Marketing verhindern, um Marketing zu ermöglichen

Machen wir uns nichts vor: Der Grund, warum Marketing weniger trivial ist als - sagen wir mal: das Schreiben von Weihnachtskarten (was Sie für Ihr Unternehmen allmählich auf die To-do-Liste setzen sollten) liegt nicht darin, dass Marketing so unglaublich kompliziert ist. Der Grund ist das viele lästige Marketing anderer Unternehmen. Die Welt ist gemein, sogar im gleichen Marktsegment gibt es massenhaft Marketing, das einem das Leben schwer macht.

Tun wir was dagegen!


Das Leben könnte immens viel leichter sein, wenn es weniger Marketing gäbe. Dann hätte unser eigenes Marketing nicht so viel Wettbewerb zu überwinden. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der uns nur noch ein Zehntel der Leute da draußen, die behaupten, es wäre Marketing, was sie veranstalten, im Weg rumstünden! Wär das nicht klasse? Denn eine Wirkung hat selbst miserabelstes Marketing auf jeden Fall: Es erschwert unserem eigenen Marketing, durchzudringen und bei der Zielgruppe zu wirken. Was das kostet!

Hier der Plan:


Wir schicken die alle zum Mars. Alle, die sowieso nur mittelmäßiges Marketing machen, alle, die nur die Kommunikationswege verstopfen, alle, die rumnerven! Wir brauchen nur genug Raumanzüge und eine Menge Chloroform. Außerdem habe ich eine alte PS3, die würde ich zur Verfügung stellen, damit es den Jungs und Mädels auf dem Weg zum Mars nicht langweilig wird.

Viele werden jetzt sagen: Hallo! Das geht doch nicht! Sowas darf man doch nicht mal denken! Wieso denn zum Mars? Warum nicht einfach zum Mond? - Meine Antwort: Ja, im Prinzip richtig! Ich finde nur, der Mond ist nicht weit genug weg. Außerdem ist das Investitionsvolumen einer Marsmission höher, ideale Voraussetzung dafür, dass die Finanzwirtschaft ihre Chance erkennt und bei der Sache mitmacht. Man denke nur an all die Arbeitsplätze, die mit einer fetten, fetten Marsmission geschaffen werden!

Zur Abwechslung ein paar Lügen

• Ich bin Milliardär (richtig ist: Multimilliardär)
• Dieses Blog wird unterstützt durch Mittel der NSA (richtig: finanziert von Putin)
• Wir erhalten täglich Dutzende Dankesbriefe (richtig: Tausende)
• Marketing ist in den letzten Jahren besser geworden (richtig: [jetzt Sie! na los! mitmachen!])
• Frank Walter Steinmeier ist .. äh .. Dings (richtig: siehe Zeit von morgen)
• Der Scheck ist in der Post (richtig: Wurde gestern elektronisch überwiesen)
• Toller Vorschlag! (richtig: Muss nur noch vom Geschäftsführer freigegeben werden)
• Das hab ich selbst gelesen (richtig: Der Onkel vom Bruder vom Hitler seinem Hund ...)
• Ich ruf Sie morgen zurück (richtig: .. und dann war der Akku leer)
• Ohne Social Media geht gar nichts mehr (richtig: Achten Sie nicht auf meine rechte Hand, nein, nein - da! Da hinten! ein Eichhörnchen!)

Den Rest müssen Sie nicht lesen


Der Rest des Textes dient nur dazu, auf legitime Art dafür zu sorgen, dass dieser Text auch über die Keywords "Cappucino" und "Froschlaich" gefunden werden kann. Wirklich. Sie müssen das nicht lesen. Inhaltlich völlig substanzlos. Okay, wenn Sie sowieso noch mitlesen - hier eine Mediathek-Empfehlung: "Die Geschichte der Katzen". Wichtig für jeden, der zu Gesprächen mit Offlinern gezwungen ist.

Klatschen auf zwei und vier

"Ich hasse die Römer genauso wie ihr!" Die Römer hassen? Hallo? Die Römer sind groß. Und jeder mag alles, was groß ist. Die Großen dafür beklatschen, dass sie groß sind! Bravo! Applaus, wenn der FC Bayern reinkommt. Apple gut finden, ohne Abstriche. Kampagnen gut finden, nachdem sie gelaufen sind. Und nachdem feststeht, dass sie funktioniert haben. Interviews mit dem Inhalt: "Na klar, das war alles genauso geplant!" Ich frage mich, wie oft Sieger nur aus dem einen Grund beklatscht werden, weil es einen ein bisschen größer macht, Gewinner gut zu finden. Vielleicht lindert es die Mediokrität. Vielleicht ist es das Symbol der Zugehörigkeit zur Durchschnittlichkeit, klatschen, weil alle klatschen, kann also nicht falsch sein. Willkommen im Mainstream, willkommen in der Mitte der Gesellschaft. Atemlos durch die Nacht. Henry Ford hat gesagt, wenn er DIE LEUTE gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie sicher gesagt: Ein schnelleres Pferd. Nichts gegen Pferde, aber die Masse darf nicht der einzige Maßstab sein.

