So Broschüren drucken? Oder: Broschüren drucken? So!

Ich bin ein einfacher Mensch. Ich verstehe nichts. Früher musste man für ein Kotelett 98 Minuten arbeiten, heute 29, wir haben mehr Schulden. Alles wird billiger, keiner hat Geld. Natürlich stimmt das nicht in Gänze, aber ist mal ne Aussage.

Anderes Beispiel: „Broschüren drucken“. Früher ein Riesenprojekt. Litho, Proofs, 1000 Sachen, viel Geld. Heute: Klick, klick, online, fertig. Viel billiger. Wenn man’s kann. Wenn’s passt. Online-Druckerei. Das Zauberwort für viele Unternehmen. Das mutet günstig an. Und schnell.

„Wo lassen Sie Ihre Broschüren drucken?“
„Online.“

Broschüren drucken

Das hat was. Zu sagen: „Unsere Broschüren drucken wir online“ ist ungefähr so klug zu sagen, wie „Zum Essen gibt’s bei uns Wein.“ Das kann gut gehen, muss aber nicht. Und weiß man überhaupt, wem man da sein Werk in der Hoffnung übergibt, dass es in der Qualität Papier wird, was bis dahin PDF war?

Man kann sich beim Wein auf seine Erfahrung verlassen, auf seinen Gaumen oder einen Sommelier. Nun müssen Sie ja nicht gleich, wenn Sie eine Broschüre drucken lassen wollen, auf die Dienste einer „Jahrgangs-Druckerei“ zurückgreifen, aber es wäre schon sinnvoll, sich nicht nur von seinen Assoziationen leiten zu lassen. Ein „Blauer Lemberger“ ist kein Mensch aus Lwiw, der zu tief ins Glas geschaut hat, sondern ein Rotwein.

Und genauso ist es nicht unbedingt billiger und schneller, seine Broschüren online drucken zu lassen. Schließlich muss die Vorbereitung perfekt sein. Und man muss vieles verstehen, wofür Grafiker und Designer die Hochschulbank drücken.

Aber man muss sagen: Online-Druckereien machen an sich (!) ein gutes Marketing. Aber das Problem der einzelnen: Sie differenzieren sich halt durch so rein gar nichts – außer Preis.

Wer an Online-Druckereien denkt, denkt der nicht zuerst an Boxen? Kaum eine Woche, wo nicht irgendwer irgendwem für irgendeinen Titel irgendeinen Verbandes das Gesicht mit was-weiß-ich-wievielen Unzen massiert – umrahmt von der Werbung irgendeiner Online-Druckerei. Auch andere Sport-Großveranstaltungen warten mit den Namen diverser Anbieter auf. Der Effekt ist doch der, dass man am Ende nur zu hören bekommt: „Wenn Sie die Broschüren drucken lassen, nehmen Sie doch eine Online-Druckerei.“ Und dahinter steckt die Idee, dass es ja so viele gibt davon, dass man es noch billiger bekommt. An dieser Stelle: Dank an www.hartmanndruck.de

Und wer ist schuld, wenn es dann doch nicht so aussieht, wie man sich das so dachte? Mit der Print App sah das ja alles so einfach aus. Aber auf einmal stelt man fest: 250-Gramm-Papier ist so toll gar nicht und „glänzend“ sollte besser „spiegelnd“ heißen. Und außerdem ist der Kreuzbruchfalz falsch rum.

Vielleicht (und das ist nur ein politisch korrektes Wort für „Auf jeden Fall) ist es oft besser, doch vielleicht die Druckerei für Ort mit dem Broschürendruck zu beauftragen. Vielleicht ist sie etwas teurer, aber sie hat einen unvergleichlichen Vorteil gegenüber einer Online-Druckerei:

Wenn es nicht so klappt, wie Sie wollten, können Sie dort einem echten Menschen in einen echten Hintern treten – anstatt sich selbst in den eigenen zu beißen, weil sie mal wieder Ihrer eigenen Gier zum Opfer gefallen sind.

Dabei gibt's ja für die Gier jetzt billig Kotelett.

Haben Sie eine Kundenkarte?

