... ein Student. Das ist an sich nichts Schlimmes und gibt sich sicherlich später noch. Jeder Student ist irgendwann nicht mehr Student. Entweder bricht er das Studium ab, oder er schließt es ab. Dieser Student nun war Kommunikationswissenschaftler. Und erarbeitete eine Studie. Das ist gut. Denn daraus können wir alle etwas lernen.
Er beschäftigte sich also mit einer Frage, die viele Leute beschäftigt, vor allem die, die wie ich mit Öffentlichkeitsarbeit zu tun haben. Unser Student wollte wissen, was Journalisten eigentlich so wissen wollen. Und schickte ihnen einen Fragebogen. Wir wissen nicht, welche Fragen er gestellt hat, denn dafür müssen wir erstmal Geld bezahlen. Denn das Ergebnis seiner Studie kann man downloaden. Und zwar
hier. Das kostet uns 49,90 Euro.
An sich nichts Ungewöhnliches. Blöd ist nur Folgendes. Der Student hat eine
Pressemitteilung bei OpenPR veröffentlicht. Jetzt würde man ja erwarten, dass in der Pressemitteilung irgendwie steht, was in der Studie herausgefunden wurde. Außer, dass man jetzt weiß, was Journalisten wirklich wollen. Leider: Fehlanzeige.
Für wen sind denn Pressemitteilungen gemacht? Na? Genau. Für Journalisten. Und was die wollen, weiß der Student ja jetzt. Die wollen Fakten. Schnell. Im ersten Absatz die sieben großen Ws. Und was macht der Student? Er macht ein Geheimnis. Denn aus seinem Pressetext erfahren wir nichts.
Wenn ich nur wüsste, was in der Studie steht. Dann könnte ich hier mal drüber bloggen. Das würde vielleicht auch dem Student gefallen. Und ganz viele hätten was von seiner Studie.