Unter der Überschrift
Tolle Abenteuer mit dem Stier-Logo fand ich ja was ganz was Tolles auf
Spiegel online. Die wunderbare Werbegeschichte zu Red Bull läuft dort unter Kultursponsoring, eine Obergriff, den wir so nicht haben (dafür
so - egal). Respekt, Herr Mateschitz, dass Sie das hinbekommen haben (wenngleich ich glaube, dass Augstein
subterran rotiert).
Die beste Werbung ist keine Werbung - das weiß auch der österreichische Brausebrauer Red Bull und setzt deshalb auf dezentes Sponsoring subkultureller Veranstaltungen wie der inoffiziellen Breakdance-Meisterschaft in São Paulo. Der Effekt: Das coole Image der Straßentänzer überträgt sich auf die Marke.
Das weiß der Reporter. Woher?
Und dann berichtet er fleißig über das
Red Bull BC One und schreibt dann was, von dem wohl Outsider annehmen sollen, dass es sich um Insiderinformationen handle. Banalblabla:
Aber das Event wird bewusst klein gehalten, um den subkulturellen Charakter der Veranstaltung und die damit verbundene Akzeptanz in der Szene nicht aufs Spiel zu setzen. Drinnen im Zelt sucht man den Schriftzug des Sponsors vergeblich, nur zwei bescheidene Verkaufsstände auf dem Gelände verkaufen die stark koffeinhaltige Limonade.
denn
"Werbung stört nur bei solchen Events", sagt Claude Hunkeler. Der Schweizer hat zusammen mit einem Partner vor zwei Jahren das erste "BC One" in Biel organisiert und Red Bull als Sponsor gewonnen. Mittlerweile organisiert der Konzern das Ereignis in Eigenregie. "Es wäre aber trotzdem unmöglich, eine fünf Meter hohe Red-Bull-Dose neben die Bühne zu stellen", sagt der ehemalige Breaker, dessen neuestes Projekt eine Website für HipHopper in der Volksrepublik China ist, mit Blick auf die empfindsame Szene, "und Red Bull weiß das auch." Tatsächlich besteht das Erfolgsgeheimnis des Brausebrauers aus dem österreichischen 1.400-Seelendorf Fuschl am See. darin, immer wieder die althergebrachten Weisheiten der Werbewirtschaft zu konterkarieren ...
Der Fisch, so scheint es nach dieser Lobpreisung, die fast schon was brand eins-haftes hat, schwimmt vom Kopfe her ...
Das Interesse Red Bulls an solch eher exotischen Betätigungen geht direkt auf den Firmengründer zurück: Der mittlerweile 62-jährige Dietrich Mateschitz spielte Fußball, arbeitete als Skilehrer, konvertierte zum Snowboarden, lernte Windsurfen und träumte vom Freiklettern. Er fährt Motorrad und Rennautos, steuert den Firmenflieger höchstselbst und ließ für seine Flugzeugsammlung in Salzburg eigens die neue Touristenattraktion "Hangar 7" errichten.
Helden der Neuzeit. Gemacht von den Schreiberlingen
Alle sind schlau - Red Bull ist schlauer
Solche Überraschungen sind an der Tagesordnung.
traditionelles Marketing würde in diesen Kreisen nicht ankommen.
Nach diesem Artikel würde ich mir an Thomas Winklers Stelle über meinen nächsten Urlaub keine Gedanken mehr machen. Wer, wie Herr Mateschitz, Geld für Lothar Matthäus hat, der lässt sich gewiss auch sonst nicht lumpen, wenn einer so für ihn die Werbetrommel rührt:
Die beste Werbung ist keine Werbung.
Ist es doch
PR?