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Marketing ist...

Oft treffe ich auf Menschen in Unternehmen, die glauben, es gibt eine Marketingabteilung. Das wundert mich dann. Und siehe da, da gibt es dann wirklich Abteilungen, die in ihrer Beschreibung den Begriff Marketing erkennen lassen. Das wundert mich dann noch mehr.

Im Laufe der Zeit bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass die meisten das Wort Marketing benutzen, ohne genau zu wissen, was das ist geschweige denn bedeutet. Wenn man es studiert hat, dann hat man natürlich einen anderen Wissensstand. Das kann und darf man natürlich nicht voraussetzen. Zu meinem Erschrecken nicht mal in großen Unternehmen. Und keiner traut sich offensichtlich mehr die Sachlage richtig zu stellen. Das ist wie mit Herrn Bruno Kreisky, einem ehemaligen Kanzler der Republik Österreich. Der hat es als Lebensleistung geschafft, der ganzen Welt klar zu machen, Mozart war Österreicher und der Führer Deutscher. Dabei stimmt das nicht. Aber alle akzeptieren das, weil es so mühsam wäre, die Richtigkeit wieder herzustellen.

Also noch mal für alle: Marketing beschreibt in Bezug auf ein Businessmodell alles, was das Geschäft direkt und/oder indirekt beeinflusst. Diese Faktoren sind vier an der Zahl:

Kommunikation / Werbung
Distribution / Vertrieb
Wertgestaltung / Preis
Produkt / Dienstleistung

Das war’s. Somit gibt es keine Marketingabteilung, weil diese ja alles beinhalten würde, was mit dem Begriff Unternehmen eigentlich schon geregelt ist. Am meisten wird Marketing mit Werbung verwechselt. Was falsch ist. Oder Marketing und Vertrieb haben in der Regel kein gutes Verhältnis miteinander. Was eigentlich auch nicht geht, denn Vertrieb ist ein Bestandteil des Marketings. Die Produktleute beklagen ständig, dass Marketing zu wenig Verständnis und Wissen für und um das Produkt mitbringt. Auch das ist seltsam und falsch. Alles ist Marketing. Und alles ist in Marketing.

Es ist wie das Meer. Das Meer ist wie Marketing. Und alles ist in diesem Meer. Was es zum Meer macht. Also machen diese vier Faktoren zusammengenommen das Marketing aus, was wiederum das Businessmodell eines Unternehmens darstellt. Wenn man es weiß, ist es ganz einfach. Wenn.

Auch über diesem Blog steht Marketing. Und eigentlich ist der Inhalt bei weitem mehr Werbung. Das wollte ich nur mal erwähnen. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen. Oder auch nicht.

Das musste mal geklärt werden: I‘ll be back.

Die neue Armut. Das neue Mitleid.

Notleidende Banken. In Gefahr geratene Milliardärinnen. Millionäre vor Gericht. Eine Bank bekommt mehr als doppelt soviel wie 84 Millionen Bürger eines Landes. Die Kette der Verwirrungen wird unübersichtlich länger. Und mittendrin diese neue Art der Armut, mit der wirklich keiner rechnen konnte, die einen wirklich tief berührt und betroffen macht. Was sollen diese Menschen denn nun machen? Ihre Lebenshaltungskosten können sie so unmöglich aufrecht erhalten. Und die Unternehmen können sich diese auch nur noch schwer leisten. Da kommt eine völlig neue Art von Armut auf uns zu, mit der niemand rechnen konnte. Der Vorteil, es sind in der Summe nicht so viele. Der Nachteil, es kostet uns ein Vermögen. Oder um in der Sprache derer zu bleiben, es kostet viele Vermögen.

Muss die Bundesanstalt für Arbeit oder die Agentur für Arbeit sich nun auf eine neue Zielgruppe einstellen? Und auch das Sozialamt? Gibt es eine Art Hartz Gold und Hartz Platin? Ich meine schon, da muss der Staat eingreifen und ebenso helfend unter die Arme greifen. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Und Armut, das wissen wir seit Hartz 4, ist vor allem eine Ansichtssache.

Es werden ja auch kerngesunde Menschen plötzlich krank, da kann der Staat ja auch keinen Unterschied machen. Somit sind reiche Leute ja auch viel schneller und früher arm. Bei sehr Reichen geht das ja noch viel schneller. Und die Probleme, die sich dann auftun, sind doch im Prinzip dieselben. Mal ehrlich, und wir lassen diese Menschen ohne gesellschaftliche Wärme im Regen stehen. Als ob die das gewollt, gesehen oder geahnt hätten.

