Strategiewechsel ausgeschlossen

Man fragt sich doch, warum ändern die nicht etwas an ihrer Strategie, wenn Märkte, Branchen, Unternehmen, Produkte und Dienstleistungen so unter Druck geraten und dem sicheren Exodus entgegen rasen. Warum machen alle genauso weiter, so dass sich der enorme Druck noch weiter erhöht und beschleunigt.

Ganz einfach. Die Entscheider und Macher sind Teil des Problems und keiner will schuld sein. Keiner will die Verantwortung tragen müssen für das Versagen, die falsche Strategie. Somit ist neues oder anderes Denken nicht möglich, sondern man macht weiter bis zum bitteren Ende.

Wir Deutschen kennen solche Verhaltensweisen ja aus unserer Geschichte. Umdrehen oder ändern ist gleichzusetzen mit verlieren, versagen und aufgeben. Falsche Strategien in richtige zu wandeln ist unter solchen Umständen nicht möglich, denn wir haben keine fließenden Übergänge, sondern immer Untergang- und Aufstiegsszenarien.

Somit ist das Ende und der Neuanfang immer vom selben gekennzeichnet. Von Menschen, die unbelastet von der Vergangenheit zur Sache gehen können oder von ganz wenigen Menschen, die erkannt haben, warum ihr Kopf rund ist: Damit das Denken die Richtung wechseln kann. Aber am Ende aller Entwicklungen stehen immer wieder Menschen, die vor langer Zeit mal recht hatten und zum Umdenken nicht fähig, bereit und mutig genug waren.

Das Gute daran ist, dass immer wieder etwas Neues entsteht, das Schlechte daran, es wird so unglaublich viel vernichtet. Dabei könnte man den Übergang weitaus weniger dramatisch gestalten.

I' ll be back. [Mein Beitrag an einem ganz besonderen Tag - 21.März, da soll mal einer sagen ich könnte keine Prioritäten setzen.]

Marketing ist...

Oft treffe ich auf Menschen in Unternehmen, die glauben, es gibt eine Marketingabteilung. Das wundert mich dann. Und siehe da, da gibt es dann wirklich Abteilungen, die in ihrer Beschreibung den Begriff Marketing erkennen lassen. Das wundert mich dann noch mehr.

Im Laufe der Zeit bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die meisten das Wort Marketing benutzen, ohne genau zu wissen, was das ist geschweige denn bedeutet. Wenn man es studiert hat, dann hat man natürlich einen anderen Wissensstand. Das kann und darf man natürlich nicht voraussetzen. Zu meinem Erschrecken nicht mal in großen Unternehmen. Und keiner traut sich offensichtlich mehr die Sachlage richtig zu stellen. Das ist wie mit Herrn Bruno Kreisky, einem ehemaligen Kanzler der Republik Österreich. Der hat es als Lebensleistung geschafft, der ganzen Welt klar zu machen, Mozart war Österreicher und der Führer Deutscher. Dabei stimmt das nicht. Aber alle akzeptieren das, weil es so mühsam wäre, die Richtigkeit wieder herzustellen.

Also noch mal für alle: Marketing beschreibt in Bezug auf ein Businessmodell alles, was das Geschäft direkt und/oder indirekt beeinflusst. Diese Faktoren sind vier an der Zahl:

Kommunikation / Werbung
Distribution / Vertrieb
Wertgestaltung / Preis
Produkt / Dienstleistung

Das war’s. Somit gibt es keine Marketingabteilung, weil diese ja alles beinhalten würde, was mit dem Begriff Unternehmen eigentlich schon geregelt ist. Am meisten wird Marketing mit Werbung verwechselt. Was falsch ist. Oder Marketing und Vertrieb haben in der Regel kein gutes Verhältnis miteinander. Was eigentlich auch nicht geht, denn Vertrieb ist ein Bestandteil des Marketings. Die Produktleute beklagen ständig, dass Marketing zu wenig Verständnis und Wissen für und um das Produkt mitbringt. Auch das ist seltsam und falsch. Alles ist Marketing. Und alles ist in Marketing.

