Gott braucht Werbung

Er hat Glocken ....

Glocken

Und damit ist er wie Harley Davidson schon am Klang erkennbar, wobei er, der Gute, auf ne Patentanmeldung verzichtet hat. Wie dem auch sei: Einfach mal drüber nachdenken, dann aufhören und vordenken. Schließlich ist das einzige, was Sie beeinflussen können, die Zukunft!

Mit den obligatorischen Jahresendzeitglückwünschen ....

Ihr Besserwerberblog

Canon Business Produkte für kreatives Arbeiten

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Hier und da mal was mit dem Drucker drucken, ab und an was mit dem Scanner scannen, je nach Kunde und Anlass mit dem Beamer präsentieren. Und natürlich immer wieder mal was fotografieren (wenn es wichtig ist sogar mit richtiger Kamera). Ich gebe es zu, im Umgang mit dieser Technik bin ich noch ganz im Geist der 90er aufgestellt, habe mir über die Anschaffung hinaus und im beruflichen Alltag eher wenig Gedanken um die zusätzlichen und optimalen Einsatzmöglichkeiten dieser Gerätschaften Gedanken gemacht. Meine Canon Spiegelreflex mit Zoom ist sogar aus den Achtzigern. (Aber die Espressomaschine ist ganz neu und läuft und läuft und läuft)

Dabei gibt es insbesondere Canon-Lösungen für die Kreativwirtschaft, mittels derer sich Agenturen jeder Größe ins Jahr 2017 versetzen lassen.

EOS 80D
Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf: Canon EOS 80D


Wer beispielsweise den Umgang mit Digital- oder Papierdokumenten verbessern möchte oder Produkte für optimale Fotografie benötigt – Canon bietet eine umfangreiche Palette an Kompetenz und Technik, die sich mit den individuellen Anforderungen weiterentwickelt. Die Canon Leistungen umfassen sowohl die Beratung in Sachen Informationsmanagement und Arbeitsabläufe, als auch Dokumentenmanagement-Lösungen für Kreativagenturen jeder Größe.

MAXIFY MB2750
Ein Multifunktionssystem für das Home Office: Der Canon MAXIFY MB2750


Wer sich selbst nicht stets kümmern kann oder mag, hat die Möglichkeit all diese Dienste an Canon auszulagern oder von Canon vor Ort erledigen zu lassen. Zudem bietet Canon eine Vielzahl von Workshops sowie Betreuungs- und Beratungsdiensten.

Canon Beamer
Ich bin selbst ein bisschen scharf drauf: XEED WUX500, Installationsprojektor von Canon


Auch dank vieler kreativer Kampagnen (ein Beispiel hier), der jüngsten "We Speak Image"-Kampagne, zahlreicher Kultur- und Sport-Sponsoring-Aktivitäten und natürlich der Marken-Plattform "Come & See" hat Canon seit Jahr und Tag einen festen Platz unter den Best Brands.

Besonders bemerkenswert ist die Philosophie des Unternehmens: Kyosei.
Kyosei, das steht kurz, knapp und japanisch für "Zusammen leben und arbeiten für das Allgemeinwohl". Das bei Canon gelebte Prinzip drückt den Kern des unternehmenseigenen Selbstverständnisses aus und bezieht sich auch auf die Art, in der die Menschen zur Teilnahme am Arbeitsplatz motiviert werden.

Sofern Sie nun Ihren eigenen Arbeitsplatz bereichern möchten: Bitte, sehen Sie sich mal hier um.


Blog Marketing Influencer-Marketing ad by t5 content

Das Internet ist voll! Wozu noch ein Blog?

Keiner hat Zeit, nicht genug für den Job, nicht genug für die Familie, woher also die Zeit zum Lesen nehmen? Vor zehn Jahren waren Blogs noch Pionier-Plattformen. Der Gedanke des Mitmachwebs hat die durch das Abwandern von Werbeeinnahmen zu Ebay und Autoscout24 usw. bereits erschütterten Printmedien auch inhaltlich in Frage gestellt.

