Es war wieder mal eine Studie nötig (der Finanzverlag
PubliNews und die französische Unternehmensberatung
Alténor Consulting haben 94 Banken in 25 Ländern befragt) um eine
anunfürsisch spannende Idee weiter zu verfolgen.
Mit Kreditkarten-Sondereditionen sollen ausgewählte Zielgruppen angesprochen und die Kundenbindung verstärkt werden. Denn in ihrer herkömmlichen Form (egal ob Platin, Gold, Premium, was auch immer) haben sie beim "anspruchsvollen Konsumenten" (
Imelda Marcos, ich vermisse dich), der sich von der Masse absetzen möchte, ausgedient. Der Trend geht zur limitierten Kunstkarte.
Erste Erfahrungen mit parfümierten oder edelsteinbesetzten Karten gibts aus Asien und den USA (wer hätte das gedacht?). Zudem haben die "Innovatoren" Karten mit eingebauter Mini-Taschenlampe und solche, die beim Herausnehmen akustische Signale aussenden oder im Dunkeln leuchten, erdacht.
Wenn denen nun aber einer was von bildender Kunst flüstert, dann fürchte ich, dass
Guenther Uecker bald Nägel durch Kreditkarten treibt,
Jasper Johns, auf seine alten Tage, die kleinen Dinger mit Wachs behandelt oder irgendein
Beuys-Schüler im Andenken an den Alten Fett drauf schmiert. Schöne neue Welt...