Es ist wie das Meer. Das Meer ist wie Marketing. Und alles ist in diesem Meer. Was es zum Meer macht. Also machen diese vier Faktoren zusammengenommen das Marketing aus, was wiederum das Businessmodell eines Unternehmens darstellt. Wenn man es weiß, ist es ganz einfach. Wenn.

Auch über diesem Blog steht Marketing. Und eigentlich ist der Inhalt bei weitem mehr Werbung. Das wollte ich nur mal erwähnen. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen. Oder auch nicht.

Das musste mal geklärt werden: I‘ll be back.

Wahnsinn. Das Internet gibt es gar nicht?!

Das glauben nach keiner Umfrage ca. 71% der deutschen Führungskräfte. Im Gegensatz dazu glauben ebenfalls bei keiner Umfrage 96% der 15- bis 29-Jährigen, dass es das Internet doch gibt. Aber nur 8% davon glauben, dass es so etwas wie Führungskräfte gibt. Somit geht in Deutschland eine weitere Schere auseinander. Immer weniger Reiche haben immer mehr Geld. Das bedeutet im Gegenzug, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld haben. Noch schlimmer ist das Bild in der Bildung. Immer weniger Menschen sind bzw. werden schlauer. Immer mehr Menschen werden somit im Gegenzug nicht schlau aus der Sache.

Wo man hinsieht, gehen Scheren immer weiter auseinander. Das wirklich Schlimme daran ist, dass sich alle eine Scheibe abschneiden könnten, wenn sie sich in die andere Richtung bewegen würden. Aber so kann die Schere unmöglich schneiden. Das kann jeder gerne mal selbst probieren.

Immer mehr Kunden machen immer weniger Werbung. Das bedeutet im Gegenzug, dass immer weniger Agenturen Werbung machen. Immer mehr Autohäuser verkaufen immer weniger Autos. Auch das bedeutet im Gegenzug leider, dass immer weniger Automobilkonzerne davon leben können. Bei den Banken dasselbe Bild. Irgendwie sind überall Scheren. Eigentlich steht jeder Entwicklung eine andere gegenüber - der Kutsche das Auto, dem Maultier der Traktor, dem Drucksetzer der DTP-Satz, dem Rentner das Kind.

Somit ist auch klar und bewiesen, das Internet gibt es für die einen immer weniger nicht und für die anderen immer mehr doch. Auf Rückfragen war keiner zu einer Stellungnahme bereit. Auch per Fax kam nichts, per E-Mail schon gar nicht. Aber man munkelt in den Internet-ungläubigen Kreisen, dass es sich hier um ein System des CIA handelt. Man wollte alles über die Menschen wissen, aber wusste nicht, wie man an diese Daten gelangt. Somit hat man sich diese Datenfangmaschine einfallen lassen, in die alle Lemminge freiwillig alles eingeben, was in ihrem Leben so passiert. Dafür beantwortet eine Masse von Geheimagenten die Anfragen bei Google und anderen. Alles Fake. Die Leute suchen eh meist dasselbe und fragen das Gleiche. Somit steckt dahinter nur ein raffiniertes Frage- und Antwort-System. Von dem Internet, an das alle glauben, keine Spur. Denken die.

Im Gegensatz zu einer kleinen Minderheit, die denkt, das Internet gibt es wirklich. Also das mit den ständig wachsenden Seiten, Blogs, Links, Feeds und so weiter. Die Zeit wird zeigen, wer recht hatte. Denn wissen wir denn sicher, dass es das Internet gibt? Oder glauben wir nur, dass es das Internet gibt? Fragen über Fragen, die wirklich keinen interessieren.

Treten Sie bei: Führungskräfte gegen die Internetlüge e. V., Kurz: FÜGEDIINLÜ [Leider hat dieser Verein aus verständlichen Gründen [noch] keine Internetpräsenz] und verweist so lang auf diese Seite. Ein weiterer Beweis, dass es das Internet nicht gibt, denn darauf konnte sich der CIA nicht vorbereiten.

Schön: I‘ll be back.

Marketing Lektion Nr. 1: Bilder im Kopf.

Eine kleine Schulung vom Werbegott, für die Vorstellungskraft.
Denn nur wer sich etwas vorstellen kann, kann sich etwas einfallen lassen und auch nachvollziehen.