Was ist ein guter Friseur?

Ein guter Friseur ist ein Friseur, der keine Angst hat, eine Frisur zu verändern.

Nichts gegen Friseure und selbstverständlich Friseusen, die diesen Mut nicht haben. Oft sind sie gute Handwerker und, wenn es bei einem einfachen Kopf nur darum geht, die Haare zu waschen und - natürlich - die Spitzen zu schneiden, sind sie völlig okay. Aber wenn die Sache nicht so klar ist und die Kundin glaubt, Problemhaare zu haben (was 98% aller Menschen in der First World meinen), dann braucht's jemanden, der beherzt genug ist, wirklich was zu ändern. Jemanden, der keine Angst hat, nicht anzukommen, jemanden, der weiß (aus Erfahrung weiß), dass er eine Frisur machen kann, die besser ist als die alte.

Gut ist ein Friseur, der nicht dabei stehenbleibt, die Probleme auf einem Kopf zu verwalten, sondern der das herausholt, was wirklich in diesen Haaren steckt, auf diesem Kopf, dieser Person, in diesem Alter usw. Ein guter Friseur traut sich was. Und gleichzeitig ist wichtig, dass er nicht zwanghaft nur das Interesse verfolgt, den bestehenden Look zu zerstören. Er macht es anders, weil er in den Haaren etwas sieht, das Andere bisher vielleicht nicht so gesehen haben.

Muss ich weiterschreiben? - Nein. Sie wissen längst, wie diese Analogie weitergeht: Genau so ist es in der Werbung auch! Doch Vorsicht: Beim Friseur können Sie im Normalfall vom Preis auf die Qualität der Leistung schließen, bei Werbung nicht unbedingt. Es gibt einfach zu Viele, die nur so tun als ob. Außerdem: Bedenken Sie, dass nicht die Werber, sondern die Kunden mit ihren Frisuren leben müssen. Aka: Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Almbauer (Konzentrationstest: Sind Sie noch wach?). Ein rollender Stein setzt kein Moos an.

AAAAAAAAAAAAAAAASchlüsseldienst

Erinnern Sie sich noch? Gelbe Seiten? Und wer sich da auf den vorderen Seiten gekloppt hat, um sich mit seinem A* weiter nach vorn zu drängeln? Das ist Spam, genau, nichts anderes. Das nervt. Aber weil wir nicht alle ein Unternehmen haben, das schon seit Ewigkeiten im Markt ist, und - machen wir uns nichts vor - weil wir auch nicht alle völlig einzigartig sind, müssen wir was tun. Keinen Black-Hat-Scheiß, klar, aber was sonst? Ein bisschen rumtaggen? Das machen doch alle.

Ich verrate Ihnen ein Geheimnis


Wenn Sie wissen wollen, was Sie einer Suchmaschine Schlaues erzählen könnten, geht es auch anders als mit Spam und so. Ich verrate Ihnen ein Geheimnis: Wenn ich glaube, dass ich mit meiner Arbeit durch bin und alle geilen Keywords gefunden hab usw., bitte ich eine Handvoll Leute aus dem Unternehmen, sich ihre Homepage mal anzusehen und zehn Suchen über die interne Suche durchzuführen. Sie glauben gar nicht, was für einen Quatsch die da suchen. Völlig unsystematischen Blödsinn. Lauter Zeug für die 404-Seite. Peinlich, wenn Sie die Seite schon eine Weile betreuen.

Wenn Sie sich diesen Quatsch nun ansehen, den die Leute da gesucht haben, werden Sie feststellen, dass es teilweise einfach völlig unwahrscheinliche Synonyme oder Randbereiche der Unternehmenstätigkeit sind, die aber u.U. gar nicht wirklich so abwegig sind. Und ich schwöre Ihnen, das ist alles Zeug, das finden Sie weder in Brainstormings, noch über die Keywordsuche, noch über über, was weiß ich: Market Samurai oder das Metager Keyword Tool. Crazy, glauben Sie mir.

Nicht vergessen: Sie suchen Kunden, keine Idioten


Und wenn Sie doch die Verführung spüren, sich mit AAAAAAAAAAAAAAA-Methoden irgendwie nach vorne mogeln zu wollen, bedenken Sie, wen Sie damit als Kunden bekommen. Könnten. Theoretisch. Es sind die gleichen Leute, die auch an den Prinz von Nigeria glauben und das Wunder der unschuldigen heißen Bräute, die leider nicht genug Geld haben, um aus Moskau zu ihrem zufällig über das Internet gefundenen Märchenprinz zu reisen. Sie könnten nun sagen: Ist Ihnen doch egal, woher Sie Ihre Milliarden bekommen. Dazu zwei Dinge: Ich verstehe Sie sehr gut. Mir war es schließlich auch egal, was ich tun musste, um Mutlimilliardär zu werden. ABER: Denken Sie an die Regel des maximal möglichen Durchschnitts. Kann wirklich die Hälfte der Weltbevölkerung Milliardär werden? (Wenn Ihre Anwort "Ja" ist, sollten Sie mir unbedingt 10 Millionen Euro überweisen; ich verrate Ihnen dann, wie Sie ein Hundertfaches dieses Betrags ohne jede Arbeit zurückbekommen)(können)

