Sixt reagiert auf Bahn-Chaos

Einmal mehr reagiert Sixt auf das Zeitgeschehen und bezieht das aktuelle Chaos der ausfallenden Bahn-Klimaanlagen geschickt in eine Anzeige ein.

Sixt reagiert auf Bahn-Chaos„Bewahren Sie einen kühlen Kopf! Bei Sixt buchen statt über die Bahn fluchen“

Jung von Matt für Sixt

via kress.de

WM-Fieber und Lego-Wahn

Kreativ und sympathisch finde ich die Idee von Fabian Moritz, einen Teil der WM-Spiele als Animationsfilm mit Lego-Figuren nachzuspielen. Mich wundert nur, dass er - zumindest nicht offensichtlich - Lego nicht unter seinen Sponsoren hat. Eine kleine Kostprobe seines Könnens:



Und hier noch der Link zum entsprechenden Youtube-Kanal

Sympathische Mitarbeiterkommunikation

Alle wissen: wer während der Fußballspiele der deutschen Nationalelf arbeiten muss, ist nicht immer ausreichend motiviert. Und in der vergangenen Woche, als Deutschland mitten am Tag gegen Serbien antreten musste, haben viele Leute heimlich am Arbeitsplatz Fußball geschaut. Bei manchen ist das erlaubt, bei vielen nicht. Dabei gibt es auch Arbeitgeber, die einen solchen Anlass nutzen, um das Miteinander ihrer Angestellten zu fördern. Zum Beispiel so geschehen in einem Krankenhaus:

Sympathische Mitarbeiterkommunikation
    Aus aktuellem Anlass

    Einladung zur interdisziplinären Fortbildung Hämodynamik, Lungenfunktion und Traumatologie
    Vorstellung einer Vergleichsstudie mit 11 serbischen und 11 deutschen Probanden in Port Elizabeth, Südafrika
    Studiennummer WM 2010

    Freitag 18.6. im _, 13.30 h bis 15.30 h
    Für das leibliche Wohl wird gesorgt.
    Alle Mitarbeiter sind eingeladen.

So funktioniert Marktforschung

Neulich bekam ich eine E-Mail von BMW. Die wollten von mir so einiges über Telekommunikation im Auto wissen. Und über Radios und so. Ich habe mich eigentlich darüber gefreut, dass man an meiner Meinung zu diesem Thema interessiert ist. Zufällig habe ich sogar eine dazu.

BMW Umfrage
Also hab ich auf den Link geklickt, der mir Zugang zur Umfrage verschaffte. Ein paar kleine Fragen, ob ich männlich oder weiblich bin und zu welcher Altersgruppe ich gehöre. Und dann die Frage nach dem Beruf. Ich weiß nicht mehr so genau, was da alles abgefragt wurde. Auf jeden Fall machte ich ein paar Angaben und wollte zur nächsten Frage übergehen. Da kam eine Fehlermeldung und meine Umfrage war beendet.
Nun, könnte man sagen, das ist ja an sich nicht tragisch. Mir persönlich ist das auch egal. Ich habe mich nur gefragt, ob die ganze Umfrage überhaupt funktioniert. Schließlich macht die ja nicht irgendwer, sondern ein Automobilhersteller namens BMW. Durchgeführt wurde das Ganze durch die GfK, auch nicht gerade ein Leichtgewicht, wenn es um Marktforschung geht.
Als ich dann noch mal auf den Umfrage-Link klickte, sah ich dies:

    Sie haben diese Umfrage bereits fertiggestellt. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.


Weil ich ein netter Mensch bin, wollte ich den Marktforschungs-Profis von BMW mitteilen, dass irgendwas mit ihrer Umfrage nicht stimmt, damit sie sie reparieren können. Ich schickte also eine Antwort an den Absender der Einladung zur Umfrage. Zurück kam diese Antwort:

    Fehler bei der Zustellung der Nachricht an folgende Empfänger oder Verteilerlisten:
    BMWsurvey_GfK
    Ihre Nachricht wurde aufgrund von Sicherheitsrichtlinien nicht zugestellt. Microsoft Exchange versucht nicht, diese Nachricht erneut für Sie zuzustellen. Wenden Sie sich mit dem folgenden Diagnosetext an Ihren Systemadministrator.


