Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Die wichtigsten Termine des Jahres

Keine Sorge: Hier kommen keine Daten, wo irgendwelche Menschen irgendwelche Wasserstandsmeldungen abgeben. Das meiste, was man doch zur Zeit an Information erhält, dient der Konfusion. Und ist das gut? Ne. Also hier nur eine kurze Erinnerung an die Termine, die 2012 wirklich von Bedeutung sind:

24. Dezember: Heiligabend, ein Montag, - spätestens jetzt Lebensmittel einkaufen

Vielleicht noch der Geburtstag des Lebensabschnittsmenschen.

Ja, und wann halt die Steuer ans Finanzamt gezahlt werden muss. Das sollte man sich auch noch merken - einfach um Stress zu vermeiden.

Ja, und dann noch 31.12. - dann ist das prognostizierte Seuchenjahr vorbei.

Ob es so schlimm werden wird? Glaube ich nicht.
Denn 2012 wird mit 2011 eines ganz gewiss gemeinsam haben:

Erstens wird es anders,
und zweitens als man denkt.

Also: Beste Ausssichten!

BGH: Intelligenz verpflichtet - in der Werbung

"Dem Beklagten kam aufgrund seines beruflichen Hintergrunds und seiner Fachkunde sowie infolge seiner Zeitschrifteninterviews die Stellung eines Prospektverantwortlichen zu."

So entschied der Bundesgerichtshof in einem Falle, wo es darum ging, ob ein Prominenter (in dem Fall Ex-Verteidigungsminister Rupert Scholz) für die Werbung, die er für ein Produkt macht (in dem Falle: Finanzprodukt), haftet.

Das BGH meint, sehrst einfachst erklärt:

Ja – wenn Prominenz und Kompetenz auf einem gemeinsam hohen Level sind. Vorausgesetzt natürlich, es gibt etwas zu haften.

So haftet also ein Jurist/Banker für Finanzprodukte. Aber ob Frau Katzenberger zur Rechenschaft gezogen wird, wenn man sich eine Vorwahl nicht merken kann und deshalb aus Versehen im tongalesische Mobilfunknetz landet ... zweifelhaft. Schade eigentlich ...

Nur Hirn in der Werbung hätte was, aber dann wäre ja auch der Vorwurf wieder da, Werbung hätte nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Und nur Hirn wäre wohl so gut auch nicht für die Volkswirtschaft.

Also los ... Weihnachtseinkäufe tätigen.

Das komplette Urteil

Was ist eigentlich ... Corporate Identity?

Unsere kleine Reihe geht den Dingen ja gerne auf den Grund – damit ihnen niemand mehr auf den Leim geht. Dabei haben wir einen der größten Kleber bisher außen vorgelassen, der ja wirklich auf alle eine unwiderstehliche Anziehungskraft zu haben scheint: „Corporate Identity“.

Nein, wir lassen uns jetzt nicht über den Anglizismus aus, das ist Formalienkacke. „Unternehmensidentität“ täte es zwar genauso, sieht aber scheiße aus, womit wir schon beim Thema wären. Es geht ums Aussehen.

„Oh, nein“, tönt es aus den Reihen. Ich erwarte ein heißblütiges „Mitnichten!“, aber ich werde enttäuscht. Diesbezüglich. Dass Widerworte kommen, das war klar. Dass dabei auch wenig Stil mitschwingt, nicht wirklich zu erwarten.

Angeblich geht es auch hier um Inhalte, schließlich sei eine Identität ja mehr als nur Äußerliches. Das stimmt, manchmal ist es sogar noch weniger. Manchmal reicht es schon, einfach nur ein Stück Papier zu haben, dass einem eine Identität zuweist.

Wer erinnert sich hierbei nicht um den so hübschen wie alten Asylantenscherz, wo er von einem Polizisten die Frage gestellt bekommt:
„Können Sie sich ausweisen?“ Und er zurückfragt:
„Ach, muss ich das jetzt schon selber machen?“

Und so ein „Papier“, meist ist es ein PDF, gibt es in Unternehmen auch. In dem steht zwar nicht Nationalität, Geburtsdatum, -ort oder sonstige Typenangaben (Größe, Augenfarbe), dafür aber Informationen zur Typo, Hausfarbe sowie wann wo welche Abstand eingehalten wird.

„Oh, ja. Ein Zuruf?“ Fürwahr, das ist das CD-Manual aka Handbuch. Das sei nur Corporate Design und eben nicht die Corporate Identity. Zu letzterer zählten ja auch noch Corporate Wording und sonstige Kommunikationsutensilien wie Kleidung ("Corporate Clothing" ?). Zum Beispiel ... (Wäre aber ja auch wieder Aussehen. Egal ...)

Im Grunde zählt also eigentlich alles dazu, was ein Unternehmen ausmacht. Frage ist nur: Muss man das manifestieren? Und wenn ja, wie. Hierzu folgende Corporate Identity-Faustregel:

Corporate Identity

Eine lockere Corporate Identity ist die Hundeleine eines Unternehmens.
Eine festgezurrte Corporate Identity ist sein Tod.


Die eine Version lässt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Freiraum (und passt halt nur auf, dass sie sich nicht zu weit entfernen oder helfen, schnell und rigide anzugreifen, falls wer wen falsch anpinkeln will), der andere schnürt ihnen die Luft ab. Die Folge ist dann ein großes Gejaule, Gemaule, Ende.

