Freitag, 19. Januar 2007
08:50
Wer schützt mich vor den Beschützern?
Es ist wieder mal eines dieser Gesetze, wo man sich fragt, was das soll:
So meldet dpa - und verweist dankenswerterweise darauf,
Ergo: alles nur Augenwischerei. Und selbst wenn nicht. Was wären die Folgen? Und inwiefern wäre Schutz durch mehr oder weniger gleichlautenende Kopf- und Betreffzeilen gegeben? Ein ganz grausames Pamphlet, das nichts weiter tut, als Unmündigkeit zu unterstellen und Sicherheit zu suggerrieren.
Klar, nervt Spam, aber mich nerven auch Menschen, die mir ihre Regenschirme ins Auge drücken, die mir ihre Rucksäcke sonstwohin schlagen, wenn sie sich umdrehen oder aufm Rad die Dikatatur der vermeintlich Schwachen ausleben. Und die schädigen mich mehr als ne eMail, die ich nicht will. Mal gespannt, was es dagegen ein Gesetz gibt. Hm, wohl nie, denn die, die das gemacht haben bzw. für die das gemacht wurde, benutzen ja Regenschirm, Rucksack und Fahrrad.
Absendern von unerwünschten Spam-Mails droht künftig ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro. Ein entsprechendes Gesetz wurde vom Bundestag verabschiedet. Danach müssen sich Inhalt und Herkunft einer E-Mail-Werbung künftig bereits aus der Kopf- und Betreffzeile der Nachricht ergeben. Wer den kommerziellen Charakter einer E-Mail verschleiert, kann hingegen mit einem Bußgeld belangt werden.
So meldet dpa - und verweist dankenswerterweise darauf,
Die meisten Spam-Mails werden allerdings aus dem Ausland verschickt und fallen nicht unter deutsche Gesetzgebung.
Ergo: alles nur Augenwischerei. Und selbst wenn nicht. Was wären die Folgen? Und inwiefern wäre Schutz durch mehr oder weniger gleichlautenende Kopf- und Betreffzeilen gegeben? Ein ganz grausames Pamphlet, das nichts weiter tut, als Unmündigkeit zu unterstellen und Sicherheit zu suggerrieren.
Klar, nervt Spam, aber mich nerven auch Menschen, die mir ihre Regenschirme ins Auge drücken, die mir ihre Rucksäcke sonstwohin schlagen, wenn sie sich umdrehen oder aufm Rad die Dikatatur der vermeintlich Schwachen ausleben. Und die schädigen mich mehr als ne eMail, die ich nicht will. Mal gespannt, was es dagegen ein Gesetz gibt. Hm, wohl nie, denn die, die das gemacht haben bzw. für die das gemacht wurde, benutzen ja Regenschirm, Rucksack und Fahrrad.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in E-Mail-Marketing
3 Kommentare - 1 Trackback
Tags für diesen Artikel: E-Mail-Marketing
Kommentare
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Johannes Vogelhuber:
bin der gleichen Meinung - unabhängig davon, niemand will "Werbung" lesen, also wenn man im Betreff schon "Werbung" schreibt - wozu dann überhaupt noch Email Marketing? Ist wirklich schlimm geworden, zuerst haben endlich auch die kleineren Unternehmer die Chance, günstig Marketing zu betrieben, und dann nimmt man ihnen wieder alles - und das Rückgrat der Wirtschaft sind nun mal kleine Unternehmen - wie soll sich dann je etwas ändern?...und wie schon richtig erwähnt, der Großteil kommt nicht aus eigenen Landen
Björn Schneider:
Trotz allem wird Spam zu einem ernstzunehmenden Faktor. Allein wenn man sich die Zahlen anschaut, wieviel des täglichen Mailverkehrs Spam ist, sieht man, dass in diesem Bereich Handlungsbedarf besteht.Wortführer:
Es gibt sooo vieles, bei dem "Handlungsbedarf" besteht. Zum Beispiel, mensche darüber zu informieren und ihnen immer und immer wieder zu sagen, dass Sie doch bitte keine Mails öffnen, deren Absender sie nicht kennen.Oder am besten Ihr Mailprogramm nur morgens und nach der Mittagspause hochzufahren. Da wird man nicht ständig abgelenkt und kann den Müll in einem Aufwasch löschen.
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