Nur zum Verständnis: die Adresse, an die ich meine Antwort geschickt habe, war tatsächlich die, die man mir zur Kontaktaufnahme genannt hatte. Wenn deutsche Automobilhersteller auf diese Art herausfinden wollen, was ihre Kunden wollen, bin ich mal auf die Autos der Zukunft gespannt.

Katholiken: Blut aus tausend Wunden

Blut Kirche

"Chef, wir haben ein Problem." Das sollte man vielleicht mal dem Papst sagen... Denn die katholische Kirche blutet. Und zwar heftig. Das hat gerade eine Umfrage von Faktenkontor und Toluna ergeben. Der Branchendienst PR-Professional meldet, dass 28 Prozent der Katholiken mit dem Gedanken spielen, aus der Kirche auszutreten.
Das nennt man dann wohl Imageproblem. Interessant dabei: viele denken, dass die Kirche auch ein Kommunikationsproblem hat.

    Für eine Mehrzahl der befragten 1.500 Bundesbürger sind die aufgedeckten Missbräuche nur ein Aspekt des Skandals. Ebenfalls skandalös ist für 88 Prozent der Deutschen die Krisenkommunikation der Kirche.

Erstaunlich daran finde ich vor allem, dass sich ganz normale Menschen Gedanken über Krisenkommunikation machen. Wer hätte das gedacht?

Online-Opa

In Österreich steht die Wahl zum Bundespräsidenten an. Und Amtsinhaber Heinz Fischer will jugendliche Wähler mobilisieren. Als Heifi scheint ihm das ganz gut zu gelingen, wie Spiegel online meldet. Angemerkt sei: der Mann ist 71!



Dass Heifi sich hat von Obama inspirieren lassen, ist sicher kein Geheimnis. Vor dem Hintergrund, dass acht Jahrgänge in Österreich diesmal Erstwähler sind, weil das Wahlalter auf 16 heruntergesetzt wurde, ist die geballte Internet-Aktivität aber leicht nachzuvollziehen. Ob er Erfolg hat, wird die Wahl am 25. April zeigen.

Der Wahkampfmanager Bachleitner ist überzeugt:
Das Internet sei im Wahlkampf ein neuer Baustein, aber sicher nicht der einzige: "Bei der Gewichtung, Mittelverteilung und dem Einsatz haben wir sicher mehr getan als bisher, in dem Sinne sind wir Vorreiter."
Und ist damit allein auf weiter Flur. Das bestätigt auch Filzmaier: "Das Team von Fischer hat frühzeitig die strategische Entscheidung für einen Medienmix getroffen. Und es ist aufgrund des Lebensalters des Kandidaten bemerkenswert, dass diese untypische Gratwanderung gelingt." Er starte aber auch keine Inszenierungsexperimente und verzichte auf unauthentische Spielereien.

Mönch auf Akquise

Früher nannte man es Mission, heute könnte man es auch Akquise nennen. In Japan hat ein buddhistischer Mönch den Rap für sich entdeckt. Er will damit junge Menschen für seine Religion begeistern. So rappt er als Mr. Happiness in Tempeln, was das Zeug hält. Er versucht also einfach eine neue und ungewöhnliche Zielgruppenansprache.



Mönch AkquiseGenau das Gegenteil passiert wohl im Moment in Deutschland mit der katholischen Kirche. Der sich täglich ausweitende Skandal um Missbrauch in kirchlichen Institutionen hat mit Sicherheit verheerende Auswirkungen auf das Image der Beteiligten und ihrer Institution. Da hilft auch kein Rap mehr.

Pressekonferenz - die 7 goldenen Regeln

Man glaubt es nicht. Am Montag (!) war ich auf einer Pressekonferenz. Ich war dort zwar als Journalistin, aber die PR-Beraterin in mir schüttelte sich von Anfang an: "Wer macht denn am Montag 'ne Pressekonferenz?". Dazu kam, dass diese Pressekonferenz mitten in Düsseldorf stattfand, an einem Ort ohne Parkplätze. Man hatte zwar ein Parkhaus angegeben, aber den Weg vom Parkhaus zum Veranstaltungsort, den musste man selbst finden. Ein Schild für Ortsunkundige? Fehlanzeige! Also kam ich zu spät.