Die Frage nervt. Regelmäßig an der Kasse. Wenn ich da stehe, mit Geld in der Hand, auf meine Ware wartend und die Dame / der Herr hinter der Kasse sagt nicht etwa „Vielen Dank für Ihren Einkauf“ und/oder „Beehren Sie uns bald wieder“, sondern eben „Haben Sie eine Kundenkarte?“.

Haben Sie eine Kundenkarte?

Da frage ich mich: Muss ich mich etwa ausweisen um ggf. ein halbes oder ein volles Prozent Rabatt zu erhalten? Hätte ich feilschen wollen, ich hätte es doch schon vor dem Kauf getan. Und zudem: ich strahle doch wohl mit jeder Faser meines Körpers und noch dazu mit besagtem Geld in der Hand aus, wer ich bin. Ich bin Kunde. König Kunde, wohlgemerkt.
OK. Die Frage nach der Kundenkarte hätte ggf. eine Berechtigung, wären Kundenkarten noch das, was sie einmal waren, nämlich eine Art Beleg für eine ganz besondere Geschäftsbeziehung. Sprich: Ganz automatisch 10 Prozent, ein freundliches Lächeln der/des Verkäuferin/Verkäufers, Geleit zum Ausgang inkl. Tüten tragen und Tür aufhalten… dann wäre das sehr nett mit so nem Kärtchen.

Andererseits: Wir sind ja hier weder Ponyhof noch Verbraucherwunschblog. Insofern lohnt es sich die andere Perspektive, die des Händlers, einzunehmen

Ich komme drauf, weil ich via Facebook auf der Seite eines neuen Onlineshops für Büroartikel gelandet bin. ready-to-office.com ist zwar noch nicht ganz ready, kündigt aber schon vor Start der Geschäftstätigkeit die Ausgabe von Kundenkarten an.
Das kann man unter gesundem Selbstbewusstsein des Händlers verbuchen oder als Teil einer durchdachten Strategie würdigen. Denn de facto bietet so eine Kundenkarte natürlich jede Menge detaillierter Informationen, die es möglich machen anhand des Kaufverhaltens und persönlicher Merkmale (Männlein oder Weiblein, jung oder alt, Wohnsitz im Villenvorort oder in der No-Go-Area usw.) künftige Aktionen und natürlich auch Werbemaßnahmen genau zu planen. Wer seine Kunden kennt, tut sich natürlich auch leichter mit Einkaufspolitik und Kalkulation, kann anhand konkreter Daten schnell agieren, König Kunde in nahezu jeder Hinsicht gerecht werden.

Drum gebt dem König was dem König ist: Eine Kundenkarte.


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Esel streck dich

Tischlein deck dich, Esel streck dich und Knüppel aus dem Sack. Das Märchen mit dem Esel, der Dukaten schei... Ganz wunderbare Vorstellung aber halt nur ein Märchen.

Goldesel App

Vielleicht aber auch nicht so ganz. Was auf den ersten Blick anmuten mag wie der leise Einstieg ins Tittytainment-Zeitalter könnte sich tatsächlich zu einer soliden Art des Geldverdienens entwickeln. Die Rede ist von der Goldesel-App.

Mit der Mobile-App Goldesel sollen Android-Smartphones, iPhones oder iPads zum virtuellen und doch real Gold schei... Esel werden. Die Goldesel-Macher versprechen Geld für die Betrachtung von Werbevideos, das Verfassen von Bewertungen und Rezensionen, die Teilnahme an Umfragen, die Installation von Spielen und Apps, das Teilen und Liken von Facebook-Seiten.

Wer fleissig guckt, teilt, rezensiert, der bekommt aber zunächst mal Credits, die dann in echtes Geld umgewandelt werden können, sobald der Kontostand 5000 ebensolcher Credits aufweist. Diese 5000 haben einen realen Gegenwert von 5 Euro, die man sich als Gutschein (Amazon, Gooogle Play Store, iTunes, Steam) abholen kann. Ab 30000 Credits, also 30 Euro, gibt es dann die Möglichkeit, das vom Esel gestreckte Guthaben aufs Paypal-Konto überweisen zu lassen.

