Mittwoch, 23. Mai 2012
12:30
Was ist eigentlich ... Crowdsourcing?
In unserer kleinen Reihe machen wir heute mal eine Ausnahme. Eigentlich versuchen wir uns ja nur der Begriffe anzunehmen, die bisweilen bei aller objektiven Fragwürdigkeit ob ihrer Existenz doch ein gewisses Maß an Berechtigung oder gar Relevanz haben.
Nun begegneten wir in letzter Zeit vermehrt einem Begriff, der uns mehr als wundern ließ: „Crowdsourcing“. Wie so oft in dieser Branche ein Verschleierterminus. Auch die ein- bzw. angedeutschen Synonyme wie „Schwarmauslagerung“ bzw. „Schwarmintelligenz“ (aka „Kollektive Intelligenz“) tragen wenig zur Klarheit bei.
Mag es in der Forschung noch ganz sinnvoll sein, möglichst viele Fachleute auch außerhalb der eigenen Wände via WWW an einer Lösung arbeiten zu lassen, um das wirklich beste Ergebnis zu bekommen, so ist das doch im Marketing eher fragwürdig. (Und das nicht nur wegen der fehlenden Definition von „Lösung“ und „Intelligenz“ in dem Falle.)
Natürlich klingt der Begriff ein bisschen nach „Outsourcing“ und wird entsprechend mit Einsparpotenzial assoziiert. Aber genau der wird sich im Falle von „Crowdsourcing“ noch weniger einstellen.
Klar senkt es erst einmal gewisse Kosten, eine Aufgabe an eine Masse von „Heimwerkern“, also Menschen, die zuhause (auf eigene Kosten (Hardware, Versicherung, Strom etc.) arbeiten, die mit dem Auftraggeber nur über einen Kommunikationskanal verbunden sind, abzugeben. Aber es bringt nichts, denn das muss ja alles auch koordiniert werden, womit die angeblich ach-so verhasste unternehmensinterne Bürokratie zunimmt. Somit könnte man tagesaktuell den Begriff vielleicht so definieren:
Unser Tipp: Machen Sie sich nicht lächerlich durch Verwendung attraktiver, aber letztlich suizidaler Termini. Machen Sie doch einfach Ihren originären Job.
Nun begegneten wir in letzter Zeit vermehrt einem Begriff, der uns mehr als wundern ließ: „Crowdsourcing“. Wie so oft in dieser Branche ein Verschleierterminus. Auch die ein- bzw. angedeutschen Synonyme wie „Schwarmauslagerung“ bzw. „Schwarmintelligenz“ (aka „Kollektive Intelligenz“) tragen wenig zur Klarheit bei.
Mag es in der Forschung noch ganz sinnvoll sein, möglichst viele Fachleute auch außerhalb der eigenen Wände via WWW an einer Lösung arbeiten zu lassen, um das wirklich beste Ergebnis zu bekommen, so ist das doch im Marketing eher fragwürdig. (Und das nicht nur wegen der fehlenden Definition von „Lösung“ und „Intelligenz“ in dem Falle.)
Natürlich klingt der Begriff ein bisschen nach „Outsourcing“ und wird entsprechend mit Einsparpotenzial assoziiert. Aber genau der wird sich im Falle von „Crowdsourcing“ noch weniger einstellen.Klar senkt es erst einmal gewisse Kosten, eine Aufgabe an eine Masse von „Heimwerkern“, also Menschen, die zuhause (auf eigene Kosten (Hardware, Versicherung, Strom etc.) arbeiten, die mit dem Auftraggeber nur über einen Kommunikationskanal verbunden sind, abzugeben. Aber es bringt nichts, denn das muss ja alles auch koordiniert werden, womit die angeblich ach-so verhasste unternehmensinterne Bürokratie zunimmt. Somit könnte man tagesaktuell den Begriff vielleicht so definieren:
Crowdsourcing ist die Hellenisierung der Wirtschaft durch sich selbst.
Unser Tipp: Machen Sie sich nicht lächerlich durch Verwendung attraktiver, aber letztlich suizidaler Termini. Machen Sie doch einfach Ihren originären Job.
Geschrieben von Heiko Walkenhorst in Werbe-Kolleg
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