Der Saal war voll, meine Kamera, meine Unterlagen und ich mussten sich also auf einem Stuhl und auf dem Teppich ausbreiten. Und zu trinken bekam ich auch nichts. Dass dann nur Reden vorgelesen wurden, deren Manuskripte in der Pressemappe lagen, und das Highlight im Live-Schalten eines Internet-Auftritts bestand, machte die Veranstaltung komplett überflüssig.

Pressekonferenz Regeln

Und als ich das Parkhaus verließ, dachte ich an die 7 goldenen Regeln für eine Pressekonferenz:

1. Mache nur eine Pressekonferenz, wenn Du wirklich etwas zu sagen hast.
2. Versetze Dich in die Teilnehmer hinein: wann können sie am besten anreisen? Erfahrungsgemäß sind Montag und Freitag schlechte Tage, denn da ist auf den Straßen, in den Zügen und den Fliegern ohnehin schon genug los. Das selbe gilt für die Uhrzeit: morgens früh und abends spät ist immer schlecht.
3. Wähle einen Ort, der für alle Teilnehmer gut zu erreichen ist.
4. Achte darauf, dass ausreichend Parkraum vorhanden ist.
5. Sorge dafür, dass man Dich auch findet.
6. Sorge für ausreichend Platz und gute Akustik im Raum.
7. Erzähle etwas, das man nur dort erfahren kann. Gib denen, die wirklich kommen, einen Vorteil.

Man muss kein PR-Fachmann sein, um diese Regeln zu beherzigen. Man muss einfach nur seinen gesunden Menschenverstand einsetzen.

Die Bahn als Spaßbremse

Die Bahn als SpaßbremseBei der Bahn arbeitet man momentan wohl fieberhaft daran, sich als unsympathisches Unternehmen zu positionieren. Denn nur so ist es zu erklären, dass ein als Graf Dracula verkleideter Fahrgast nun ein Bußgeld zahlen soll, obwohl er im Besitz einer Fahrkarte war. Er hatte sie nur mit "Graf Dracula" unterschrieben und damit den Unwillen der wohl völlig humorfreien Schaffnerin erregt.
Denn eine Unterschrift auf einer Fahrkarte muss eben korrekt sein, auch wenn Karneval ist. So eine Meldung hilft dabei, das Image der Bahn als Behörde zu zementieren. Man hätte eventuell auch kulant sein können. Aber das hätte auch keine Schlagzeile gegeben...

Nichts ist unmöglich

Toyota galt ja bisher als Hort der Zuverlässigkeit. Wer ein solches japanisches Auto sein eigen nennt, dachte bisher, in puncto Reparaturanfälligkeit auf der sicheren Seite zu sein. Und jetzt geistert seit einigen Tagen das Schreckgespenst des Rückrufs durch den Äther. Die Bremsen sind betroffen, ein wirklich sicherheitsrelevantes Teil also.

Und schon sind die Marktforscher auf den Plan gerufen. Das Unternehmen puls hat die Toyota-Krise genutzt, um seine eigene Dienstleistung gut zu veranschaulichen. Die Nürnberger Experten haben Toyota-Interessenten gefragt, ob sie aktuell an ihrem Kaufwunsch festhalten. Jeder Fünfte von ihnen will nun von einem Kauf absehen und weitere 27 Prozent wollen erstmal abwarten.

Jetzt ist auch gute Kommunikation gefragt, denn gerade der deutsche Autokäufer versteht beim Thema Bremse keinen Spaß.

Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner: "Nun kommt es auf ein aktives Krisenmanagement mit offener und verständlicher Kommunikation der Mängel an.“ Nur so könne vermieden werden, dass Toyotas Image als Qualitätsweltmeister Schaden nimmt.


Man darf gespannt sein, wie es weiter geht.

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