It's a cat
It's a cat
Inzwischen ist das Internet mobil geworden, jeder, wirklich jeder (bis auf meine Eltern) hat ein Smartphone, und selbst der letzte Laie hat verstanden, dass es hier um etwas geht, das ja ganz leicht aussieht: Aufmerksamkeit. Auf selbstverständliche und unbemerkte Weise ist jeder zum Produzent und Selbstvermarkter geworden. Auch wenn es nur geteilte Fotos oder Whatsapp-Nachrichten sind, die hier produziert werden, ganz abgesehen von der Flut der über Facebook, Twitter oder Google+ weitergeleiteten Inhalte von überallher aus dem Internet. “Chill dein Leben, share dein Leben, fotografier dein Leben, erzähl die Geschichte deines Lebens!” Die Konsumenten machen es vor und die Business-Teilnehmer des Internets machen es nach. Bis hin zur - nennen wir es: "Adaption" von Formaten und Ideen.

The Aufmerksamkeits-Web


Durch diesen Aufmerksamkeits-Ansatz ist das Hintergrundrauschen lauter geworden, der Content ist kleinteiliger geworden, Information zerfällt in immer mehr Einzelteile, überall nur noch Fragmente, und alles ist vermischt mit einer unübersehbaren Fülle von Mist und Quatsch. Gleichzeitig ist die Forderung lauter geworden, alles möglichst kurz und simple zu halten. Ein schöner Wunsch, eine Binsenweisheit, die in immer neuen simplen und noch simpleren How-to-simplify-die-ganze-Welt-Listen im Grunde auch eher zur Unübersichtlichkeit beiträgt als zur Vereinfachung. Und keiner weiß, was in dieser Hölle noch wichtig ist bzw. als Unternehmen: wie man sich hier noch Gehör verschaffen soll.

Wozu da noch ein Blog?

1. Blogs sind nützlich als Filter


Blogs können eine Vorsortierung dessen leisten, was täglich durch die Welt flimmert. Ist das Blog gut, filtert es Unrelevantes weg und destilliert das Relevante heraus. Als Leser weiß man, das jeweilige Blog hat die Lektüre, zu der man selbst keine Zeit hat, oder eine gewisse Gedankenarbeit bereits geleistet und die wichtigsten Informationen zusammengestellt. (Dies ist vor allem ein Nutzen für Rezipienten aka Zielgruppen aka Leser)

2. Blogs zeigen Haltung besser als andere Kommunikationskanäle


In den Frühzeiten des Bloggens war die Devise, möglichst eigenen und vor allem unterscheidbaren Inhalt zu produzieren. Das ist sehr SEO-gefärbt und funktional. Natürlich stimmt es, aber das eigentliche Ziel war, und das ist es auch heute noch, Haltung zu zeigen. Haltung! Vor zehn Jahren war die Weiterleitung von Links das “ganz große Ding”, jeder hat es gemacht, und es war super, hier mitzumischen. Das hat sich geändert. Vor zehn Jahren war eine eigene Haltung durch ein Mindestmaß an gedanklicher Originalität darzustellen. Heute lässt sich Haltung aber auch schon durch das Mischungsverhältnis bei der Themenwahl und eben auch beim Verlinken darstellen. Die alltägliche Kommunikationsvielfalt, die man in einem Blog sammeln und zusammenfassen kann, liefert ein besseres, nämlich authentischeres Bild eines Unternehmens als andere Medien und Maßnahmen, wie Presse-Mitteilungen, Geschäftsberichte oder sonst was für Broschüren. (Dies ist ein Nutzen vor allem für Unternehmen)

10 universelle Thesen von Reichtum, Glück und Content-Marketing

Eigentlich müsste die Überschrift anders lauten: Was mir heute so durch den Kopf gegangen ist. Aber wer will das schon wissen? Hier, bei der Überschrift, geht es um mehr: um Auffälligkeit, Distinktion, Relevanz usw. Damit Ihr Text gelesen wird, müssen Sie unbedingt an der Advanced-Content-Schraube drehen. Und damit haben Sie schon Lektion 1 gelernt:

1. Verkaufen Sie Kühlschränke in Alaska –
mit perfekt formulierten Buzz-Word-Headlines


Eine Überschrift muss catchy sein („catchy“ kennen die Älteren noch als „pfiffig“). Sonst liest niemand den folgenden Text. In der Menschheits-Geschichte ist kein Fall bekannt, wo jemand einen Text gelesen hätte, ohne zuvor die Überschrift gelesen zu haben (ist natürlich auch manipulativ, die Headline oben über den Text zu setzen; noch dazu in großer Typo!).