Besser, man schreibt nur das Corporate Design fest. Das ist in Sachen Umfang und geistiger Komplexität überschaubar. Mit seiner Einhaltung kann man Menschen beauftragen. Für die Einhaltung einer Corporate Identity ist jeder selbst zuständig. Außerdem hat jeder auch eine Corporate Identity unterschrieben. Nur heißt diese auf deutsch nicht "Unternehmensidentität". Denn ist es eigentlich nicht so?:

Corporate Identity ist die öffentliche Form der Summe aller Arbeitsverträge eines Unternehmens.


(Und an den Zwischenrufer von vorhin: "Erst pssst!, dann ah!" Danke.)

Was ist ein Marketing-Experte?

Die Frage könnte man natürlich viel weiter fassen: Wer oder was ist ein Experte? In der Welt des Fernsehens gilt der als Fachmann, der den Eindruck erweckt, als könne er hochkomplizierte Sachverhalte in maximal 1:30 erklären. Von dieser Definition profitiert jeder: der Sender (Quote), der Zuschauer (gutes Gefühl), der Interviewte (Geld und/oder sehr gutes Gefühl). Nur der Sache selbst dient es nicht, da man in der Zeit ja höchstens die Hälfte der Hälfte eines Teil des Ganzen beleuchten kann. Macht also einen absoluten Wissenstransfer von maximal 10%.

Nun geht es bei Marketing allerdings auch nicht um interstellare Quantenphysik. Eher im Gegenteil, denn im Marketing geht es um etwas, was im Weltraum defintiv nicht gibt: heiße Luft. Und das ist auch gut so, denn was tut heiße Luft? Sie treibt Turbinen an. Und genau das macht auch Marketing. So gesehen hat Marketing also doch was mit Physik zu tun, allerdings nur auf sehr einfachem Niveau.

Denn so wie es Menschen gibt, die der Anblick eines sich drehenden Windrads begeistert, gibt es andere, die es in den Wind halten, und manche, die pusten, und wiederum andere berechnen die Drehung und glauben erst, wenn sie eine Formel haben, dass es sich dreht.

Das alles sind Experten. Sie müssen sich nur entscheiden, welcher für Sie der Richtige ist.

Ich blase.

Werbung - Weihnachten 1:0

Na, das hat aber gedauert. Aber es kam, wie es kommen musste. Ein Aufschrei wegen der aktuellen Media-Markt-Kampagne geht durch die virteulle Welt - schenkt man DRadio Wissen Glauben. Und da wären wir auch schon beim Thema:

Weihnachten wird in der Krippe entschieden! behauptet eine Facebook-Seite, was natürlich Quatsch ist. Was soll denn da entschieden werden. Nach unserer Zeitrechnung (und allem, was uns sonst so über ein Buch erzählt wird, die Jahrhunderte nach dem Ereignis erschienen ist und (dennoch) über das Ereignis selbst mit dem Anspruch der Dokumentation berichtet) ist ja bereits alles entschieden. Der Heiland war geboren - unnu?

Im Bericht von DRadio Wissen wird auch ein Medienpfarrer (was es nicht alles gibt) zitiert, der "das Fest der Geburt Jesu komplett ad absurdum" geführt sieht.

"Heiligabend 2011 als widerliche Geschenkorgie im Kreis der Lieben: Ich fass es nicht!"

Nun, Herr Pfarrer, das war schon 1980 so - und 81, 82, 83, 84, 85 und all die Jahren danach. Und davor auch. Und das ist auch völlig OK so, schließlich handelt es sich dabei um eine Geburtstagsparty - und bei so einem Event gibt es nun mal Präsente. Ist das wirklich sooooooo unfassbar?

Aber Empörung, das wissen wir, tut gut. Ich kann von mir ablenken und meinen Versäumnissen. Man könnte sich ja mal in Klerikalkreisen fragen, warum der religiöse Aspekt nicht mehr sooooooo entscheidend zu sein scheint. Vielleicht braucht es einfach eine gescheite Kampagne.

Sollte Thomas Strerath und sein Team keine Zeit haben, Ich bin bereit! Er kennt mich und, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, er wird's verschmerzen.

Geld und Gehalt

Keine Sorge. Es wird nicht philosophisch. Was ist der Gehalt des Geldes? Was ist sein Brennwert? Hat es Kalorien? Aber bekanntlich kann es fett machen. Und Nebenwirkungen hat es auch. Trotzdem ... Aber sollte ja nicht das Thema sein, sondern das andere, nämlich das, was die Steuerbehörden wohl "Zuwendung" nennt - und sie meint damit bestimmt nicht Liebe, Aufmerksamkeit, Respekt.

Und da wir Charts ja lieben, je banaler, desto lieber, haben wir uns gefreut, dass es jetzt sogar ein Buch damit gibt. "Was wir tun, wenn der Aufzug nicht kommt" heißt es (leider), aber die Grafiken sind hübsch, z. B. eben diese, der dieser Beitrag seine Überschrift verdankt:

Geld Gehalt
Wie sich das „Gehalt“ zusammensetzt. Quelle

Twitter

Verwaltung des Blogs

Login