Vor allem die Banken tun mir da besonders leid. Noch vor Monaten haben sie uns allabendlich die Welt erklärt, und nun das. Die brauchen doch jetzt unsere Unterstützung, unsere Zuneigung, unsere Hilfe. So herzlos kann man doch nicht sein. Für einen Staat wäre das ein vorbildliches Verhalten in Sachen Toleranz. Förder- und Aufbauprogramme für Reiche im Umgang mit der drohenden Armut. Und ich würde die Grenze nicht so niedrig ansetzen, denn es sind ja wie gesagt nicht so viele. Und damit der psychische Schaden so gering bleibt wie möglich, sollte man so früh wie möglich da sein für diese Menschen. Also, die Armutsgrenze sollte man so um die 500 Millionen Vermögen festlegen. Diese Menschen werden uns das sicher danken. Da bin ich mir ganz sicher.

Offizieller Bewerbungstext zum Zyniker des Jahres 2009. I‘ ll be back!

Damals. Es waren einmal die Werbeagenturen.

Was ist das denn? Eine Werbeagentur?

Früher, da gab es viele Werbeagenturen. Dort haben irre viele Menschen gearbeitet, die echt viel Kohle verdient haben. Und die haben Millionen von Tonnen an Prospekten, Flyern, Broschüren. Anzeigen und wer weiß was sonst noch hergestellt.

Was ist das?

Egal. Früher gab es das alles und zudem Funkspots, TV Spots und Messestände.

Was ist das denn?

Nicht wichtig, früher gab es solche Dinge. Die kennt heute keiner mehr.

Warum?

Die braucht keiner mehr.

Wieso das denn?

Na ja, dann kam das Internet.

Okay, jetzt verstehe ich. Das ist so wie mit diesen schwarzen Plastikscheiben, auf die man eine Nadel tat und dann kam da Musik raus.

Richtig.

Stimmt das, dass man auf beiden Seiten Musik hatte.

Ja! Na ja, diese Werbeagenturen, die unternahmen natürlich alles, um zu überleben.

Kann ich gut verstehen. Und haben es welche geschafft?

Nee, natürlich nicht. Viel zu aufwendig, viel zu langsam, viel zu teuer. Die haben echt den Zug der Zeit verpasst.

Na dann. Das war sicher eine verrückte Zeit.

Ziemlich. Die haben alle schwarze Klamotten getragen und so komische Brillen. Haben kaum den Mund aufbekommen und waren oft echt ziemlich zickig.

Ne, erzähl! Warum das denn? Wie waren die den drauf?

Das waren so bis in die frühen 70er mehr Werbegrafiker, die standen noch mit einem weißen Kittel am Zeichenbrett. Und da dachte sich ein Herr Ogilvy aus, anstatt diese komplizierten Rechnungen zu stellen, nehmen wir dem Kunden einfach 15 % vom Mediabudget ab. Und damit sollte dann alles bezahlt sein. Mal vereinfacht ausgedrückt. Und später gab es dann diesen Sorell, der war mehr Banker und holte alles an Geld aus den Agenturen raus, was ging. Bis nichts mehr da war. Und alle anderen haben entweder mitgemacht oder sind unter die Räder gekommen. Der Rest ist in kleine Agenturen geflüchtet. Davon haben einige überlebt. Viele sogar, wenn ich es recht bedenke. Aber die kennt kaum jemand. Die schauen, dass alles sexy aussieht, stimmt und funktioniert.

Ich verstehe nur Bahnhof.

Und dann kamen damals in den 80ern die Kunden dahinter, dass man aus 15 % einfach auch 10% machen könnte und 5% und 0,5%. Und während dessen ging es den Agenturen an den Kragen.

Wie, da gab ein kein Geld für die Idee und die Umsetzung?

Erst nicht mehr und dann kaum etwas und dann wenig. Einige wenige sind dann auf Ideenmanagement umgestiegen. Da gab es dann gutes Geld zu verdienen. Die haben weniger auf Werbemittel und mehr auf Werbewirkung geachtet.

Und dann?

Na dann hatten die Agenturen keine Kohle mehr und versuchten, auf allen möglichen Wegen an Geld zu kommen.

Mit dem Internet!

Nein, dafür hatten sie kein Geld, die falschen Leute und keine Zeit mehr.