2. Machen Sie Hyper-Branding und erwähnen Sie Marken oder Promis – oder beides (aber niemals, niemals Sex!)


Hier ein Foto einer Blondine, die darstellt, wie man ein Foto sinnvoll in den Content einbindet © Sergii Figurnyi - Fotolia.com
Blondinen dürfen auf keinen Fall nichts mit dem Text zu tun haben! © Sergii Figurnyi - Fotolia.com
Egal, ob man eine Marke lobend oder despektierlich erwähnt: Beides bringt Leser, Hauptsache, ein bekannter Name kommt vor. Wenn man es geschickt anstellt, zum Beispiel durch das Bild einer Blondine, die aber auf keinen Fall nichts mit dem Text zu tun haben darf, bleiben sogar nach der 2-Sekunden-Frist stets zwei Leser hängen.

Marken, die sich gut für Name-dropping eignen, sind Apple oder Tesla oder Audi. Oder man erwähnt Promis, also Menschen-Marken, wie Helene Fischer oder Michael Jackson. Oder Helmut Kohl. Oder Erwins Pils Pub! Erwins Pils Pub, gepflegte Biere in der Bahnhofstraße 7, jetzt ein iPad mit jedem siebten Pils.







3. Nehmen Sie sich wichtiger als Ihren Textgegenstand –
und alle Welt will ein Kind von Ihnen


Im Gegensatz zu anderen, langweiligen Textarten wie Dissertationen, darf ein Blogbeitrag subjektiv und persönlich sein. Eigentlich muss er das sogar. Am besten macht man mit jedem Wort darauf aufmerksam, dass der Text einen unglaublich intelligenten und witzigen Autor hat, der tolle Wörter kennt und sich traut, waghalsigste Satzkonstruktionen zu entwerfen, bei denen irgendwann keiner mehr weiß, wie der Satz eigentlich angefangen hat. Der Gegenstand eines Textes muss zwingend hinter die Person des Autors zurücktreten. „The author ist the message!“, wie Michel Montignac in seiner berühmten Gandhi-Biographie so treffend schrieb.

4. Beweisen Sie der Welt, wie falsch sie liegt


Haben Sie studiert? Geisteswissenschaften? Dann wissen Sie ja, dass eine Abschlussarbeit nur dann gut ist, wenn sie alles Bisherige in Frage stellt. Die gesamte Forschung hat geirrt! So einfach ist das. In einem guten Blogbeitrag ist es genauso. Seien Sie der/die Erste, der/die endlich alles richtig sieht.

5. Regen Sie sich auf


Je höher das Erregungsniveau, desto authentischer die Aussage. Völlig egal, ob es um die Flut neuer CDs von irgendwelchen Bands aus den 70ern geht, einen typografischen Fehlgriff auf einer Kaugummipackung oder eine Anzeige, die von 20 älteren Damen im Possenhofener Hinterhofblatt gesehen wird, regen Sie sich auf, als ginge es um den Weltuntergang.

6. Regen Sie sich MEHR auf


Werden Sie ausfällig, um klarzumachen, wie wichtig Ihnen das Thema ist. Beleidigen Sie Menschen, rufen Sie Andere zum Handeln auf. Werden Sie persönlich (vergessen Sie nicht, alles mit „sorry“ zu relativieren). Niemand darf tatenlos zusehen, wenn ein Unternehmen wirkungslose Werbung macht.

7. Kennen Sie die richtigen Leute


Es reicht nicht, Bescheid zu wissen, man muss die richtigen Leute kennen. Anfänger zitieren Shakespeare, machen Sie es besser, zitieren Sie Leute, die kaum einer kennt. Zum Beispiel Ralf, der jeden Freitag in Erwins Pils Pub ist. Sie wissen schon: Erwins Pils Pub, gepflegte Biere in der Bahnhofstraße 7. Außerdem Autoritäten wie Onkel Arthur (internationale Politik), Onkel Herbert (Sport, Wirtschaft), Tante Thekla (Medizin, Wissenschaft) und Oma (neue Medien).

8. Storytelling – die 3-in-1-Marketing-Superwaffe


Erstens ist „Storytelling“ natürlich ein 1A-Buzz-Word, zweitens wird niemand ernst genommen, der nicht mit Storytelling arbeitet, und drittens ist Storytelling immens wirkungsvoll. Als ich zum Beispiel letztes Jahr bei der Oscar-Verleihung mit meinem guten Freund Robbie Williams im Gespräch war, kam Warren zu uns rüber.