Die Kollegen von chip haben die App getestet und technisch für o.k. befunden. Sie schreiben zudem, dass es schon bei der Erstinstallation der App erste Credits, so in etwa 10 bis 20 Cent, zu verdienen gibt. Für die Teilnahme an Umfragen können sogar 1000 Credits, sprich nen Euro, abgestaubt werden.

Mal davon ausgehend, dass hier nach wie vor Besserwerber lesen, ist wohl eher nicht davon auszugehen, dass diese Verdienstaussichten unsere Stammleser vom Hocker reissen. Aber vielleicht entwickelt jemand von Ihnen eine App-Erweiterung, die dann selbständig liked, teilt, rezensiert oder guckt. Also einen völlig autonom agierenden Goldesel.

Und außerden: man weiß ja nie...

Die Goldesel App gibt es bei itunes und bei Google Play.




Astra: Saug geil

Der neue Spot von Philipp und Keuntje für Astra. Eine Liebesgeschichte. Saug geil.




Dazu ist heute auch das aktuelle Printmotiv erschienen. Viel mehr Astra-Plakate gibt es hier.

Astra Kampagne 2017

Fototermin

Falls sie es noch nicht wussten, jetzt wissen sie es: Kommenden Montag haben Sie einen Fototermin mit Rankin.

Rankin LIVE

BBDO Düsseldorf und der Künstler höchstselbst laden Sie am Montag, den 3. April 2017, zum ersten Rankin LIVE in Düsseldorf ein. Das tun die nicht nur weil Sie - ganz zweifellos - ungemein fotogen sind und es zudem natürlich auch verdient haben mit James Bond, Elisabeth II, Mick Jagger und Konsorten in einer Liga zu spielen. Die tun das, weil es für den guten Zweck ist: Für eine gerechte Welt. Ohne Armut..

Diesen Termin sollten Sie unbedingt wahrnehmen und auch möglichst früh mit nem Fuffi auf der Matte stehen. Denn wenn Sie das hier lesen gilt wohl „first come first serve“. Es sei denn Sie hatten vorher Losglück oder einen Auktionszuschlag.

Rankin LIVE in Düsseldorf ist eine Kooperation von BBDO Düsseldorf, Intercontinental Düsseldorf, GFG Haircare, Adstream und Seifenfabrik Dr. Thompson`s.

Eines Tages in der Zukunft ....

Ich habe einen neuen Instagram-Account. Riesending. Mega!! Läuft super. Schon vier Abonnenten! Nach ganz kurzer Zeit. Awesome, einfach awesome! Da mache ich mir natürlich Gedanken. Und möchte sie teilen. Denn teilen ist wichtig. Share-Economy und all der krasse Shice!

In Zukunft 1 ... bin ich ein Super-Hero


Szenario 1 ist, dass es voll so weiter geht. Täglich mehr Abonnenten. Täglich mehr und noch geilerer und gehaltvollerer Content und eines Tages stehen die Männer mit den Geldkoffern vor der Tür und machen mir ein Angebot. Ich ziere mich kurz und nehme dann sofort an. Es läuft super. Cocktail schlürfend sitze ich in meinem Home-Office und haue einen geilen Post nach dem anderen raus. Meine Posts werden als Buch verkauft. Es gibt Ausstellungen, Kalender, T-Shirts, eine eigene Modemarke und Wurst. Wurst? Ja, Wurst, warum nicht? Alle sind zufrieden, wenn sie eine Modemarke haben oder ein blödes Parfum oder endlich Model sind oder so. Ich will mehr, ich will eine eigene Wurstmarke. Da, wo ich herkomme, bedeutet das was!

