in der Mehrzahl auftreten und ihnen Erzieher/innen meist nur in Einzahl gegenüberstehen, haben Kinder eine weise Strategie entwickelt, um sich Gehör zu verschaffen: Sie werden laut. Entscheidend ist dabei nicht die absolute, sondern die relative Lautstärke: Laut sein bedeutet lauter sein als die Anderen. Nur so kommt man durch das Nadelöhr der Aufmerksamkeit der nur zweiohrigen Erzieher/innen. Und da alle das machen, wird es laut - lauter - am lautesten - furchtbar/Lärm. Zum Fußball ... gleich.

Im Webdesign das Gleiche: Hier ein Bild, da eine Animation, dort eine wichtige Headline und dann da noch ein Button. Call to action, kreisch kreisch. Alle wollen wichtig sein. Alle rufen "Ich! Ich! Ich!". Das Ergebnis: Augenkrebs. Sie wissen, was ich meine. Schließlich sind wir hier konkludent einer Meinung: Schlechtes Webdesign ist schlecht. Genau. Wir wissen das, und wissen, wie es anders geht, und würden nie im Leben zulassen, dass es falsch gemacht wird. - Es sei denn in der Wirklichkeit. Doch egal. Entscheidend ist das Prinzip! Und das Prinzip muss verteidigt werden, auch wenn es nicht immer astrein umgesetzt werden kann. Inhalte müssen portioniert, geclustert und über eine klare Hierarchie der Botschaften strukturiert werden. Punkt. Und zwar, um diesen Botschaften eine Chance zu geben. Niemand hat gern Lärm. Lärm ist Stress, man wird unkonzentriert, bekommt das Wichtigste vielleicht nicht mit und, weil man sich dem wahrscheinlich nicht zwingend aussetzen muss, klickt man weg. Und ruft an. Und macht jemandem mehr Arbeit als sein müsste. Oder ruft dann doch nicht an, sondern sucht gleich woanders. Määp! Fail! Dumm gelaufen!

Was kann ich Ihnen heute noch an Nützlichem bieten? Richtig: Fußball! Aber reden wir nicht über Samba oder den schon seit Wochen täglich zunehmenden über uns hereinbrechenden "vorzeitigen Nationalfarbenerguss". Reden wir über Strategie. Kaufen Sie dieses Buch (E-Book als PDF) und lesen Sie, was die Jungs von spielverlagerung.de über Fußball, über die Mannschaften, über Strategien und das Leben schlechthin geschrieben haben. Und lesen Sie hier, was Birte Fuchs, Chris Frey und Kai Schächtele aus Brasilien berichten. Wenn Sie Lust haben, abonnieren Sie hier. Und wenn Sie großzügig sind, spenden Sie hier. Chris ist von vor zehn Jahren ein Freund von mir, daher bin ich natürlich nicht objektiv an dieser Stelle. Aber Sie können sich ja einen eigenen Eindruck verschaffen, wenn Sie das folgende Video von nach der WM 2010 ansehen. Dann ist klarer, was mit "Geschichten von hinter der Fassade" gemeint ist.

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