Warren begrüßte mich sehr herzlich, fragte, wie es meinem Hund geht, ich schüttelte ihm die Hand und meinte, dass Rasputin super drauf ist, obwohl ich ihm immer Walmart-Futter kaufe, wir lachten sehr herzlich, und dann wollte er, dass ich ihn mit Robbie bekannt mache. Wir redeten noch lange über dies und das, hingen später noch auf ein paar Drinks in Erwins Pils Pub rum, gepflegte Biere in der Bahnhofstraße 7, und da sagte Warren zu mir den entscheidenden Satz: Torsten, sagte er, wenn du wirklich erfolgreich sein willst, mach Storytelling! Alle nickten, auch der Nikolaus.

9. Setzen Sie sich für die gute Sache ein


Lesen Sie Sunzi und schlagen Sie nur Schlachten, die Sie schon gewonnen haben. Setzen Sie sich engagiert und erfreulicherweise mühelos für das Gute ein. Ergreifen Sie Partei für Ghandi und Einstein, verteidigen Sie Mozart und Kafka, werfen Sie sich gegen Krieg und Tierquälerei in die Brust und erzählen Sie, während Sie noch ein Lachshäppchen vom Tablett nehmen, wie Sie jedes Mal leiden, wenn ein Bergigel stirbt. Die kaum einer kennt, weil sie schon so gut wie ausgestorben .. ∗schnüff∗ … die armen Tiere.

Machen Sie auf jeden Fall einen „Pro-Umwelt“-Aufkleber auf Ihren BMW. Am besten zwischen den Sylt- und den Apple-Aufkleber. Über den „Ich bremse auch für Kinder-“ und den „Woodstock“-Aufkleber. Neben den „Für Wale“-, den „Für Pinguine“-, den „Ich hab den Längsten“- und den „Payback“-Aufkleber. Jetzt 0,1% Rabatt bei Herausgabe all meiner persönlichen Daten. Mensa-Club, Singapur. Lotto Baden Württemberg. Biosiegel sind oft unseriös. Amen.

10. Distinktion ist alles


Abstand, Abstand, Abstand, wie Karl Lagerfeld gesagt haben könnte. Marketing beruht darauf, sich zu unterscheiden. Beachten Sie die Figur-Grund-Beziehung, seien Sie die Figur und nicht der langweilige Hintergrund. Und verbal, das muss man leider sagen, bleibt da kaum etwas Anderes als Angeberei. Werden Sie der größte Angeber der Welt, und Sie verkaufen den Eiffelturm! Ihre Kunden werden Sie lieben!

11. Buchen Sie meine Seminare und werden Sie reich, richtig reich


Meine Seminare finden jeden zweiten Dienstag auf dem Mond statt. Genießen Sie in Schwerelosigkeit schwebend den Blick auf die Erdkugel mit einem Glas französischen Rotweins und skandieren Sie das Mantra des guten Verkäufers: Eines Tages gehört das alles mir! Und ja, richtig, es sind elf Thesen, aber wenn eine Überschrift zu viele Thesen ankündigt, wird der Text nicht gelesen.

Neue Energien

Wahrscheinlich haben es die Initiatoren von Metal Hammer selbst noch nicht vollkommen realisiert. Seit dem Festivalsommer 2016 scheint die Tür zu einer neuen Epoche der Energiegewinnung ganz weit aufgeschlagen. Den Erfindern des Headbanging und dem Energy Mosher sei Dank.


Metal Hammer Ambient Promotion: Energy Mosher via Saint Elmo's

#wuvbpms vs. Kobayashi-Maru Test

Waren Sie gestern beim W&V Best Practice Marketing Summit 2016 oder haben Sie die Schluss-Keynote gelesen?