Motiv Nr.1.
Willy Brandts Kniefall am Warschauer Ghetto

Motiv Nr. 2:
Marlon Brando Wassertropfenszene in Apocalypse Now

Motiv Nr. 3.
11. September 2001, dass zweite Flugzeug schlägt ein

Motiv Nr. 4.
7. Juli 1985, Boris Becker gewinnt Wimbledon

Motiv Nr. 5.
Der Schrei. Edvard Munch

Motiv Nr. 6.
Gerhard Schröder Auftritt in der Elefantenrunde 18.09.2005

Motiv Nr. 7.
6.9.2003 Rudi Völler rastet aus im Interview mit Waldi

Motiv Nr. 8.
Genscher auf dem Balkon der Prager Botschaft

Motiv Nr. 9.
Maskierter Mann auf dem Balkon 1972 in München

Motiv Nr. 10.
John F. Kennedy im offenen Auto an einem sonnigen Tag 1963 in Dallas

Motiv Nr. 11.
Nil Armstrong betritt 1969 als erster Mann den Mond

Motiv Nr. 12.
Herr Müller Lüdenscheid und Herr Doktor Kloebner in der Badewanne.

Motiv Nr. 13.
Das war Spitze. Hans Rosenthal.

Motiv Nr. 14.
Freddy Mercury mit seinem Hermelinmantel und Krone

Motiv Nr. 15.
Rembrandt, der Mann mit dem Helm.

Motiv Nr. 16.
Damit Sie Morgen noch kraftvoll zubeißen können

Motiv Nr. 17.
Robert de Niro in Taxi Driver vor dem Spiegel

Motiv Nr. 18.
Revox Tonbandmaschine

Motiv Nr. 19.
VW Käfer 1200er, Hellblau, Baujahr 1972

Motiv Nr. 20.
Pizza Calzone

Motiv Nr. 21.
Flasche Cappy Orangensaft

Motiv Nr. 22.
IBM Kugelkopf Schreibmaschine mit Korrekturband

Motiv Nr. 23.
Michael Jordan bei den Chicago Bulls

Motiv Nr. 24.
Gelbe Reklam Hefte

Motiv Nr. 25
Tutti Frutti auf RTL

Motiv Nr. 26.
Apple Macintosh Computer 1985 mit 400KByte fassende 3,5" Diskettenlaufwerk

Motiv Nr. 27.
Sony Walkman WM DD 33

Motiv Nr. 28.
Windglider mit Holzgabelbaum und Holzschwert.

Motiv Nr. 29.
Can you feel it, Jackson 5, das erste Video auf MTV.

Motiv Nr. 30.
Werner Höfer im Internationalen Frühschoppen


Die treibende Kraft für gute Ideen ist die Vorstellungskraft.


Numerisch geht. Emotional kommt - Human Marketing

Numerisches Wertesystem orientiertes Marketing und/oder
emotionales Wertesystem orientiertes Marketing.
Human Marketing (Copyright by Christof Hintze / alias Werbegott)


Welcher Gewinn, Erfolg, Wachstum, Umsatz ist der bessere?

Das unübersehbare Problem das im Marketing allgemein um sich greift, lautet „Abnutzung“. Abnutzung der alten Gewohnheiten. Gewohnheiten wie numerische Vorgaben. 30% mehr Wachstum. 20 % mehr Profit. 50% billiger. 100% mehr. 5.000 für den Alten. 3.000 für den Neuen. 50% auf alles außer Tiernahrung. 1,6 % mehr Gehalt. 30% Tantiemen... Denn mit dem erreichen dieser Ziele ist nie etwas erreicht. Sondern immer wieder neue numerische Ziele, folgen dem Erreichten. Ein Beweis von Abnutzung. Alle numerischen Werte wirken, wenn diese falsch Angewandt werden, sich desaströs auf ein System aus. Weil sie die eigentliche Wirkung verfehlen. Somit endet offensichtlich ein Wettrennen um Werte, bei dem nie jemand angekommen ist.

Nie ist es genug. Nie kehrt Zufriedenheit ein.