Längst poste ich nicht mehr selbst. Hunderte von Praktikanten arbeiten für mich. Unbezahlt natürlich, dafür bekommen sie malerische Titel: "Senior Post Performance Officer" (muss die "gefällt mir"-Herzchen zählen), "Key Engagement Indication Manager" (muss Abonnenten zurück-abonnieren) usw. Sie wissen schon. Ach, das bringt mich auf eine Idee, Moment, muss ich grad notieren. Ich hab den ganzen Tag ständig so super Ideen, wenn ich die nicht aufschreiben würde, ich wüsste gar nicht, wohin damit. Idee: Praktikanten dürfen sich ihre Titel selbst ausdenken, voll die besondere Auszeichnung, kicher. Und am Ende bin ich reich, superreich, werfe Lokalrunden in Erwins Pils-Pub, kaufe Google und verwirre Promis, die sich selber googeln, mit Katzenfotos. Ein Traum!

In Zukunft 2 ... bin ich am Arsch


Szenario 2 ist Mist! Furchtbar, nicht marktfähig. Aber so ist das eben: Das Leben ist ein hartes Pflaster usw. Und wer sich darauf einlässt, muss mit den Konsequenzen zurecht kommen. Spoiler für alle, die zart besaitet sind: Szenario 2 ist schlimm. Es geht um überzogene Kreditkarten, die Frau verlässt einen, dann kommt der Alkohol, voll unlustig nach der ersten Flasche, und dann bleiben die Likes aus, Altersarmut, Krankheit, man wird debil, geht auf rechte Demos und am Ende dann: stirbt. Man. Einsam. - Und das geht so:

Kurz nach dem euphorischen Anfangs-Hoch bleiben die Herzchen aus. Die Werbeverträge werden immer billiger, ich muss meinen Ferrari verkaufen. Der Content ist alt, blass und verstaubt, alles wirkt schrottig, ärmer, immer ärmer, voll wie Knäckebrot, lichtarm, farblos, kraftlos, bäh! Nee, also nee, keiner will das sehen. Vor lauter Alkohol bleiben mir die Ideen aus, ich fange an, Posts zu kopieren, werde erwischt, und damit bin ich raus. Am Ende kann ich mir den Alkohol nicht mehr leisten, und dann findet man mich mit einem zerknüllten O2-Vertrag in meinen starren Fingern irgendwo auf Facebook, ein Bild des Jammers, erbärmlich, schlimm. Ein letzter mitleidsvoller Re-Post von irgendwem, ein herziges RIP und das war's.

Moral aus der Geschicht:


Am Arsch sein ist Mist! Nee Leute, das macht keinen Spaß. Wo ist das Leben, das wie ein einziger Sonntag ist, an dem man sich um nichts kümmern muss, wo? Wenn man am Arsch ist? Genau, es ist weg. Na, vielen Dank! Das will ich nicht. Daher ist klar, ich entscheide mich für Szenario 1. Vor mir liegt der Aufnahme-Antrag des Milliardärsclubs. Das Feld, in das man sein Vermögen eintragen muss, hat 27 Stellen vor dem Komma, höhö. Das nenne ich Größe!

Was ist eigentlich ... Corporate Clothing? Corporate Fashion?

Woher wissen Hunde, dass andere Hunde Hunde sind? Die Wissenschaft weiß es nicht, wir Marketing-Leute schon: Es ist ihre Corporate Identity, die sie über Rassegrenzen hinweg identifizierbar macht. Wie schon Benno Keysselitz sagte, für mich der Papst aller CI-Päpste, der David Ogilvy der Unternehmensselbstverständnisse, ist an einer Eiche jedes Blatt anders, dennoch sind sie alle gleich, und jeder weiß, dass ein Eichenblatt ein Eichenblatt ist. Die Lösung? Selbstähnlichkeit mit einem definierten Maß an Unterschiedlichkeit. Genauso bei Kleidung.

Ein Eichenblatt ist ein Eichenblatt

1. Funktionalität versus Look


Den Einen kommt es darauf an, sich gegen Wind, Eis, Sonne, Dornen oder Spinnen zu schützen; im Industriezusammenhang entsprechend vor Säure, Verletzungen, Schmutz etc. (Stichwort Arbeitsschutz: Stahlkappenschuh, Helm – Stichwort Hygiene: Krankenhaus, Küche). Den Anderen kommt es auf die Definitions- und Abgrenzungsfunktion von Kleidung an. Der Look als andere Art der Funktionalität. Am auffälligsten wird das durch Farben erreicht. Beliebtestes Beispiel, wie Kleidung zur Identität beiträgt, sind natürlich (rote) Fußball-Trikots.

