Wer international ganz groß rauskommen will, muss sich natürlich gerade non-verbal mit seinen potenziellen Kunden und Partnern verstehen. So weiß man natürlich, dass es höflich ist, in Japan eine Visitenkarte wie den Klappentext eines Geburtstagsgeschenks zu behandeln, dass es sinnvoll ist, in Südostasien das Skorpion-Kakerlaken-Mousse zu essen, um, wenn gleich unter belächelter Anteilnahme der Gastgeber, sich zurückzuziehen und somit Karaoke-Bar- und Puffbesuch zu vermeiden, und dass es bisweilen nicht schadet, wenn man auch mal furzt. (Ein Vorteil der Globalisierung.)
Kein Thema, nie Thema ist Sex. Und das ist auch gut so. Weiß man denn da über Sitte und Gebräuche wirklich Bescheid? Klar, gibt es Anekdoten über Traditionen der Eskimos, aber lohnt sich eine Investition dort auch unter marktwirtschaftlichen (wie olfaktorischen) Gesichtspunkten? Dann doch eher die asiatischen Subkontinente. Aber ob in Indien der Kamasutra so präsent ist wie in deutschen Bahnhofsbuchhandlungen ist zu bezweifeln. Wie sieht es aber aus in Arabien? Dazu gab es jetzt, rechtzeitig zum Opferfest, eine Nachricht, die zum Nachdenken anregt:
Islamische Fatwa verbietet Ehepartnern das Nacktsein beim Sex
Kairo (AFP) - Ein hoher islamischer Rechtsgelehrter hat in Ägypten einen heftigen Streit über die Frage ausgelöst, ob sich Ehepartner zum Geschlechtsverkehr vollständig entkleiden dürfen. "Völlige Nacktheit beim Akt macht die Ehe ungültig", urteilte der frühere Direktor der Rechtsfakultät an der renommierten islamischen El-Ashar-Universität, Raschar Hassan Chalil, in einem religiösen Rechtsgutachten ("Fatwa").
Steht in der Bibel was von "Licht an!"?