Ich glaube das numerische Wertesystem hat ausgedient. Es hat uns lange in Atem gehalten und alles haben wir in Zahlen bemessen. Alles. Auch den größten Blödsinn haben wir in Zahlen ausgedrückt. Der letzte Versuch dieses alte System zu retten hieß, Human Capital. Das statistische Bewerten von Mitarbeitern. 74% mit Abitur, davon 55 % mit einem Schnitt unter 2,0% und so weiter.

Die Wirklichkeit lautet: Human Marketing. Gefühltes Glück. Gefühlte Zufriedenheit. Unternehmen wie emotionale Klimazonen betrachten. Produkte wie erogene Zonen empfinden. Neue und Alte Werte anstreben und erzielen. Familientauglichkeit eines Unternehmens. Oder Freundschaftsquote. Die Menschen können Geld nicht lieben. Die Summe der Glücksmomente. Der Job gibt einem nicht die Sicherheit, von der man mal ausgegangen ist. Das Gesundheitssystem auch nicht. Ein Mercedes steht auf der Standspur. Bildung scheint nur eine Beschäftigungsmaßnahme. Reichtum bleibt bei den Selben. Wohlstand von kurzer Dauer. Die Angst geht um. Mehr Ängste. Und die Zahlen die wir riefen, machen aus Trampelpfaden der Phobie, 4-spurige Autobahnen der Psychosen. Täglich von allen Seiten hämmern Zahlen wie Wahrheiten der Befürchtungen und Ängste auf uns ein. Die nichts davon sind, sich aber für alle so darstellen. Eltern glauben das wirklich eine Bedrohung besteht, dass Kinder auf dem Schulweg entführt werden. Frauen gehen nicht joggen, weil sie Angst vor sexuellen übergriffen haben. Zahlen haben aus Mücken, ganze Rudel von Elefanten gemacht. Daraus ist eine Gesellschaft der Angsthasen geworden. Flugangst, Platzangst, Panikattacken...

Wohlstand statt Reichtum.

Die Menschen wollen nicht ewig am Wunsch nach Reichtum scheitern. Sondern am Wohlstand teilhaben. Sie wollen die Ängste die sie riefen am liebsten wieder loswerden. Sie wissen nur nicht wie. Der Wohlstand beruft sich also nicht mehr nur auf materielle und numerische Aspekte, sondern zugleich auch auf emotionale.

Der Wandel hin zum Human-Marketing ist längst im Gange. Menschen wollen sich emotionale besser aufgehoben fühlen. Marken, Dienstleistungen und Produkte die genau das vermitteln, denen gehört die Zukunft. Der Konsument befragt in Zukunft einfach sein Bauchgefühl. Das was sich gut anfühlt, dass will er. An allen anderem geht er spurlos vorüber. Firmen von denen er etwas kauft müssen sich so verhalten, wie er sich das vorstellt. (Lidel vs. Aldi). Erfolg um jeden Preis und ist er noch so groß stößt ihn zunehmend ab (Deutsche Bank / Trigema)

Erregen statt Aufregen.

Die Botschaften die den Menschen positiv erregen sollen, nehmen zu. Alles andere regt den Konsumenten nur auf. Sogar einen Großteil der Werbungtreibenden selbst, empfindet die geliebten Werbemittel- und Maßnahmen als störend, nervig und belästigend. Er würde gerne zu alternativen greifen. Die es aber nicht gibt. Noch nicht.

Das erste Werbemittelverhinderungshonorar.

Irgendwann wird die erste Agentur dafür am Ende eines Geschäftjahres ein Werbemittelverhinderungshonorar bekommen, für alle Werbemittel- und Maßnahmen die es wegen Untauglichkeit abgelehnt hat. Aber solang der Fehler im System nicht beseitigt wird, versuchen Agenturen weiterhin so viele und aufwendige Werbemittel- und Maßnahmen dem Kunden angedeihen zu lassen, wie s nur geht. Aus gutem Grund! Denn Sie werden nach Menge und Aufwand bezahlt. Dumm gelaufen. Anstatt Agenturen großzügig für Wirtschaftlichkeit zu belohnen, kürzt man einfach wahllos die Budgets, oder bezahl die Agenturen schlechter und schlechter. Verhandelt alles vorher und noch mal nachher. Sehr unproduktiv für ein Berufsbild das sich Stark am Lustgefühl orientiert. Den wirklichen letzten Todesstoß, versetzen die Aktionäre und Controller
dem alten numerischen Systems. Denn Sie orientieren sich ausschließlich an Zahlen. Was zur Folge hat, dass sie ein bestehende schwaches System Ideenlos bis zum letzten Tropfen auspressen. Investitionslos und Intuitionslos. Das kann nicht mehr lange gut gehen. Denn nur Ideen und Investitionen schaffen neue Wertschöpfungsquellen.