2. Individualität versus Konformität


Während man privat eher versucht, sich durch Eigenheit auszuzeichnen, ist das im geschäftlichen Zusammenhang anders: Man kleidet sich uniform. Innerhalb bestimmter Grenzen versucht man Akzente zu setzen, Männer etwa mit Uhren, Frauen häufig mit Schuhen. Aber im Allgemeinen passt man sich dem gültigen Dress-Code an. Das Faszinierende ist, dass diese Dress-Codes ihre normative Kraft oft entfalten, ohne dass jemand sie offiziell angesagt hat. Anders als bei manchen Banken.

3. Blau, blau, blau ist alles, was ich trage


So haben wir als Kind die Berufe gelernt. „Grün“ war der Förster, „weiß“ der Bäcker, „schwarz“ der Schornsteinfeger usw. Corporate Clothing ist die Anwendung von Corporate Design auf Arbeitskleidung. Eng gefasst in den Bereichen, wo Arbeitgeber Kleidung vorgeben, vor allem also im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer. Im Prinzip kommen Funktionalität und Look hier zusammen; es müssen Millionen Vorschriften erfüllt werden, das Ganze soll aber auch Selbstdarstellung, im Grenzfall sogar Werbung sein (gelbe Engel).

Übrigens: Kennen Sie die Laufveranstaltung B2Run? Sie können sich nicht vorstellen, was für ein gnadenloser (nach unten offener) Geschmackswettbewerb um das T-Shirt mit dem besten Spruch aus allen denkbaren Wortspielen mit „Laufen“ dort ... läuft, höhö. Habe ich schon erwähnt, dass ich in diesem Zusammenhang schon einmal beinahe die Torsten-Matthes-Medaille für das beste B2Run-T-Shirt bekommen hätte? Bevor ihn mir – kein Witz – Sky weggeschnappt und mich deplaziert hat? Nein. Na dann ein anderes Mal!

Auch in der Musik ist Arbeitskleidung oft das A und O



Polizist, Cowboy, Indianer, Soldat, Bob, der Baumeister, alles klar. Nur, was der Mann mit den schwarzen Ledersachen für einen Beruf hat, habe ich nie verstanden.

Wer hat den größten Ameisenhaufen im Wald?

Ameisen sind die nützlichsten Tiere des Waldes. Das ist eine der unumstößlichen Wahrheiten, die mir meine Eltern früh beigebracht haben (neben: Wenn man Zwetschgen isst und Wasser trinkt, stirbt man - oder: Am Händedruck kann man erkennen, ob jemand Charakter hat). In meinen Augen ist es eine echte Tragödie, dass Waldameisen inzwischen eine bedrohte Tierart sind. Arme Ameise!

Content-Arbeit ist Ameisen-Arbeit



Content-Arbeit ist Ameisen-Arbeit

Content-Marketing ist wie die Arbeit dieser Ameisen: Krümel für Krümel werden erst kleine, dann größere und am Ende gigantische Ameisenhügel zusammengetragen. Guter Content ist wie ein schöner, großer Ameisenhaufen. Total nützlich, sehr kleinteilig, und man muss echt fleißig sein. Nein, nein, da geht nichts einfach mit einem großen Wurf wie von selbst. Da muss man schon was tun. Das ist Kleinarbeit. Und nützlich! Nun gut, im echten Wald gibt es außer der fleißigen Ameise noch andere erdbewegende Kräfte, wie etwa den Gemeinen Wanderer. Aber das ist ja im Marketing nicht anders. Was guter Content leistet, lässt sich mit einer einzigen unvorsichtigen Bemerkung des Erben des Deutschen Firmenchefs auf einer bescheidenen privaten Champagnerparty mit 800 guten Freunden in Ibiza wieder vernichten, wenn er beispielsweise einem privaten Fernsehsender seine Ansichten über Menschen anderer Hautfarbe mitteilt.

Das wird teuer!


