Ich hoffe sehr, dass Sie den nachfolgenden Blogpostings den einen oder anderen Tipp entnehmen können, der Ihnen hilft, das einzigartige Marketinginstrument E-Mail noch effektiver als bisher einzusetzen. Jede Folge behandelt einen anderen Aspekt des Emailmarketing. Sollten Sie sich erst mit dem Gedanken tragen, E-Mail-Marketing in ihren Marketing-Mix zu integrieren, so können Sie sicher erst recht einige Basics mitnehmen.
E-Mail-Adressen kann man nicht kaufen
Das Wichtigste gleich vorweg: Sie dürfen Ihre Mailings nur an Personen schicken, die dem Erhalt ausdrücklich zugestimmt haben. Hier liegt ein großer Unterschied zum klassischen Direktmarketing: Während Sie in der Offline-Welt bei diversen Anbietern die Postadressen potentieller Neukunden kaufen und diese mit gedrucktem Werbematerial beschicken dürfen, existiert im E-Mail-Marketing eine solche Möglichkeit nicht.
Hüten Sie sich deshalb vor windigen Angeboten ("20 Millionen AOL-E-Mailadressen auf CD-ROM für nur EUR 99,-" o.ä.). Wenn Sie solche Adressen anmailen, verstoßen Sie gegen geltende Gesetze.
Das richtige Vorgehen: Bitten Sie die User um Erlaubnis, ihnen Ihren Newsletter schicken zu dürfen. Auf dieser Erlaubnis (engl. "permission") basiert seriöses E-Mail-Marketing - Stichwort "Permission Marketing".
Der einfachste und kostengünstigste Weg zu neuen Abonnenten ist der folgende: Bieten Sie den Usern Ihrer Website eine einfache Abomöglichkeit. Integrieren Sie dazu am besten direkt auf der Homepage ein kleines Formular, in das der User seine E-Mailadresse eingeben kann. Wenn er auf den Abschicken-Button klickt, landet seine E-Mailadresse bei Ihnen in der Datenbank.
Confirmed Opt-In vs. Double Opt-In
Direkt im Anschluss daran sollte der User per E-Mail a) eine Bestätigung seiner Aufnahme in den Verteiler oder b) eine Aufforderung, den Abowunsch per Klick auf einen Link aktiv zu bestätigen, erhalten. Im ersten Fall spricht man von "Confirmed Opt-In", im zweiten von "Double Opt-In". Ihr E-Mailmarketing-Dienstleister wird diese Funktionalität auf Wunsch gerne für Sie aufsetzen.
Für welches der beiden Verfahren Sie sich entscheiden, sollten Sie von Ihrer Strategie abhängig machen: setzen Sie auf schnelles Wachstum Ihres Verteilers oder auf absolute Rechtssicherheit?
Im ersten Fall ist Double Opt-In nicht zu empfehlen, da niemals 100% aller Personen, die Ihren Newsletter angefordert haben, auch wirklich in Ihrer Empfängerliste landen werden. Das hat diverse Gründe. So kann es z.B. sein, dass einige der Mails mit der Bestätigungsaufforderung aufgrund von Spamfiltern gar nicht erst beim User ankommen. Und selbst wenn die Zustellung erfolgreich ist: die Erfahrung zeigt, dass ein gewisser Prozentsatz der Empfänger schlicht und einfach nicht versteht, dass eine Bestätigung erforderlich ist. Alles in allem gehen Ihnen im besten Fall wenige Prozent, schlechtestensfalls mehr als die Hälfte Ihrer potentiellen Leser verloren.
Auf der anderen Seite bietet Ihnen nur Double Opt-In die Sicherheit, im Falle des Falles nachweisen zu können, dass Ihnen die Einwilligung eines bestimmten Empfängers wirklich vorliegt. Schließlich war die E-Mail mit dem Bestätigungslink ja nur ihm zugänglich. Dieses Wissen kann hilfreich sein, falls es zum Rechtsstreit mit einem User kommen sollte, der behauptet, Ihren Newsletter nie angefordert zu haben.
Übrigens: Je weniger Daten Sie neben der E-Mailadresse abfragen, desto höher wird Ihre "Ausbeute" an neuen Abonnenten sein. Schließlich hat niemand Lust, im Web lange Formulare auszufüllen. Halten Sie sich also an das Gebot der Datensparsamkeit.
Ulf Richter ist Geschäftsführer der optivo GmbH. optivo ist ein Fullservice-Dienstleister im Wachstumssektor E-Mail-Marketing.
Alle 6 Schritte zum erfolgreichen E-Mail-Marketing im Überblick