Die KI-Illusion - wie wir klüger bleiben als Computer
Dr. Henning Beck, Neurowissenschaftler, Biochemiker und Deutscher Meister im Science Slam

Computer werden immer leistungsfähiger, doch menschliches Denken bleibt unerreicht. Maschinen machen keine Fehler – wir sehr oft. Maschinen lernen – wir verstehen die Welt. Maschinen sind intelligent – wir sind mehr als das, denn wir kommen auch auf neue Ideen. Wie genau und was gute Ideen ausmacht, zeigt Henning Beck, Biochemiker und Neurowissenschaftler.
via pr-ip.de

Wenn Sie da waren, wollen wir hoffen, dass Sie viele weitere Erkenntnisse mitgenommmen haben. Diese zentrale und selbstredend sehr richtige Botschaft hätte Sie jedoch schon früher erreichen können. Aber wir liefern Sie gerne mal nach:

Merksatz: there is no such thing as a no win scenario

Oftmals vermitteln sich die “next big things” ganz schlicht übers Star Trek bingen.

Haben Sie den Schuss gehört?

Kennen Sie Sturgeons Gesetz? Theodore Sturgeon war ein Science-Fiction-Autor. Enterprise und so. Als ihm mal jemand sagte, 90 Prozent aller Science-Fiction-Geschichten wären Mist, antwortete er: "90 Prozent von allem ist Mist!" (aka "ninety percent of everything is crap").

Glasschaden

Wenn ich ganz offen sein soll, ich würde sogar sagen, 95 Prozent von allem ist Mist. Aber seien wir positiv. 90 Prozent also.

Das größte Problem von Content-Marketing ist Content-Marketing


Was für "everything" gilt, gilt auf jeden Fall auch für Content-Marketing. 90 Prozent ist Mist. Bedauerlicherweise ist es so, dass das Wissen über die Funktionsweise des Internets das Internet kaputt macht. Die Anwendung der richtigen Regeln macht die Regeln obsolet.

Nie gab es mehr und bessere Informationen über alles und jedes. Und nie waren sie besser versteckt. Die Nadel im Heuhaufen, und der Heuhaufen ist aus Mist. Sie wissen es, ich weiß es, es ist jedem klar. Die Antwort der Konsumenten dieser 90 Prozent Bullshit ist, sich besser abzuschotten. Aufmerksamkeit, die begrenzte Ressource usw. Das Irre ist: Auch das Ignorieren des zu Ignorierenden kostet Aufmerksamkeit.

Tools wie IBM Verse versuchen bspw. bei Mails, uns Priorisierungen abzunehmen. Und so sind wir nicht mehr weit davon entfernt, dass Software unsere Mails für uns beantwortet. Die zum Teil wahrscheinlich schon automatisiert an uns gesendet wurden. Unendliche Weiten und Maschinen, die mit Maschinen sprechen. Großartig. Und die Lösung? Wenn Content-Marketing nicht mehr richtig funktioniert, muss es MEHR Content-Marketing reparieren. Wird bestimmt funktionieren. Haben Sie den Schuss gehört?

Die Lösung, wenn Sie Content-Konsument sind


Nehmen Sie Ihr Content-Schicksal selbst in die Hand. Gehen Sie auf Content-Diät. Machen Sie sich eine Twitterliste mit den zehn Informationsquellen, denen Sie für das, was Sie brauchen, am meisten trauen. Lesen Sie selektiv nur, was diese Quellen empfehlen (ein Beispiel). Stellen Sie am Smartphone alle Benachrichtigungsfunktionen ab. Lesen Sie Mails nur noch zur vollen Stunde. Schotten Sie sich ab, aber schotten Sie sich bewusst ab. Smart.

Die Lösung, wenn Sie Content-Produzent sind


Erhöhen Sie Ihr Budget! Geben Sie mehr Geld aus! Viel mehr Geld als Ihre Mitbewerber! Das Geld erlaubt Ihnen, für ein paar Wochen und Monate schneller zu sein. Bezahlen Sie Ihre Zielgruppe für ihre Aufmerksamkeit, geben Sie den Leuten Geld. Klingt irre? Kann sein. Aber das mit den Negativzinsen auf Bankguthaben hätte vor drei, vier Jahren auch keiner geglaubt.

Wenn das Gehirn von Tante Erika eine Homepage wäre

Tante Erika lebt im Jetzt und doch ist nicht zu übersehen, dass sie aus der Vergangenheit kommt. Manchmal vergesse ich das, weil sie so integriert wirkt in unsere Zeit. Ihre social Skills sind super, vor allem, was ihr Tantennetworking angeht. Sie kennt mehr Tanten als jeder andere Mensch, den ich kenne. Es sind natürlich keine Tanten von ihr selbst, Tante Erika, sondern von anderen Leuten, deren Tanten sie sind. Diese. Jene. Anderen Tanten.