Überzeugen statt Überreden

Der Wandel wird vielen nicht gelingen. Weil diese nie an die Macht der Marke geglaubt haben. Beste Vorraussetzungen haben alle Marken, die zum einen die Macht haben und zum anderen das Bewusstsein, dieses im Sinne der neunen Ausrichtung – Human Marketing - verändern zu wollen. Das bedeutet die Marke wird sich in Zukunft zurücknehmen, zurück halten müssen um überhaupt überzeugen zu können. Große Chancen haben neue Marken, die mit diesem neunen Bewusstsein an den Start gehen.

Lösungsweg: Human Marketing.

Natürlich. Damit ist nicht Natur, Grün und Öko gemeint. Sondern was gänzlich anderes. Für das Richtige stehen. Sich Engagieren. Sinnvoll sein. Verantwortlich zeigen. Der Gemeinschaft nützlich. Auf Kosten andere, kommt bald gar nicht mehr gut. Eine mitteleuropäische Gesellschaft denkt um und die Politik und die Wirtschaft bekommt davon fast nichts mit. In die Elfenbeintürme der Macht dringt zu wenig vor. Das Leben in einer anderen Wirklichkeit, bringt eben seine Risiken mit sich.

Dabei sein statt allein sein.

Singles. Geschieden. Allein. A sexuell. Das Ziel ist die Gemeinsamkeit. Ein völlig neues Produkt. Der Egoist mutiert zum Gemeinschaftssinn. Weil der Egotrip unweigerlich in die Einsamkeit führt. Somit werden Gemeinschaftsmarken die zusammen führen und nicht trennen eine große Zukunft haben. Die dazu passenden Produkte werden folgen. Das ende der Reihenhäuser. Man lebt nicht mehr Nebeneinander, sondern miteinander. Mitessen wollen. Mitmachen. Mitreden. Mitgehen. Mitspielen. Die Gemeinschaft ist das „Human“ das menschliche, die Art von Menschlichkeit die völlig in genau den Zahlen die eigentlich Recht geben sollten, untergegangen ist.


Individualität statt Konformität

Wir sind keine Soldaten mehr. Schon gar keine der Wirtschaft mehr. 3.740.000 graue Anzüge, weißes Hemden und blaue Krawatten. Mit schwarzen Schuhen, schwarzen Socken und einem schwarzen Gürtel. Kurzhaar Frisur. Glatt rasiert. Morgens im dunklen Kombi auf dem Weg in die Schlacht. Vorbei. Der Krieg ist als Mittel keinen Zweck mehr Wert. Wer sich auf den Weg begibt sich wohl zu fühlen, der trägt das was ihn besser macht. Das worin er wirken kann. Das worin man ihn erkennen soll. In der Historie, erscheinen Menschen heute im Business, wie die Nachfolger von Menschen in Uniformen. Aber wir legen die Uniformen sukzessive äußerlich und innerlich ab. Weil das der nächste Entwicklungsschritt ist. Und der kommt. Wir landen auf dem Mars.


Retten satt Ausbeuten

Ressourcen retten wird zum Beispiel ein zentrale Thema. Nicht nur beim Plastik, Öl oder Papier. Sondern vor allem bei uns. Das Reduzieren um neuen Freiheiten zu gewinnen. Das Konzentrieren um nur noch das Wesentliche leisten zu müssen. Es ist schon in unseren Köpfen, aber das große Retten geht erst noch richtig los. Erst die Wale, dann uns selbst. Auch hier werden ganz neue Branchen entstehen und daraus resultieren natürlich neue Dienstleistungen und Produkte. Der Mensch ist auf Dauer kein Ausbeuter. Das macht ihm ein schlechtes Gewissen. Dann will er zwar noch nicht zurückgeben, aber immer hin schon mal retten. Der nächste Schritt.

