Freitag, 8. September 2006
09:42
Geiz war geil
Nicht nur, dass sie ihre treuesten Kunden vergraulen, auch ihr Claim verliert an Wirkung.
Handakte berichtet:
Somit bringt der Tag auch gute Nachrichten für netmeier.
Handakte berichtet:
Der Slogan “Geiz ist geil” scheint an Bedeutung zu verlieren. Einer Studie zufolge achten deutsche Verbraucher wieder weniger auf den Preis und kaufen mehr Markenartikel.
Quelle: Die Bedeutung von Marke und Markenartikelindustrie (PDF)
Somit bringt der Tag auch gute Nachrichten für netmeier.
Geschrieben von Frank Herold in Markt- und Meinungsforschung
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Tags für diesen Artikel: geiz ist geil, Markt- und Meinungsforschung, marktforschung, saturn, studie


Kommentare
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Bernd:
In dem Zusammenhang war ich im März schon über http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?id=548845 gestolpert ... irgendwo hatte ich auch gelesen, das JvM (Erfinder von Geiz ist Geil) für einen Schweizer Handy-Anbieter kürzlich eine Kampagne entwickelt hat, in dem der Slogan GiG ins Gegenteil verkehrt wird. Irgendwas mit "mehr" ...Dr. Christian Duncker:
Der Einstieg in das neue Jahrtausend begann für die Markenindustrie mit vielen Stolpersteinen. Parallel zur allgemeinen wirtschaftlichen Flaute sank auch die Qualitätsorientierung der Konsumenten. Bis 2004 waren immer weniger Menschen bereit „für besondere Qualität … gern mehr auszugeben“. Dieser Trend hat die Markenwirtschaft schwer belastet – ist doch die Qualität das herausragende Merkmal des Markenartikels.Das Pendel ist in den vergangenen Monaten jedoch eindeutig zurück geschwungen: Immer mehr Konsumenten orientieren sich wieder an der Qualität, und nicht mehr ausschließlich am Preis. Parallel ist auch das Vertrauen in die Qualität von Markenartikeln in 2006 sprunghaft angestiegen: Waren noch 2005 lediglich 47,8 Prozent der Konsumenten überzeugt, „Markenartikel sind qualitativ besser als markenlose Ware“, so sind es mittlerweile 57,2 Prozent. Dieser Zuwachs von 9,4 Prozentpunkten kommt einer kleinen Markenrevolution gleich“.
Die Markenwirtschaft konnte im ausgkingenden Jahr 2006 diese wiedererwachten Konsumentenbedürfnisse in Richtung Qualität hervorragend bedienen. Das Gros der Hersteller von Markenartikeln spürt diesen Trend. Die Nachfrage nach qualitätsorientierten Markenartikeln ist in den vergangenen Monaten tatsächlich spürbar angestiegen.
Parallel zum neuen Trend „Pro-Marke“ ist auch der Billig-Wahn nun langsam am Abflachen: Erstmalig sagen die deutschen Konsumenten in 2006 wieder seltener, „ich bin immer auf der Suche nach Billigangeboten“.
Es ist ganz offensichtlich: Die „Geiz-ist-geil“-Welle flacht ab. Verstärkt wurde diese Entwicklung durch die Tatsache, dass sich immer mehr Konsumenten die Finger an Billigprodukten verbrannt haben. Sie haben gelernt, dass Billiges eben billig ist. Großmutters bewährter Leitspruch, „Ich bin zu arm für billig“, hält langsam wieder Einzug in die Konsumentscheidungen der Deutschen“.
Qualität steht mithin wieder im Fokus der Konsumenten. Billig ist out. Verlässliche Marken stehen wieder verstärkt im Zentrum der Kaufentscheidungen. Mit Sicherheit kaufen Konsumenten diese Markenangebote weiterhin dort, wo sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erzielen. Die Gewichtung der Faktoren Preis und Leistung hat sich jedoch in den vergangenen Monaten eindeutig zu Gunsten der Leistung verschoben. Dieser Trend wird auch in 2007 anhalten – unabhängig von der aktuellen Steuerdebatte.
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