Es war der Grand Seigneur oder, wie man auf Neudeutsch sagt: der Godfather des Journalismus: Hanns-Joachim Friedrichs, der unter anderem für den Satz berühmt wurde, dass sich ein Journalist nie zum Fürsprecher einer Sache machen dürfe - auch nicht einer guten.
"Könnte das einer diesem Privatsenderpack mal sagen!", wollte ich neulich ausrufen, als ich merkte, gestern, die Öffentlich-Rechtlichen sind ja auch nicht besser. Keiner, aber keiner was in der Lage, sachlich zu schildern, dass die USA jetzt Wein nach Europa exportieren darf, der anders hergestellt wird, als es unserem Verständnis von Weinerzeugung entspricht.
Gleich las ich von "Panschwein", was ich typographisch sehr interessant fand und mich über die Notwendigkeit des Bindestrichs hat länger sinnieren lassen.
Dann war von "Chemiewein" die Rede und ich dachte, aha: Österreich, der "Glykolskandal", aber falsch. Stattdessen erfuhr ich, dass Österreich zu den Ländern zählte, die gegen diese Einfuhrerlaubnis war, Frankreich, Italien, Spanien hingegen nicht, womit sich wohl bewahrheitet, dass Qualität immer noch der beste Schutz vor Billigimporten ist, ganz gleich, ob es sich um Schwerindustrie, Textilindustrie oder eben Allolool handelt.
Man muss es ja nicht gut finden, dass es geht, aber vor allem muss man diese Weine nicht kaufen, wenn man nicht will. Wahrscheinlich will man aber, weil halt biliger. Und so'n Volontät der verdient ja nix - außer n paar hinter die Ohren, wenn er seinen Job nicht richtig macht. Und wie es richtig geht, kann man z.B.
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