Mittwoch, 20. September 2006
09:19
Mal wieder was zum Thema "Humor in der Werbung"
Für den Deutschen, auch das ist einer der wohl beliebtesten Eingangssätze bei diesem Thema, ist Humor eine ernste Sache. Der will ordentlich untersucht werden und es gibt da auch sehr nette und lesbare Werke von Sigmund Freud, Eike-Christian Hirsch und anderen sowie nun auch von den Marketing-Forschern der Freien Universität Berlin:
Sie haben durch Analyse von 47 Erhebungen mit mehr als 6000 Befragten wissenschaftlich nachgewiesen, dass "lustige Reklame besser in Erinnerung" bleibt, wie es auf sueddeutsche.de steht.
Wen?
Danke, FU. Möge deine Erkenntnis zu der von Chefetagen werden.
Und zu guter Letzt
Hier finde ich die Alliteration "ernste und einfallslose" sehr hübsch. Ist das nicht eine Tautologie?
Sie haben durch Analyse von 47 Erhebungen mit mehr als 6000 Befragten wissenschaftlich nachgewiesen, dass "lustige Reklame besser in Erinnerung" bleibt, wie es auf sueddeutsche.de steht.
- Überrascht hat sie dabei die Erkenntnis, dass humorvolle Werbung auch bei Produkten wie Versicherungen, bei denen es auf Seriosität ankommt, besser in Erinnerung bleibt als ein ernster und sachlicher Spot.
Wen?
- Die Marke, für die geworben wurde, blieb bei witzigen Anzeigen ebenfalls besser haften.
Danke, FU. Möge deine Erkenntnis zu der von Chefetagen werden.
Und zu guter Letzt
- ... hat die FU-Studie sogar die These widerlegt, dass sich "risikoarme" Produkte wie Bier besser humorvoll umwerben lassen als ein "Kaufrisiko" wie zum Beispiel ein Eigenheim. "Humor wirkt bei risikoreichen Produkten offensichtlich sogar besser als bei alltäglichen Waren", sagt Eisend. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Humor in der Werbung keine rein emotionale Wirkung entfaltet, sondern auch die Erinnerung fördert. Lustige Werbung im Fernsehen scheine sogar zum Wohlbefinden der Zuschauer beizutragen, während ernste oder einfallslose Spots eher als lästig empfunden würden.
Hier finde ich die Alliteration "ernste und einfallslose" sehr hübsch. Ist das nicht eine Tautologie?
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Meta-Marketing
2 Kommentare - 0 Trackbacks


Kommentare
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raschi:
Tja, das ist oftmals das Problem mit quantitativ-empirischer Forschung. Man findet oft nur das heraus, was man vorher auch schon wusste. Aber danach ist es wenigstens statistisch belegbar (sofern man denn ein sauberes Instrument verwendet hat und eine gute Stichprobe bekommen hat).Aber warum ist ernst und einfallslos eine Tautologie? Auch ernste Spots können durchaus einfallsreich sein, oder? Die vielzitierte United Colors of Benetton Werbung war mit Sicherheit nicht einfallslos aber sehr ernst.
Wortführer:
Stimmt. Letzteres war eher flapsig gemeint, denn ich finde generell nichts ist einfacher und einfallsloser als ernst zu sein. (Zudem sind da ja auch nur 50% des Hirns aktiv.)Interessant fand ich, dass nach den Studien zumindest, mit allen deinen Einschränkungen, auch die Marke in Erinnerung bleibt. Ich kenne nur Menschen, die fragen "kennst du den Spot für ...., ist ja auch egal, wo der ...."
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