Tante Erika kennt sich aus. Ziemlich gut sogar. Sie hat eine Bahncard, reist viel, sogar mit dem Flugzeug. Sie hat ein Smartphone, das sie nicht bedienen kann. Außerdem hat sie einen tollen Kaffeeautomat, Weihnachtsgeschenk der Kinder, den sie nicht bedienen kann und nie benützt, sie macht sich den Kaffee mit ihrer alten Rowenta. Tante Erika schaut täglich Morgenmagazin und erzählt alles, was sie weiß.

Tante Erikas Gehirn als Homepage öffnet sich mit einem Sound-Intro, das sich nicht abstellen lässt. Sobald man irgendwohin klickt, verschwindet die Navigation des Browsers, und auf verzweifeltes Klicken öffnen sich weitere Fenster. Ebenfalls mit Sound, ebenfalls nicht abstellbar. Der Effekt dieser vielen Schallquellen ist eine Art Hall. Es klingt wie der Nachhall der Gegenwart in der Geschichte - oder umgekehrt, man weiß es nicht. Ein weiterer Effekt ist ein Overload des Denkens, das sich schließlich einfach abschaltet. Allerdings wird sofort das limbische System gestartet, eine Sekunde später ist man voll mit Adrenalin.

Denkprozessevia Websitebutler, Danke.

Traum aller SEO-Spezialisten


Der Look der Seite ist traditionell, aber das täuscht. Eine raffinierte Konfiguration lädt dynamisch irgendwelche Hilfsprogramme. Diese wiederum laden aus Tante Erikas prall gefüllten Datenspeichern eine wild randomisierte Mischung aus unvorhersehbarem, inhaltslosem Content und pressen diesen ohne jeden Versuch einer Portionierung in voller Länge in die Ausgabe. Tante Erika nützt dabei irgendeinen Ohne-Anfang-und-Ende-Loop, der zusammen mit ihrem Ohne-Punkt-und-Komma-Plugin ein Gemeinschaftserlebnis erzeugt, bei dem man sich sehr einsam fühlt. Insgeheim vermute ich, Tante Erika ist heimlich Kundenberaterin einer Werbeagentur, nur, dass sie halt keine Kunden mehr hat.

Die Seite bindet jeden Besucher maximal lange im Irrgarten ihrer Verzweigungen, es ist ein Traum. Außerdem nutzt Tante Erika dynamisches Keywording: Sie hat einen Weg gefunden, jeden Content at random mit jedem beliebigen Keyword der Welt zu verbinden. Ihr Gehirn ist der Traum aller SEO-Spezialisten. Wenn ich nicht wüsste, dass sie alle Angehörigen ihres Tantennetzwerks persönlich kennt, könnte ich schwören, das sind alles gutaussehende, prachtvolle, junge, hyper-intelligente SEO-Nerds, die sich im Web als ältliche, nur an Cremes und Tees interessierte Tanten tarnen.


Self-Marketing at its worst: Weihnachtsfeier

WeihnachtsfeierWir alle kennen sie, alle freuen sich darauf, wenn es wieder heißt: "Dieses Jahr gehe ich nicht auf die Weihnachtsfeier!" Nun, das mag viele Gründe haben, dies zu sagen, z.B. man ist gar nicht mehr im Unternehmen oder aus einem anderen Grund nicht eingeladen. Man will vermeiden, dass die Gesellschaft johlt, wenn es gen Mitternacht geht und man aufgefordert wird, den table dance des Vorjahres zu toppen oder aber der Kollege hat ne Neue (oder die Kollegin :-)) Aber natürlich gehen alle und alle haben noch bessere Gründe, trotzdem zu kommen. Man fürchtet Repressalien oder nicht auf dem letzten Stand zu sein oder dass die Pute aus dem X. Stock s schafft, sich völlig doof in den Mittelpunkt zu stellen, weshalb man auch am Tage der Feier um 14 Uhr geht, um um 19h top de luxe auszusehen. Einfach schön.