Zuversicht satt Angst.

Man muss nur begreifen dass an die Stelle von verbrauchten und falschen Werten nun neue und unverbrauchte treten. Das ist sehr gut, schön und positiv. Viele davon sind viel älter als wir glauben und einige neue gesellen sich dazu. Ist eine bessere Mischung. Aus dem was nicht mehr erstrebenwert ist und auf vieles auf das wir uns alle freuen und wieder freuen können.

Intelligenz statt Wissen

Wir sind zu einer Allgemeinwissensgesellschaft geworden. Können aber mit dem ganzen Allgemeinwissen nichts Intelligentes anfangen. Somit ist der nächste logische Schritt, vom Allgemeinwissen, über das nützliche Wissen zur Intelligenz. Was ist Sinnvoll, lautet die eigentliche Frage. Und nicht wie heißt die Hauptstadt von Peru.

Der Gedanke in meinem Kopf, dem ich den Namen „Human Marketing“ gegeben habe, ist eigentlich ein ganz einfacher: Viel Sinnvoller statt Vernünftig zu sein.

Wir wollen, sollen und müssen uns alle besser fühlen. 24 Stunden, jeden Tag, jede Woche, jeden Monat. Ein Leben lang. Weil nur dann das dabei raus kommt, was wir uns eigentlich alle insgeheim wünschen. Wir wollen die guten Menschen sein.

Sehen statt Beweise

Natürlich könnte man eine Reihe von Beweisen anführen. Was ich aber aus Prinzip nicht will. Denn ich würde mich derselben Methoden bedienen müssen, die ich als gescheitert ansehe. Deshalb kann ich nur sagen, schaut hin, schaut genauer hin. Das Konsumvieh, das Wählervieh, das Zielgruppenvieh hat aufgehört alles zu fressen.


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Herr Doktor, ich finde Werbung oft total bescheuert.

Bin ich Krank? Kann man das heilen? Was soll ich tun? Ich habe eine Werbeagentur!

Wegen Werbung beim Arzt

Wenn ich Fußball sehe. Kotzt mich alles an was Werbung ist. Ich könnte mich totlachen, über die Meter hohe Bandenwerbung auf Schalke und in der AOL Arena. Dieser perspektivische Blödsinn, neben dem Tor. Überall Werbung. Immer dümmer. Immer größer. Immer lauter. Immer greller.

Ich kann mir keinen normalen Film mehr ansehen, der durch Werbung unterbrochen wird. Das macht mich wahnsinnig. Halte ich nicht aus. Nur Premiere, oder DVD, oder der Tatort im Ersten. Ich fühle mich belästigt, bevormundet und vor allem für blöd verkauft. Wie kann ein Mensch während der Verfolgungsjagd bei Bullit, wenn Steve McQueen durch Frisco jagt, Werbung einblenden? Was sind das für Menschen? Ticken die noch ganz Richtig, die gehören krankgeschrieben.
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25 Ratschläge für den erfolgreichen Marketingleiter

Diese 25 Tipps, sind wirklich nur geeignet für alle Marketingbeauftragten die es wirklich weit bringen wollen.

1. Machen Sie nichts was nicht die ungeteilte Zustimmung Ihres Chefs hat.

    „Super, Sie haben ein super Gespür für gute Ideen, dann machen wir das“


2. Machen Sie andere, zum Beispiel die Werbeagentur immer für alles verantwortlich - was nicht funktioniert.

    „Das habe ich denen auch gesagt!“


3. Machen Sie bloß nichts ganz Anders oder ganz Neu. Versichern sie sich, dass jedes Konzept schon mal irgendwo funktioniert hat.

    „Erfinden ist Silber kupfern ist Gold“


4. Nehmen sie sich immer eine große und namhafte Werbeagentur.

    „Also, wenn die das nicht hinbekommen, wer denn dann!“


5. Sagen Sie Ihrer Agentur immer: Das Logo größer, das Produkt größer und die Schrift größer!“

    „Das erkennt ja sonst keiner!“


6. Achten Sie darauf, dass sich die präsentierte Strategie der Agentur identisch mit dem Briefing deckt.

    „Sag ich’s doch!“


7. Schreiben sie nie, niemals selbst das Briefing. Am Besten: Alle Spuren für einen Auftrag, die zu Ihnen führen könnten, sorgfältig verwischen“

    „Das habe ich so nie gesagt!