Was wollte ich noch sagen? Ach ja, richtig: Kleinarbeit. - Stellen Sie sich auf Folgendes ein: Marketing auf Content-Ebene ist kleinteilig und mühsam. Mühsam ernährt sich nämlich nicht nur die Ameise, sondern auch das Eichhörnchen. Aber ob es klug ist, jetzt, hier am Ende des Beitrags noch einmal die Analogie zu wechseln? Eher nicht. Mühsam also ernährt sich das Marketing. Und langwierig. Kein Sprint, kein Marathonlauf, sondern ameisenmäßig. Und es wird teuer. Denn die Aufgabe ist ja nicht, einfach nur einen Ameisenhaufen zu bauen, sondern den größten! Sie verstehen? Das Gesetz! Es ist immer noch gültig! Auch, wenn wir über so modernen, krass heißen Scheiß wie Content-Marketing reden: Die Aufgabe ist immer noch, den Größten zu haben! Denken Sie darüber nach! (Das wird nicht billig alles, das wird nicht billig)

Auf dem Flohmarkt des Humankapitals

Service-Tipp für die Jugend im Marketing


Lesen Sie dies, jugendlicher Leser. Es ist wichtig für Sie! Egal, ob Sie einen Job haben oder noch suchen oder einen haben, aber einen neuen suchen, dieser Beitrag könnte Ihnen hilfreich sein. Er sagt Ihnen, dass es nicht an Ihnen liegt, wenn es schwer ist, "da reinzukommen".

Einleitung (unwichtig, können Sie überlesen): Alt sein ist tabu, alt werden natürlich auch


Eines der wichtigsten Tabus in unserer Gesellschaft ist das Tabu des Alterns. Es gibt Kalender, die man zum 40ten und 50ten geschenkt bekommt, die sind voll damit, wie Ex-Politiker und Ex-Schauspielerinnen ohne materielle Probleme humorvoll mit dem Altern zurecht gekommen sind. Hahaha. Doch das ist nicht die (normale) Realität. Über diese Realität erfährt man nicht viel. Wer noch nicht alt ist, interessiert sich nicht dafür, und wer alt ist, meidet das Thema (man könnte ihn ja für alt halten). Ein Stigma. Das führt dazu, dass wir in einer Kultur von lauter Jugendlichen und Berufsjugendlichen leben. In einer Welt, in der niemand alt ist, und in der sich alle, die alt sind, scheinbar irgendwann vor den Monitoren auflösen. Das als Einleitung. Man sollte es im Hinterkopf haben, wenn man verstehen will, dass es beruflich wertvoll ist, jung zu sein.

Nun zu Ihnen: Wenn Sie jung sind, sind Sie ein Investitionsobjekt


Wenn Sie jung sind, ist Ihr Humankapital unglaublich groß. Stellen Sie sich vor, Sie finden auf dem Dachboden Ihrer Oma ein altes Gemälde. Es ist ein Picasso, aber Sie wissen es nicht. Sie gehen damit auf den Flohmarkt. Was meinen Sie, wird passieren? Wenn jemand das Gemälde erkennt, wird er sie darauf hinweisen? - Nein. Der Normalfall ist, dass man versuchen wird, ihnen das Stück für ein Taschengeld abzuluchsen.

Grafik: Darstellung des Humankapital im Zeitverlauf (in Lebensjahren; vereinfachte Darstellung)
So entwickelt sich Ihr Humankapital im Lauf der Jahre (vereinfachte Darstellung)


Sie sind wertvoll, verkaufen Sie sich nicht unter Wert


Machen Sie sich zum Mantra: Sie sind ein Investitionsobjekt, Sie sind ein Asset, Sie sind der Picasso. Wer Sie einstellt, ist wie ein Händler auf dem Flohmarkt. Jemand, dessen Geschäft darauf beruht, billig einzukaufen und teuer zu verkaufen. Seien Sie selbstbewusst und machen Sie da nicht mit.