Wie? Was haben die denn ohne Internet gemacht?

Nichts mehr dann. Dann gingen die Lampen aus.

Ach so, ich verstehe. Aber wie konnten die sich so die Butter vom Brot nehmen lassen?

Keine Ahnung. Vielleicht ging es ihnen lange gut genug. Und für die Köpfe reichte es noch immer eine zeitlang, sich die Taschen voll zu machen. Und weißt du, plötzlich geht es dann ganz schnell. Die Kunden wollten Ideen, die funktionierten und keinen Werbemittelaufwand mehr. Das Geld saß nicht mehr locker, der Wettbewerb wurde härter und alle anderen riss das Internet mit sich.

Versteh ich. Wann war das eigentlich?

Als die Banken den Bach runtergingen, die Automobilindustrie und die anderen.

Ach so lange ist das her?

Du, das sind gerade mal 5 Jahre, so lange ist das nicht.

[Dieses Interview wurde am 22. Juli 2014 um 12.25 Uhr während einer Mittagspause in München aufgezeichnet. Die Personen sind Heute noch unbekannt. Aber erheben schon mal vorab Copyright.]

Wahnsinn. Das Internet gibt es gar nicht?!

Das glauben nach keiner Umfrage ca. 71% der deutschen Führungskräfte. Im Gegensatz dazu glauben ebenfalls bei keiner Umfrage 96% der 15- bis 29-Jährigen, dass es das Internet doch gibt. Aber nur 8% davon glauben, dass es so etwas wie Führungskräfte gibt. Somit geht in Deutschland eine weitere Schere auseinander. Immer weniger Reiche haben immer mehr Geld. Das bedeutet im Gegenzug, dass immer mehr Menschen immer weniger Geld haben. Noch schlimmer ist das Bild in der Bildung. Immer weniger Menschen sind bzw. werden schlauer. Immer mehr Menschen werden somit im Gegenzug nicht schlau aus der Sache.

Wo man hinsieht, gehen Scheren immer weiter auseinander. Das wirklich Schlimme daran ist, dass sich alle eine Scheibe abschneiden könnten, wenn sie sich in die andere Richtung bewegen würden. Aber so kann die Schere unmöglich schneiden. Das kann jeder gerne mal selbst probieren.

Immer mehr Kunden machen immer weniger Werbung. Das bedeutet im Gegenzug, dass immer weniger Agenturen Werbung machen. Immer mehr Autohäuser verkaufen immer weniger Autos. Auch das bedeutet im Gegenzug leider, dass immer weniger Automobilkonzerne davon leben können. Bei den Banken dasselbe Bild. Irgendwie sind überall Scheren. Eigentlich steht jeder Entwicklung eine andere gegenüber - der Kutsche das Auto, dem Maultier der Traktor, dem Drucksetzer der DTP-Satz, dem Rentner das Kind.

Somit ist auch klar und bewiesen, das Internet gibt es für die einen immer weniger nicht und für die anderen immer mehr doch. Auf Rückfragen war keiner zu einer Stellungnahme bereit. Auch per Fax kam nichts, per E-Mail schon gar nicht. Aber man munkelt in den Internet-ungläubigen Kreisen, dass es sich hier um ein System des CIA handelt. Man wollte alles über die Menschen wissen, aber wusste nicht, wie man an diese Daten gelangt. Somit hat man sich diese Datenfangmaschine einfallen lassen, in die alle Lemminge freiwillig alles eingeben, was in ihrem Leben so passiert. Dafür beantwortet eine Masse von Geheimagenten die Anfragen bei Google und anderen. Alles Fake. Die Leute suchen eh meist dasselbe und fragen das Gleiche. Somit steckt dahinter nur ein raffiniertes Frage- und Antwort-System. Von dem Internet, an das alle glauben, keine Spur. Denken die.

Im Gegensatz zu einer kleinen Minderheit, die denkt, das Internet gibt es wirklich. Also das mit den ständig wachsenden Seiten, Blogs, Links, Feeds und so weiter. Die Zeit wird zeigen, wer recht hatte. Denn wissen wir denn sicher, dass es das Internet gibt? Oder glauben wir nur, dass es das Internet gibt? Fragen über Fragen, die wirklich keinen interessieren.

Treten Sie bei: Führungskräfte gegen die Internetlüge e. V., Kurz: FÜGEDIINLÜ [Leider hat dieser Verein aus verständlichen Gründen [noch] keine Internetpräsenz] und verweist so lang auf diese Seite. Ein weiterer Beweis, dass es das Internet nicht gibt, denn darauf konnte sich der CIA nicht vorbereiten.