8. Unterschreiben sie so wenig wie möglich, am Besten nichts. Vor allem, keine Kostenvoranschläge.

    „Das habe ich so nie gesehen!“


9. Nutzen sie die schlechte Wirtschaftslage für Ihre Karriere.

    „Liebe Agentur könntet ihr das nicht mal für mich mitmachen.“


10. Zahlen Sie nie den vollen Betrag. Ziehen sie immer etwas ab.

    „Ihr Chef denkt dann, sie sind nicht nur jemand der ausgibt, sondern auch reinholt.


11. Lassen Sie nie die Agentur vor dem Chef präsentieren, sondern machen sie das immer selbst.

    „Machen Sie den Erfolg anderer einfach zu ihrem: Und da habe ich der Agentur gesagt...!“


12. Lassen Sie die Agentur weitestgehend immer im Ungewissen. Sonst entsteht unnötiger Druck auf Sie.

    „Das ist schon nicht schlecht, ich melde mich wenn es weiter geht!“


13. Besorgen Sie sich alles was sie benötigen immer umgehend von ihrer Agentur, auch wenn noch lange Zeit ist!

    „ Ihr Chef wird staunen, wie schnell sie reagieren können!“


14. Sagen Sie nie der Agentur dass eine Idee einfach oder schnell Intern zu verkaufen war. Sondern nur mit sehr, sehr viel Mühen!

    „Sie haben immer wie ein edler Ritter verzweifelt für die gute Idee mit Ihrem scharfen Schwert der Argumente gekämpft!“


15. Machen Sie Ihren größten Widersacher - den Vertriebschef - unbedingt zu Ihrem Freund.

    „Sitzen wir nicht im selben Boot, was kann ich für Sie tun?“


16. Feuern sie alle 12 Monate jemanden mit dem keiner gerechnet hat.

    „Damit die Spannung der Mitarbeiter möglichst hoch ist!“


17. Sorgen Sie dafür das Ihre Zulieferer sie regelmäßig mir Erfolgnachrichten versorgen.

    „Meine Arbeit wurde mal wieder ausgezeichnet!“


18. Klauen Sie hin und wieder Ideen, als Ihre. Von anderen Agenturen am Besten die nicht zum Zuge kommen.

    „Das ist von Ihnen, dass ist ja toll!“


19. Schauen Sie das sie möglichst viele Mitarbeiter in ihre Abteilung bekommen.

    „Die Marketingabteilung ist ja echt groß geworden!“


20. Beweisen Sie Ihrem Chef regelmäßig wie hart und unerbittlich sie mit ihren Lieferanten umgehen.

    „Das lass ich mir so nicht gefallen, dass Zahlen wir nicht, den Scheiß können die zurück haben!“


21. Lassen Sie immer ihre Agentur antanzen, gehen sie nie zu denen.

    „Der Kapitän kann nicht einfach mal das Schiff verlassen1“


22. Machen Sie Termine immer Morgens ab 08.30 Uhr, oder Nachmittags ab 17.00 Uhr.

    „Der Lieferant hat immer eine Bringschuld, dass muss er wissen!“


23. Halten Sie Ihrer Agentur immer eine große Budget Wurst vor die Nase.

    „Wenn die rödeln sollen, müssen die einen großen Braten riechen!“


24. Lassen Sie immer gut sichtbar, Bewerbungen anderer Agenturen herum liegen.

    „Mit dem Feind im Nacken, läuft es schneller“


25. Rufen Sie alle paar Monate den Agenturchef an und beschweren sie sich.

    „Druck von oben bewirkt Wunder von unten“



Wenn Sie diese 25 Marketingleiter Ratschläge befolgen, sind sie zwar ein riesengroßes Arschloch, aber dafür sehr, sehr erfolgreich. Viel Erfolg. Von nichts kommt nichts. Was meinen Sie wie andere dahin gekommen sind wo sie hin wollen?