Aus Ihrer jugendlichen Perspektive betrachtet haben diese etwas älteren Menschen vielleicht Vieles, wonach Sie sich sehnen, aber ich kann Ihnen verraten: Das, was Ihnen als Besitz erstrebenswert erscheint, sind nur akkumulierte Manifestationen von Sehnsüchten, die sich Sekunden nach dem Erwerb in die Angst, sie zu verlieren, verwandeln. Fragen Sie, wen Sie wollen: Urlaube mit kaum Geld im Alter von 18 bis 23 sind und bleiben für Viele die geilsten Urlaube ever.

Davon unabhängig muss ich Sie fairerweise darüber aufklären, dass es natürlich ganz wesentlich ist, im Lauf des Lebens Wege zu finden, wie Sie Ihr Humankapital in irgendwas tauschen, das einen sogenannten "realen" Wert hat: Geld und so. Soll zweierlei sagen: 1. Bleiben Sie locker, wenn Sie kein fettes Auto haben. Aber 2. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert. Und das gelingt, wenn Sie locker sind.

Sie sind das Update


Sie haben Skills, die keine sind und über die keiner redet, die aber einen Hinweis geben, was hier Sache ist: Sie wissen, welche Apps wichtig sind. Sie wissen, wie man sie installiert, und welche Einstellungen sie haben. Sie benutzen Ihr Smartphone höchstwahrscheinlich auch nur für Schrott, aber vielleicht nutzen Sie außer Whatsapp und Facebook auch noch andere Apps. Zum Beispiel Snapchat. Ihre potenziellen älteren Kollegen nutzen kein Snapchat. Wozu auch? Sie wären dort allein, niemand ihrer Freunde ist da. Das spräche für Tinder, aber nein: Die Kollegen sind ja in einer Beziehung.

Sie leben das Leben


Auch, wenn es um Musik oder Filme geht, können Ältere nicht mitreden, denn sie haben zu wenig Zeit. Sie hingegen haben Zeit. Außerdem können Sie schneller tippen, Sie sind schneller bei jedem Spiel auf der PS4, Sie brauchen zwei Minuten, um ein neues Programm zu lernen, und Sie haben weniger Angst. Nicht vorm iOS-Update und auch sonst nicht. Was nicht nur daher kommt, dass Sie noch wenig "haben", das Sie verlieren könnten. Es ist eine hormonelle Sache.

Ihre Risikobereitschaft ist ein Vorteil, dessen Wert Sie vermutlich nicht einschätzen können. Eigentlich ist sie ein Nachteil, denn Darwin ist unerbittlich. Die Evolution sortiert Hasardeure aus. Doch wenn Sie Glück haben, finden Sie jemanden, der Ihren Wert erkennt und honoriert und Ihre Schnelligkeit und Ihren Mut zu nutzen weiß, von den größten Risiken bereinigt und irgendwas wirklich Geiles draus macht. Das kann funktionieren, wenn Ihre Bereitschaft, sich von jemand Altem bremsen zu lassen, auf jemanden trifft, der bereit ist, Ihr in seiner Unausgegorenheit wildes Zeug mit seiner Erfahrung in ein Marketing zu verwandeln, das sich verkaufen lässt. Der- oder diejenige muss bereit sein, dafür das eigene Ego zurückzustellen, und Sie müssen das auch. Dann wird es gut. Nach so einer Kombi sollten Sie suchen.

Wie bereiten Sie sich auf Bewerbungsgespräche vor?


Machen Sie sich klar, wer Sie sind. Was Sie können und was Sie besser können als die, die Sie einstellen (= die Welt erobern). Verinnerlichen Sie, was ich oben geschrieben habe: Sie sind der Picasso, Sie sind wertvoll usw. Ihr Humankapital ist hoch.