Schön: I‘ll be back.

Habt Ihr nichts besseres mit Eurer Zeit anzufangen, als hier in diesem Blog zu lesen?

Ihr könntet jetzt die Zeit nutzen, ein gut gemachtes Wirtschaftsmagazin wie die..., wie heißt sie noch, lesen. Mensch, es liegt mir auf den Fingerkuppen. Die habe ich früher alle gelesen. Da standen immer so viele wichtige Sachen drin, an die ich mich heute „Null“ erinnern kann. Dabei kam mir das damals so wichtig vor. Gibt es die Magazine überhaupt noch? Oder da gab es doch mal diese Werberzeitschrift. Es waren sogar drei. Eine war wirklich schön gemacht und zwei ein wenig lieblos zusammengetackert. Mensch, die habe ich sicher zehn Jahre nicht mehr in Händen gehalten. Wie auch, wenn man immer vor dem Rechner sitzt. Deren Namen habe ich dummerweise auch vergessen. Das war mal Pflichtlektüre. Die wurden mit einem Verteiler herumgereicht, erst der Chef und ganz am Schluss ich. Die könntet ihr doch lesen. Das ist doch alles nicht seriös hier. Nicht gut recherchiert. Das ist doch alles tendenziell. Die schreiben doch, was sie wollen. Da weiß man doch gar nicht, was man glauben soll. Das ist in der guten alten Presse doch einfacher. Die lügt nie. Bis auf... ach das sind doch alte Kamellen. Es gibt immer paar schwarze Schafe.

Und was nichts kostet, das ist auch nichts. Also, nun macht mal den Rechner aus und lest was Anständiges. DIE ZEIT zum Beispiel. Oder wenigstens den Sportteil der Süddeutschen. Die Süddeutsche kann man am Münchner Hauptbahnhof jeden Morgen gratis abgreifen. Weil die denken, das wäre nicht umsonst.

Eigentlich ist das Zeitverschwendung hier. Wirklich. Obwohl. Ich denke da an die tausend Fliegen, die um die „Sch...“ kreisen. Und aus „Schei..“ macht man bekanntlich Geld. Und neuerdings mussten wir lernen. Wir suchen das Geld an der falschen Stelle. Es liegt nicht mehr auf der Straße, sondern viel ist im Dschungel und den Rest - das weiß kein Schwein - haben welche echt verlegt. Na, dann sucht mal schön.

Sorry - I´ll be back :-)

Marketing-Denkanstoß Nr. 4

Paradigmenwechsel. Kontextwechsel. Transfer. Refraiming. Mir ist aufgefallen, dass ein Großteil der Ideen, die ich täglich benötige, gar nicht am Arbeitsplatz entsteht. Zudem stammen die Ideen oft aus anderen Themenwelten. Und wenn ich andere schreibe, dann meine ich völlig andere. Ich hole sie einfach nur rüber. Ideen, die ich entdecke, die haben oft an anderer Stelle schon super funktioniert.

Die können auch aus einer anderen Zeit sein oder aus einer anderen Kultur. Oft stammen sie aus einem ganz anderen Themenfeld. Aus der Kunst, dem Kochen, der Literatur, der Musik, oder aus der Welt meiner Kinder. Alles ist erlaubt.

Ich wandere oft in anderen Welten, um da Ideen einzusammeln. Man weiß nicht, was man braucht und wann man es braucht. Aber ein Großteil aller Ideen gelangt über den Paradigmenwechsel zu mir. Deshalb lohnen sich Reisen im Kopf. Und auch physische Reisen so sehr.

Man muss nur alles sammeln, scheint es auch noch so unwichtig. Gerade im Paradigmenwechsel steckt ein großer, nicht enden wollender Quell von fantastischen Ideen. Auf die wäre ich, würde ich nur immer mein Süppchen kochen, oder mich nur in meinem eigenen Kreis drehen, nie und nimmer gekommen.

Deshalb kann ich nur jedem raten, jeden Tag, so oft er kann, etwas ganz anderes zu tun, zu sehen, zu riechen, zu fühlen oder zu denken. Andere auf anderen Gebieten zerbrechen sich auch den Kopf über die selbe Aufgabenstellung. Da Welt steckt voller Lösungen, die man nur entdecken muss, nicht erfinden.
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