Bekanntschaft mit der Bekanntschaft machen.

Wie berühmt oder berüchtigt ist man?

Eigentlich ist diese Frage mit dem Internet erst richtig in Schwung gekommen. Zuvor gab es Listen mit den reichsten Menschen der Welt, Listen mit den schönsten Menschen gab es und welche mit den schlechtesten Schauspielern. Für alle die schon reich und berühmt waren, gab es alle möglichen Rankings. Aber für Dich und mich?

Rankings mit Google Battle

Seit Google Battle ist das anders. Da kann ich es mit jedem aufnehmen und sehe sofort, wie es um mich in der neuen Welt bestellt ist. Zum Beispiel Hintze vs. Walkenhorst, ein leichtes Spiel das 1.020.000 zu 198.000 für Hintze ausgeht. Oder noch brutaler "note vs. VerbAgentur". Ein ungleiches Duell das 2.950.000.000 zu 11.000 ausgeht. Also Mike Thyson in seinen besten Zeiten, gegen Norbert Schramm im Boxring. Nicht ganz so doll sieht es im Vergleich aus Werbegott vs. Wortführer, da geht der Werbegott gegen den Führer mit 10.600 zu 291.000 gerade zu unter. Bedenklich das man mit dem Zusatz Gott im Gegensatz zu Führer in diesem Land noch immer keine Schnitte macht.
Schön ist „Fuck you“ vs. „I love you“: 114.000 zu 1.340.000.000. Oder auch sehr schön ist „FC Bayern München vs. FC Schalke 04“: 7.340.000 zu 5.830.000.
Endlose Schlachten werden hier innerhalb von Sekunden entschieden. Schön. Wo gibt’s das noch.


Ich bin ein Dieb.

Ein Dieb. Ein Dieb. Ein Dieb.

Dieb Diebstahl

Ich stehle mir Zeit. Nicht viel. Aber hier und da knapse ich mir heimlich welche ab. Dabei denke ich immer, dass das doch keiner merkt. Aber sie tun es. Ich fühle es. Gott, wie peinlich! Und die Blicke sagen mir „Du bist ertappt“ oder gar „Für was anderes als meine Interessen, hast du keine Zeit zu haben.“

Dann denke ich mir: „Wieso? Was? Wer? Ich? Die können doch gar nicht wissen für was das gut ist, was ich in meiner gestohlenen Zeit anfange.
Wenn ein Musiker 5 Stunden am Tag probt, würde ihm keiner vorwerfen er stehle sich Zeit. Ein Fußballer müsste sich einem solchen Vorwurf auch nicht stellen.
Aber in der Werbung, da ist das anders. Da muss man alles einfach können. Sofort, immer und besser.

Wann üben Werber eigentlich? Wie trainieren Kreative? Wer sitzt stundenlang - bezahlt - über Typografie-Fachbüchern? Wie bilden sich Texter in Sachen Text weiter? Neue Formulierungen? Neues Denken? Anders?

Ich habe noch nie einen Werber üben sehen. Die sind immer bei der Sache. Sind immer sofort am Job, vor dem Job, oder im Job. Das lernen muss man offensichtlich heimlich nebenbei erledigen, irgendwie so, dass es niemand bemerkt.

Wer noch lernt, macht sich in der Werbung auffällig. Man könnte denken „Wenn der noch lernt, dann kann er es nicht.“ Das macht keinen seriösen Anschein. Und schließlich können Werber doch alles.

Man beginnt in der Werbung und kann sofort alles.
Man verlässt die Werbung und kann noch immer alles.

Mir war das immer schleierhaft. Deshalb trainiere und übe ich seit 18 Jahren. Heimlich natürlich. In jeder mir bleibenden freien Minuten. Und weil die nie und nimmer ausreichen, stehle ich mir zusätzliche Zeit. Ich übe dann mich in Stimmung zu bringen, Spannung zu halten, mich inspirieren zu lassen, meiner Intuition zu folgen. Ich trainiere zu schreiben, zu formulieren, mit Wenigem viel zu sagen, aus Nichts viel zu machen, zu verdeutlichen, zu verdichten... Oh, da kommt jemand – ich muss aufhören.

Geballte Kompetenz

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