Seien Sie frech bei Ihrem Bewerbungsgespräch. Nutzen Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen, nicht nur dazu, sich zu erkundigen, wie viel Urlaub es gibt. Fragen Sie, warum Ihr Gegenüber da arbeitet, wo er/sie ist. Fragen Sie, was das Legendärste ist, was das Unternehmen bisher erreicht hat. Fragen Sie, ob man für Kreativität gefeuert werden kann. Fragen Sie, ob es eine Infrastruktur zur Förderung von Kreativität und Ideen gibt - Veranstaltungen, Schulungen, irgendwas. Denken Sie dran: Sie sind der Picasso. "Warum sollten wir uns für Sie entscheiden?" - "Weil ich schneller bin als jeder hier im Raum und weil ich zehn mal so viele Follower hab! Und falls jemand hier meinen Highscore schlägt, arbeite ich umsonst für Sie!" Und drehen Sie das Ganze um: "Warum sollte ich als Bewerber mich für Sie entscheiden?" (Sie sind der Picasso)

Wenn Sie das verstehen und sich danach verhalten, habe ich Ihnen hiermit ein paar Jahre in den Drehtüren des Jobeinstiegs erspart.

volders: Der Assistent, der sich mit Verträgen auskennt

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Sie müssen wissen, ich werde immer ungemein kritisch wenn ich mit dem Wörtchen "Sparen" konfrontiert werde. Nehmen sie nur den Klassiker aus dem eher semiprofessionellen Verkaufsgespräch: "Wenn Sie auf soundsoviele Zigaretten am Tag verzichten, sparen Sie genug Geld um locker die Krankenzusatzversicherung oder den Muckibudenvertrag zu finanzieren." Ob man das eine noch braucht, wenn man das andere nicht mehr raucht, sei mal dahingestellt. Der Vertrag geht doch, so es denn wirklich an den Fluppen hängt, ohnehin ins Storno...

Oder, anderes Beispiel: "Desto mehr Sie kaufen, desto mehr können Sie sparen." Heiße ich Heinrich Lohse? Ich will doch zumindest glauben, zu wissen was ich will. In diesem Ton kommen wir nicht ins Geschäft.

Mein Schulfreund Peter hingegen, er würde sich selbst sicher gern als einen Sparfuchs bezeichnen, raucht nicht, hält sich in der Kneipe über Stunden an einem Bier fest und kauft sowieso immer nur da wo es billiger ist. Diese Lebensweise ermöglichte ihm, dass muss man ihm zugute halten, peu à peu den Erwerb beträchtlicher Immobilienbestände im Düsseldorfer Süden. - Ich hatte mal einen Bausparvertrag. :-Q

Anderes Reizthema: Ordnung. Natürlich begrüße ich das Konzept, weiß aber auch um den Aufwand. Menschen meiner Generation (Wir wurden vor Jahren noch mit Leitz-Ordner statt Notebook unterm Arm angetroffen) werden schon angedenk vieler Stunden, die mit der Ablage von Schriftsätzen, Rechnungen, Vertragsinhalten und anderem Papierkram verbracht wurden, das Sprichwort "Ordnung ist das halbe Leben" bestätigen können.

Wie also reagieren auf so eine App, wie die von volders? Ein digitaler Vertragsassistent, der den geordneten Überblick über laufende Verträge verschafft und zudem Einsparpotentiale offenlegt.

Freudig, erregt!

Mit dem digitalen Vertragsassistenten von volders können Nutzer ihre persönlichen Verträge, wie Mobilfunk, Strom oder auch Fitnessstudio, bequem und von überall managen. Noch bevor sich Verträge automatisch verlängern, vergleicht die App die bestehenden Konditionen und schlägt ggf. bessere Angebote von bestehenden oder neuen Anbietern vor.

Volders App

Mit nur einem Klick können Nutzer nun entscheiden, ob sie kündigen, verlängern oder wechseln möchten. Jede dieser Entscheidungen kann mit der volders App erledigt werden.

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Besonderer Clou: Es ist nicht notwendig einen Sonntagnachmittag einzuplanen um alle relevanten Vertragsinformationen zusammenzutragen um die App zu füttern. Sie vervollständigt sich selbst.

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Die volders App ermöglicht also mit minimalem Aufwand Überblick und Kontrolle persönlicher Verträge und zeigt Einsparpotentiale auf. Die iOS App macht den Zugriff von unterwegs noch einfacher und bequemer. Sie ist der Vertragsordner für die Hosentasche. Alle Account- und Vertragsdetails synchronisieren sich automatisch zwischen den unterschiedlichen Geräten.




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