So ist es abgelaufen:
Kürzlich bemerkte ein
Nutzer einer Studentenplattform (Unister.de), dass diese ein Sicherheitsproblem aufweist. Der User wendet sich daraufhin umgehend an die betroffenen Betreiber und informiert sie über das bestehende Problem und kündigt zudem an, dass er in zwei Tagen in seinem Blog darüber
berichten werde. Kurz darauf erhielt er von dem Geschäftsführer der Plattform einen Anruf. Recht eindringlich wurde ihm nahe gelegt, dies besser nicht zu tun. Man würde rechtliche Schritte einleiten und machte deutlich, dass man als Organisation am "längeren Hebel" säße. Daraufhin wendet sich der eingeschüchterte Nutzer (ein Student) an einen
Rechtsanwalt und entscheidet sich, doch über diese Geschichte zu berichten. Man kann sich denken, was in Zeiten des Web 2.0 in der Blogosphäre geschieht. Man berichtet, kommentiert, verlinkt und verbreitet so den "Leidensweg" des Weggefährten in kürzester Zeit, z.B.
hier,
hier und
hier. Die Plattform steigerte so zwar Ihren Bekanntheitsgrad, nur leider in einer negativen Weise.
Hätte es vielleicht auch so ablaufen können?:
Der GF bedankt sich bei dem Student, für die tolle Mithilfe und das Aufdecken der Sicherheitslücke. Schließlich hat er dadurch die Möglichkeit, das Problem sofort zu beheben, bevor evtl. Schaden dadurch angerichtet wird. Das Unternehmen veröffentlicht auf der eigenen Website, dass sie Dank eines aufmerksamen Users eine Sicherheitslücke schließen konnten und erklärt, dass kein Schaden entstanden ist. Der User schreibt auf seinem Blog über diese Geschichte, über die rasche Behebung des Problems, die tolle Reaktion der Betreiber etc. und wird vermutlich lange und gerne Kunde dieser Plattform bleiben. Mit etwas Glück werden andere Blogs ebenfalls darüber berichten, wie transparent und ehrlich das Unternehmen mit diesem Problem umgegangen ist. Wie
Nico Lumma schon schreibt:
Sicherheitslücken kommen in den besten Familien vor.
Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht. Der Bekanntheitsgrad des Unternehmens steigt ebenfalls, was aber entscheidend ist: Im positiven Sinne!
UPDATE 04.10.: Unister hat sich zu o.g. Angelegenheit geäußert und ich möchte hier gerne direkt auf deren Veröffentlichung hinweisen. Unter folgendem
Link eine
Gegendarstellung veröffentlicht (siehe auch hier in den Kommentaren).
beim samstäglichen absurfen der blogroll, bin ich auf etwas eigenartiges gestossen. gelegentlich wurde in kleinbloggersdorf über abmahnungen und klagen gegen blogger berichtet. als freund von verschwörungstheorien, greife ich jetzt mal ...
Aufgenommen: Okt 02, 13:37
Es kann ja normalerweise so gut laufen mit der PR - sogar mit Sicherheitslücken. Hier steht ja sogar ganz genau, wie sowas laufen könnte: Der GF bedankt sich bei dem Student, für die tolle Mithilfe und das Aufdecken der Sicherheitslücke. Schließlich h...
Aufgenommen: Okt 02, 17:14