Mittwoch, 8. November 2006
11:16
Ein neuer Trend?
In Frankreich war schon immer alles anders. Dort gab es eine Revolution und 1968 ging es so richtig zur Sache. Gegen alles Englische ist man von Natur aus und neuerdings ist man auch gegen Werbung.
Da gibt es Leute, die sich "Déboulonneurs" nennen, Herunterreißer. Und die machen was ganz Erstaunliches: Sie beschmieren Plakatwände an möglichst gut frequentierten Plätzen und warten dann darauf, von der Polizei abgeführt zu werden. Sie händigen den Flics ihre Ausweise unaufgefordert aus und lassen sich brav mitnehmen.
Warum? Protest gegen die Belästigung durch Werbung. Man ist gegen die Dauerberieselung mit Werbung und möchte mit der Polizeipräsenz mehr Aufmerksamkeit erreichen. Ist das ein neuer Trend? Oder ist Deutschland da mal wieder ganz anders als Frankreich?
Für den 9. Dezember rufen die Leute von R.A.P. (Résistance à l'agression publicitaire) zu einem Protest gegen Prospektwerbung auf. Es sollen an zentralen Punkten in Großstädten öffentliche Wegwerfaktionen stattfinden.
Da gibt es Leute, die sich "Déboulonneurs" nennen, Herunterreißer. Und die machen was ganz Erstaunliches: Sie beschmieren Plakatwände an möglichst gut frequentierten Plätzen und warten dann darauf, von der Polizei abgeführt zu werden. Sie händigen den Flics ihre Ausweise unaufgefordert aus und lassen sich brav mitnehmen.
Warum? Protest gegen die Belästigung durch Werbung. Man ist gegen die Dauerberieselung mit Werbung und möchte mit der Polizeipräsenz mehr Aufmerksamkeit erreichen. Ist das ein neuer Trend? Oder ist Deutschland da mal wieder ganz anders als Frankreich?
Für den 9. Dezember rufen die Leute von R.A.P. (Résistance à l'agression publicitaire) zu einem Protest gegen Prospektwerbung auf. Es sollen an zentralen Punkten in Großstädten öffentliche Wegwerfaktionen stattfinden.
Geschrieben von Frauke Weber in Kulturmarketing
8 Kommentare - 0 Trackbacks
Tags für diesen Artikel: deutschland, frankreich, kultur, Kulturmarketing, marketing, trend, werbung


Kommentare
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Christof Hintze:
Nehmen wir mal an das stimmt was sie hier schreiben. Und sie veräppeln uns alle nicht. Dann denke ich, dass wie bei allen anderen Trends aus Frankreich auch dieser uns nie ereichen wird, weil er aus Frankreich ist.Trends kommen grundsätzlich nur aus den USA. Manchmal aus Japan. Und auch schon mal aus England. Damit haben wir 80% der Trendbewegungen aufgelistet.
Also, droht keine Gefahr. Außer! Außer! Die Franzosen haben mal wieder geklaut. Und die Idee ist ursprünglich aus einem der 3 Trend-Ursprungsländer. Dann, ja dann wird es lustig.
Also ich kann die verstehen. Was ist auch schon der Unterschied, ob da schlechte Werbung hängt, oder eine Art Actionpainting mit live Performance?
PR-Päpstin:
hmmmm, ich könnte jetzt sagen: hab ich in der Zeitung gelesen. Stimmt auch. Ich hab's in der Zeitung gelesen. Und mich echt gewundert... Dass in der Zeitung alles wahr ist, wissen wir ja.Habe dann versucht, zu dem Thema zu recherchieren. Schwierig. Gibt kaum Informationen und wenn, dann nur in Französisch. Zum Glück verstehe ich die. Und die hören sich echt an.
Trends kommen nicht aus Frankreich? Echt nicht? Na dann. Warten wir's ab!
Frank:
Spätestens wenns Bestandteil einer Prêt-à-Porté-Veranstaltung wird, wirds auch München ereilen.PR-Päpstin:
München? Wieso München? Ich dachte, Düsseldorf sei die Stadt der Mode. Bestimmt kommen Trends aus Düsseldorf!Frank:
Der Werbegott sitzt nunmal in Monaco.Christof Hintze:
Wo er Recht hat, hat er Recht - Amen! Aber wie soll man sich den 18/1 um den Hals hängen, oder City-Light Poster als Hut. Aber wer weiß?Maxn:
Seit Jahren ein "Trend" in Deutschland:Sticker mit "Bitte keine Werbung einwerfen" auf den Postkasten kleben.
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