Jeder Scheiß wird heutzutage "Kult." Das ist allein schon sprachlich Humbug. "Kult" hat an sich schon was Gewachsenes, Rituelles, etwas Selbstständiges. In der Werbung gilt das für die lila Kuh von Milka, den Bär von Bärenmarke, den Haribo-Goldbären und weitere Wesen, auf die Cheffe hier und an dieser Stelle schon längst verwiesen hat. Mir aber fehlt einer, einer der es wirklich verdient hätte, wieder in den Mittelpunkt des Interesses gestellt zu werden. Sein Design, seine Texte, seine Gesten und sein Duktur haben nicht nur Loriot, Otto und andere Kabarettisten beeinflusst, sondern im Gegensatz zu Pseudo"kult"aktionen wie die von Hornbach einfach Werbegeschichte geschrieben. Deshalb unser Aufruf an alle:
Wer kennt diesen Mann?
Welche Assoziationen weckt er bei Ihnen, z.B. Omis verklärter Blick?
Wie heißt er?
Was macht er eigentlich ....?
Sachdienliche Hinweise nimmt keine Polizeidienststelle entgegen. Dafür wir. Hier. Rund um die Uhr. Wir wollen ihn haben. Für die Ergreifung des Redners ist eine Belohnung von 1 Paket "Unser Bestes" ausgesetzt.
Wo ist der Persil-Mann geblieben?
Wärend uns heute bei dem Moderationsabgang Alles wird gut nicht so recht einfallen will, was es uns bedeuten soll, gab es mal Ansagen die schmunzelnde Erinnerungen wecken: Da weiß man, was man hat. Wem jetzt das Produkt nicht einfällt, ist
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube ich habe den Persilmann gestern in WHV auf dem Flohmarkt gesehen. Kann das sein, dass er jetzt Gemüsehobel verkauft und sich die Wochenenden mit Gemüse schnippeln zu Demonstrationszwecken um die Ohren schlägt? Selbstgemanschter Rohkostsalat, da weiss man was man hat!
Ein wenig erinnert er mich an den Herren, der mir tagtäglich die risiko- oder kapital- (?) gebundene (?) Lebensversicherung (?) verkaufen will, wenn ich ihn zufällig im Gemüseladen um die Ecke treffe und peinlich berührt frage, wer er doch gleich noch mal ist. Aber meistens "habe ich schon eine" oder "muss weg". Oder die Gemüsefrau hat Ferien (jetzt und vier Wochen). Kommt definitiv aus Frankfurt. Westend (Büro), hippe 2-Zimmer-Küche-Bad in Bornheim. Garantiert.
Der gute Herr hat ein wenig was von Eduard Zimmermann, auch wenn er es natürlich nicht ist.
Das gute Stück Bldmaterial ist ja schon ein wenig älter, daher kann ich mir gut vorstellen, der werte Herr hat sich mittlerweile nach Argentinien ode Chile abgesetzt.
Der Mann ist inzwischen leider verstorben, war aber bis zuletzt ein Hit der deutschen Fernsehwerbung. Seine letzten Jahre verbrachte er im weißen Kittel, hinter einem Schreibtisch sitzend, in den Händen eine Tomate und eine Zahnbürste haltend...
Das ist eine sehr gute Frage. Endlich einmal fällt es jemandem auf, sich um das weitere Leben dieses Mannes zu sorgen. Andere nicht minder wichtige Menschen fallen einem ein, die sich mit ganzer Kraft viele, viele Jahre um unsere Reinlichkeit verdient gemacht haben: die Clementine von Ariel, Tante Tilly von Palmolive und Iris B. von Garnier.
Was machen sie wohl heutzutage?
Wahrscheinlich sauber.
Irgendwo. Irgendwie. Irgendwas.
An dieser Stelle sollten wir ihnen alle einmal ein Dankeschön dafür sagen, dass wir so Unglaubliches von ihnen lernen durften.
Hier ein paar wertvolle Hinweise zu seiner Schullaufbahn und seinem aktuellen Verbleib http://www.google.de/search?hl=de&q=wer+ist+jan+gerd+hagemeyer&meta=
Der Schwarm meiner Großmutter war der "Persil-Mann" - jedesmal, wenn er auf dem Bildschirm erschien, seriös wie ein Tagesschau-Sprecher, war sie hin und weg... "Ein feiner Mann", meinte sie immer, und das war ein großes Kompliment. Tatsächlich, der Persil-Mann wirkte absolut glaubwürdig - was die Marke Persil damals auch brauchte, denn der Marktanteil war spürbar zurückgegangen - die Hausfrauen griffen lieber zu billigeren Waschmitteln... Dass dies natürlich ein grober Fehler war, machte denen nun der Persil-Mann klar...
Der Persil-Mann hieß eigentlich Jan-Gert Hagemeyer. Er bekam in den zehn 10 Jahren von 1974 bis 1984 zahlreiche Heiratsanträge und sehr viel Fanpost von Frauen jeden Alters...
1995 feierte er ein kurzes Comeback mit "Persil Parfümfrei", konnte aber an seinen Erfolg von früher nicht mehr anknüpfen. Heute arbeitet er als freier Journalist und hat u. a. Khomeni und Helmut Kohl interviewt.
Wie ist das eigentlich mit dem Persil-Mann? - Ist dieser...Hagemeyer (s.o) auch derjenige, der bei einer Persil-Werbestaffel nicht, wie in dem hier "beigefügten" Video locker da hockt, sondern hinter so ner Art Ansagerpult wie früher die Nachrichtensprecher?
Mal ne andere Frage: Wurde der Henkel-Konzern in den 60er/ 70ern zu seinem Motiv der Pril-Blumen vom damaligen Zeitgeist (Flower power) insiriert?
Wärend uns heute bei dem Moderationsabgang Alles wird gut nicht so recht einfallen will, was es uns bedeuten soll, gab es mal Ansagen die schmunzelnde Erinnerungen wecken: Da weiß man, was man hat. Wem jetzt das Produkt nicht einfällt, ist
Aufgenommen: Jul 24, 11:36