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Presseverhinderer mögen's lang

Boaaaaaaah! Gerade hab ich eine Pressemeldung gelesen, die hat mir echt die Zehennägel hochgerollt. Eine Headline zum Fürchten, echt. Hier kommt sie:

Yakima, ein führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Fracht-Management-Ausrüstung für Fahrzeuge, kauft Hubco Automotive Ltd., den führenden Entwickler von Tragvorrichtungen im Automobilbereich, und erweitert damit sein nationales und


ja, und da bricht sie ab. Mehr Zeichen hatte das Online-Formular des Presseportals einfach nicht anzubieten. Schade, oder? Wir hätten doch gern erfahren, was da jetzt so Wichtiges erweitert wird. Schon als erster Satz nach der Headline wäre dies ein wirklich richtig spannender Satz gewesen, der sich zu lesen gelohnt hätte.

Interessant ist, dass das Unternehmen für diesen Blödsinn eine PR-Agentur beschäftigt. Meine völlig unmaßgebliche Meinung zu diesem Thema ist, dass es ja die Pflicht der Agentur gewesen wäre, das Unternehmen darauf hinzuweisen, dass eine solche Headline nicht so vorteilhaft ist.

Aber gut. Ich hätte zur Not noch Kapazitäten frei. Für Yakima.

Bier - ganz weihnachtlich

Schon etwas länger gab es hier gar keine Bier-Werbung mehr zu sehen. Hier kommt eine, die das Thema Bier ganz aktuell interpretiert:



Prost!

Kann jeder Video?

Bald ist Weihnachten... Vielleicht für den einen oder anderen die Gelegenheit, sich ein Buch zu wünschen? Aus diesem aktuellen Anlass hier eine kleine Empfehlung:

Bewegtbilder im Netz werden derzeit viel diskutiert. Und so gibt es auch eine Fülle an mehr oder weniger gelehrten Büchern zum Thema. Die Autoren Konstanze und Horst Werner haben ihren Beitrag zu Thema abgeliefert. Mit "Jeder kann Video" haben sie ein Buch vorgelegt, das vor allem eins macht: Lust aufs Ausprobieren.
Mit vielen praktischen Tipps zeigen sie auch Anfängern, dass es sich lohnen kann, einfach mal sein Talent an der Kamera zu erproben. Man muss ja nicht alles gleich veröffentlichen. Schritt für Schritt erläutern sie auch technische Begriffe und zeigen, wie man sich selbst auf die Probe stellen kann.
Außerdem liefern sie eine Fülle von Material zum Testen. Das steht - wie könnte es anders sein - im Internet zum Download zur Verfügung.

Dieses Buch ist keine gelehrte Abhandlung über das "soll ich oder soll ich nicht?". Es ist auch kein Leitfaden für PR-Experten, die ihren Kunden gern, weil es hip ist, Filme für ihre Website aufschwatzen möchten. Es ist die Ermunterung, sich an einem anderen Medium zu versuchen und systematisch mit seinen Möglichkeiten umgehen zu lernen. Nicht immer werden dabei brauchbare Ergebnisse herauskommen. Manchmal vielleicht schon.

Mir hat das Lesen des Buches Spaß gemacht, weil es flott geschrieben und gut zu lesen ist. Es hat mir bei einer langen Bahnfahrt Gesellschaft geleistet. Eines muss man allerdings sagen: Aufgrund der vielen technischen Erklärungen wird es wahrscheinlich sehr schnell veralten. Denn sehr detailreich schildern die Autoren Kameras und Programme. Bei der rasanten Halbwertszeiten von Hard- und Software werden sie bald eine zweite Auflage nachschieben müssen.

Presseverhinderer setzen manchmal auf Erotik

Es scheint, als würden die Presseverhinderer in diesem Land langsam weniger. Aber gerade eben hat mal wieder einer mit mir kommuniziert. Der Paketbote klingelte und brachte mir ein großes flaches Paket. Absender ist eine Ölfirma, die derzeit sehr gern damit wirbt, dass sie nur in Deutschland produziert. Das sehen wir dann kurz vor der Tagesschau.
Diese Ölfirma also schickt mir etwas. Das machen die öfter, weil sie glauben, dass sie mich damit positiv stimmen. Mit ihrem Produkt hat das nur selten zu tun. Dass vor ein paar Monaten eine Flasche Grappa kam, der ja auch im weitesten Sinne schmiert... Nun, es möge sich jeder sein eigenes Bild machen.
Es kam also ein flaches Paket und ich dachte sofort an Kalender. So war es auch. Es waren sogar zwei Kalender. Nun können die nicht wissen, dass ich persönlich mir aus Kalendern wirklich nichts mache und das ist ja auch nicht schlimm.
Was sie aber wissen können, ist, dass ich eine Frau bin. Und dass ich mir als Frau wahrscheinlich keinen Kalender an die Wand hänge, auf dem mehr oder weniger nackte Damen in mehr oder weniger eindeutigen Posen zu sehen sind.
Was sie auch wissen können, ist, dass mich das als Frau wahrscheinlich noch nicht einmal erfreut. Dazu kommt, dass ich mein Altpapier mühsam ungefähr 100 Meter bergauf zur Straße bringen muss, weil das Müllauto nicht zu unserem Haus fahren kann. Kurzum, der Kalender ärgert also doppelt. Um das Maß voll zu machen, ist ein zweiter Kalender im Paket, mit schnittigen Autos. Die finde ich zwar genauso langweilig, aber sie ärgern mich etwas weniger.
Ist das jetzt Pressearbeit? Oder sind das einfach nur gute Presseverhinderer?
Gern stifte ich die Kalender für eine Tombola. Vielleicht gibt es ja Leute, die die toll finden. Dann müssen sie wenigstens nicht zum Altpapier.

Die Bahn kommt - auch in Indien

Wer sich diesen Sommer über ausgefallene Klimaanlagen und andere Pannen in unserer guten alten deutschen Bahn ärgern durfte, wird diesen wunderbaren Spot von Indian Railways zu schätzen wissen.



Raider heißt jetzt Twix

Es gibt ja immer wieder "spektakuläre" Umbennungen von Produkten. Hier eine sehr schweizerische:

Europadruck

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