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iGitt

Im Markenblog können wir lesen, dass sich verschiedene Autohersteller jetzt um das kleine i streiten. Das war sicherlich vorprogrammiert. Im Blog wird der Focus zitiert:

Der Autokonzern Hyundai prüft rechtliche Schritte gegen BMW
Der Autohersteller Hyundai denkt über eine juristische Auseinandersetzung mit dem Konkurrenten BMW nach. Anlass für den Disput ist der Name der neuen Untermarke „BMW i“.


Was mich an der Geschichte wundert, ist dass diejenigen, die i-gentlich schon viel länger das i gepachtet haben, sich zu diesem Thema noch gar nicht zu Wort gemeldet haben. Schließlich haben die auch dafür gesorgt, dass die südhessische Firma Koziol einen Eierbecher umbenennen musste. Der heißt jetzt Ei Pott und unterscheidet sich optisch nur wenig von dem Musikspielgerät aus dem Haus des Apfels.

Dürfen wir noch ungestraft den Buchstaben i benutzen? Ab wann dürfen wir darüber hinaus keine Äpfel mehr anbeißen, ohne dass dies einen Markenrechtsverstoß bedeutet? Fällt den Leuten i-gentlich nichts Neues mehr ein?

Presseverhinderer schreiben tolle E-Mails

Gestern war es mal wieder so weit. Ein echter Presseverhinderer hat mir eine E-Mail geschickt, die nach allen Regeln der Kunst verfasst war. Ein Wunder war schon, dass sie überhaupt durch den Spamfilter kam, so ganz ohne Betreff. Ich bekomme ja wirklich kaum Mails, was brauche ich da noch ein Betreff?

Und der überaus informative Text hat mich so richtig neugierig gemacht, den Anhang zu öffnen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Anlage übersenden wir Ihnen die aktuelle Pressemitteilung unseres Kunden XXX mit Sitz in (Ort, falsch geschrieben), verbunden mit der freundlichen Bitte um redaktionelle Berücksichtigung und Zusendung eines Belegexemplars bzw. des entsprechenden Link.

Das Fotomaterial steht Ihnen frei zur Verfügung, wir weißen (sic!) jedoch ausdrücklich darauf hin bei der Verwendung des XXX-Fotos unbedingt die Quelle zu nennen.

Für weitere Informationen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Nun, Rechtschreibfehler sollten auch in Anschreiben zu Pressetexten möglichst nicht vorkommen, aber über die könnte man ja noch hinwegsehen... Frage ist nur: wer braucht eigentlich das Anschreiben? Ob eine Pressemeldung persönlich adressiert sein muss oder nicht, liegt sicher im Auge des Betrachters. In dieser Kombination hat unser Presseverhinderer allerdings so richtig ins Schwarze getroffen.

Was mich am meisten mit Sorge erfüllt: der Mann ist von Haus aus Journalist. Er müsste doch wissen, was man da so lesen möchte...

Abräumen mit Webvideos

Keine Kategorie, in der kein Preis vergeben wird. Jetzt gibt es auch eine Auszeichnung für Webvideos. In Anbetracht der Tatsache, dass bewegte Bilder im Web immer wichtiger werden, sicher keine schlechte Idee. Wer also mitmachen will, kann seine Beiträge noch bis zum 1. Februar 2011 einreichen. Ob es außer Ehre noch etwas zu gewinnen gibt, lässt sich aus der Veranstaltungs-Website nicht ablesen. Aber Ehre ist ja auch schon was... Hier der Aufruf zur Teilnahme:

Presseverhinderer sitzen auch in der Bundesregierung

Eigentlich dachte ich ja, unsere Regierung hätte das Spiel mit den Medien relativ gut drauf. Nicht zuletzt sollte doch Ex-heutejournal-Mann Steffen Seibert ein Garant dafür sein, dass professionell ans Werk gegangen wird.
Etwas weniger professionell geht es bekanntermaßen im Bundesfinanzministerium zu, wo man ja auch gern mal den Pressesprecher vor laufenden Kameras rügt. Es ist also kein Wunder, dass gerade in diesem Ministerium tolle Gepflogenheiten herrschen.

Gerade wollte ich eine Info-Grafik aus dem Pressebereich des Bundesfinanzministeriums verwenden, da fiel mir der kleine Vermerk auf:

Hinweis
Die Weiterverwendung der Bilder ist nur nach vorheriger Vereinbarung mit dem Bundesministerium der Finanzen bzw. der Bundesbildstelle erlaubt.


Ein Link verweist mich dann auf die Website der Bundesbildstelle, die mir acht Bildschirmseiten mit Liefer- und Geschäftsbedingungen zumutet. Ich verzichte lieber auf die Grafik und suche mir anderes Material. In vier Tagen ist Redaktionsschluss. Bis dahin hab ich bestimmt keine Genehmigung von denen. Nicht auszudenken, was wäre, wenn ich für die Tagespresse arbeiten würde...

Silvester-App

Fast schon Kult ist der Spruch "There's an App for that", denn das iPhone hat den Markt für Smartphones bereitet. Das macht sich jetzt IKEA zunutze. Dort hat man es geschafft, auf richtig sympathische Weise die Funktionen des iPhone und Silvesterbräuche mit sozialen Netzwerken zu kombinieren. Witzig und ganz bestimmt ein Renner zu Silvester.



Skål!

Presseverhinderer mögen's lang

Boaaaaaaah! Gerade hab ich eine Pressemeldung gelesen, die hat mir echt die Zehennägel hochgerollt. Eine Headline zum Fürchten, echt. Hier kommt sie:

Yakima, ein führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Fracht-Management-Ausrüstung für Fahrzeuge, kauft Hubco Automotive Ltd., den führenden Entwickler von Tragvorrichtungen im Automobilbereich, und erweitert damit sein nationales und


ja, und da bricht sie ab. Mehr Zeichen hatte das Online-Formular des Presseportals einfach nicht anzubieten. Schade, oder? Wir hätten doch gern erfahren, was da jetzt so Wichtiges erweitert wird. Schon als erster Satz nach der Headline wäre dies ein wirklich richtig spannender Satz gewesen, der sich zu lesen gelohnt hätte.

Interessant ist, dass das Unternehmen für diesen Blödsinn eine PR-Agentur beschäftigt. Meine völlig unmaßgebliche Meinung zu diesem Thema ist, dass es ja die Pflicht der Agentur gewesen wäre, das Unternehmen darauf hinzuweisen, dass eine solche Headline nicht so vorteilhaft ist.

Aber gut. Ich hätte zur Not noch Kapazitäten frei. Für Yakima.

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