Für den Deutschen, auch das ist einer der wohl beliebtesten Eingangssätze bei diesem Thema, ist Humor eine ernste Sache. Der will ordentlich untersucht werden und es gibt da auch sehr nette und lesbare Werke von
Sigmund Freud
,
Eike-Christian Hirsch
und anderen sowie nun auch von den Marketing-Forschern der Freien Universität Berlin:
Sie haben durch Analyse von 47 Erhebungen mit mehr als 6000 Befragten wissenschaftlich nachgewiesen, dass "lustige Reklame besser in Erinnerung" bleibt, wie es auf
sueddeutsche.de steht.
Überrascht hat sie dabei die Erkenntnis, dass humorvolle Werbung auch bei Produkten wie Versicherungen, bei denen es auf Seriosität ankommt, besser in Erinnerung bleibt als ein ernster und sachlicher Spot.
Wen?
Die Marke, für die geworben wurde, blieb bei witzigen Anzeigen ebenfalls besser haften.
Danke, FU. Möge deine Erkenntnis zu der von Chefetagen werden.
Und zu guter Letzt
... hat die FU-Studie sogar die These widerlegt, dass sich "risikoarme" Produkte wie Bier besser humorvoll umwerben lassen als ein "Kaufrisiko" wie zum Beispiel ein Eigenheim. "Humor wirkt bei risikoreichen Produkten offensichtlich sogar besser als bei alltäglichen Waren", sagt Eisend. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Humor in der Werbung keine rein emotionale Wirkung entfaltet, sondern auch die Erinnerung fördert. Lustige Werbung im Fernsehen scheine sogar zum Wohlbefinden der Zuschauer beizutragen, während ernste oder einfallslose Spots eher als lästig empfunden würden.
Hier finde ich die Alliteration "ernste und einfallslose" sehr hübsch. Ist das nicht eine
Tautologie?