Nun, spätestens jezt fragen Se sich vielleicht, was Ihnen das sagen soll? Nun, inwiefern unterscheidet sich das Verhalten der oben aufgeführten und natürlich völlig fiktiven Person von dem der letzten Marketingaktion Ihres Hauses? Sehr? Nun, dann: Herzlichen Glückwunsch!

Aber wie oft produziert man sich vor anderen, postuliert, andere, neue Wege zu gehen; hat Angst, Fehler zu wiederholen und macht dafür dümmere? Weg damit. Und endlich genießen. Und es pragmatisch sehen. Schlimm wird es erst,wenn man wie eine natürlich fiktive Person am Tag nach der Weihnachtsfeier zur Chef-Sekretärin geht und fragt, ob bei ihr vielleicht ein H&M BH abgegeben worden sei. Obwohl, das ist auch sehr lustig...

Hach, es gibt so herrliche Weihnachtsfeiergeschichtchen .... Erzählt sie uns - natürlich ganz fiktiv ...

So geht Werbung

(Vorrabdruck einer Rede, die ich in zehn Jahren vor der Akademie der deutschen ... ähm, irgendeiner Akademie eben, halten werde)

Rede Balz
Bildquelle: gapingvoid.com / Mit bestem Dank an bilekjaeger in Stuttgart


Verehrte Jury,

Musik ist Balz, Tanzen ist Balz, tja und Werbung ist natürlich auch nichts anderes als Balz. Das geht so: Werbemännchen sitzt in seiner Höhle und reibt sich gedankenverloren den kleinen Grundnutzen, da kommt der Frühling, und das Männchen will raus. Will eine hübsche, nette, nicht zu komplizierte Zielgruppe kennen lernen, ihr näher kommen und vielleicht auch ein paar kleine, hübsche Geschäfte mit ihr groß ziehen. Doch kaum vor der Höhle, verschlägt es ihm die Sprache: Was ist das?? Dutzende anderer Werbemännchen stehen rum und tun und machen und tun und machen sich Konkurrenz!

Verdammt! Jetzt kommt der Moment, in dem er erst mal nachdenken muss. Hat ihm nicht jeder erzählt: Anpassung? Wär das Überlebensding? Hm! Nu aber mal langsam: Wie sehen denn eigentlich die Zielgruppen aus, die auf Anpassung stehen und die man mit max. Anpassung noch abkriegt? Kanns euch sagen: Schmucklos, trist, ein Jammer, will eh keiner haben, Überbiss, HHNE unter ferner liefen. Nee, so nicht. Also, was,tun? Und da schlägt die Stunde des Tollseins: Sexy sein! Muss man. Auffallen, begehrlich sein, die richtige Werbeagentur — was ich den ganzen lieben langen Tag propagier, eben. Tja.

Nun haben aber manche noch nicht gemerkt, dass die Steinzeit vorbei ist. Was tun sie, arme Troglodyten unter den Werbemännchens? Auf die Werbe-[sagtmannicht] hauen, dass es nur so spritzt, und voll aufdrehen und übertreiben und den Preis runter und die Diskont-Marketing-Welle machen, aber sowas von. Und was, wenn sie fertig sind? Keiner mehr da. Alle: „liih!" gesagt, fremd geschämt, abgehauen. Jaja.
Doch wie macht man's richtig? Werd ich oft gefragt, und dann nehm ich die Gitarre (hab zwar keine, aber egal, kann eh kein Instrument), nehm also meine Gitarre, setz mich hin und spiel ein Lied. Es ist das Lied vom Anschmusen. Eine Parabel oder wie die Dinger heißen. Geht ungefähr so:

Zielgruppe, liebe Zielgruppe, gib mir dein Geld./
Dafür geb ich dir einen Austausch, einen Wert,/
einen relevanten Nutzen, glaub mir, das wird schön./
Eine super Balz als Vorspiel (siehe oben),/
ich bin gar nicht so wie alle sagen, ehrlich,/
wir lassen uns ganz viel Zeit (nicht zu viel, sonst schlaf ich ein)./
Ich bring dir Referenzen ohne Ende,/
die waren alle zufrieden./
Wenn du willst, kannst du mich wieder sehen,/
wenn nicht, auch okay, dann nerv ich dich nicht. Usw.

Glauben Sie mir, so geht Werbung.

Haha, Quatsch, war alles nur Spaß! Nehmen Sie sich die richtige Werbeagentur, dann klappts auch mit der Zielgruppe!

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