Schlafen während der Fahrt

Tag, außen, Totale eines modernen Bürogebäudes, Konzernzentrale. Sound: Effektvolle Stille, satirisch eingeblendetes Grillenzirpen. Die Botschaft: Hier lass dich ruhig nieder. Schlaf gut, mein Freund. Morgen früh wirst du wieder geweckt. Wenn Unternehmen sich ausruhen und eine Mütze voll Schlaf nehmen - was soll's?

Was keiner weiß, ist, dass die Welt sich weiter dreht. Manche sagen sogar, dass sie sich heute ein bisschen schneller dreht als zum Beispiel im letzten Jahrhundert. Andere sagen, das ist nur in Amerika. In Amerika dreht sich die Welt schneller. Aber das sind ja auch die Amerikaner. Bei uns dreht sie sich langsamer. Macht aber nichts. Wir sind schließlich die Größten. Deutsche Autos! Wow! Deutscher Maschinenbau! Legende! Nie wird man uns einholen, nie. Über deutsche Kameras und deutsche Unterhaltungselektronik haben sie das auch gedacht. Na klar, Autos, das ist ne andere Nummer, jaaaa. Wir sind safe.

Die Welt bewegt sich. Präkopernikanisch. Dreht sich um uns. Wir sind der Mittelpunkt. Und schlafen während der Fahrt.

Kommando zurück: Content Marketing ist das Größte

In eigener Sache: Liebe Leser, heute Vormittag habe ich das tausendste E-Book gelesen, in dem Content Marketing runtergemacht und kritisiert wird. Das nervt. Wie, bitte sehr, soll man sich vom Mainstream abheben, wenn der Mainstream jetzt auch schon die Kritik am Mainstream für sich vereinnahmt? Was hier an Content Marketing bemängelt wird, ist zwar keine Grundsatzkritik, genau genommen werden nur die Überschriften ausgetauscht und statt einem "normalen" Content Marketing wird das etwas bessere "wirkliche" Content Marketing vertreten. Dennoch werden die Leser all dieser Krittelei auf jeden Fall mitnehmen, dass herkömmliches Content Marketing doch nicht so gut ist, sondern man mindestens Premium usw. Content braucht, um weiterzukommen. Wenn rote Streifen in der Zahncreme nicht mehr reichen, müssen Zahncremes mindestens rote UND blaue Streifen haben.

Kurz und gut: Ich werde Content Marketing ab heute gut finden.


Jetzt, wo alle die Seite wechseln und das Gelaber über Content Marketing auch schlecht finden, sehe ich als einzige Chance zur Distinktion, dass ich behaupte, Content Marketing wäre das Größte. Bitte seien Sie also nicht irrtiert. Danke.

PS: Content Marketing und Marketingbabbel über Content Marketing ist das Gleiche.
PPS: Achten Sie mal darauf, wie oft bei all dem Gerede über Content Marketing Kanäle und Inhalte verquirlt sind.
PPPS: Ich setze ein Päckchen Toffifee für einen stichhaltigen Nachweis von Marketing, das ohne Content auskommt.

Mit einem Eimerchen und einer kleinen Schippe am Strand

Was ich im Marketing am meisten vermisse, ist Demut. Ich habe einen Freund, er ist Marketing-Superheld. Schlimm. Kein bisschen Demut, dafür aber dieser kleinkindliche Machbarkeitsglaube. Die Selbstverständlichkeit, mit der er sich die Welt auf ein von ihm verstehbares Maß zurechtvereinfacht, ist irritierend.

Eimer, Schaufel, Strand
Für mich ist er wie ein kleines Kind am Strand, das ein Schippchen voll Wasser in sein Eimerchen schaufelt und nun glaubt, es hätte das Meer gezähmt.

Die Flut kommt


Sie reden von 50 Milliarden IP-Adressen, die in den nächsten zehn Jahren für das IoT (Internet der Dinge) vergeben werden. Die Zahlen sind egal. Ob es zehn oder 20 Jahre sind, ob es 40 oder 50 oder 100 Milliarden IP-Adressen sind - egal. Entscheidend ist die Flut der Daten, die uns überschwemmen wird. Und Sie kennen ja alle Hick's Law. Das wird nicht übersichtlicher, soviel ist schon mal klar.

Zurück zur Meeres-Metapher: Was da hilft, ist sicher nicht ein größeres Eimerchen. Das Einzige, was hier noch funktioniert, ist Surfen! Echtes Surfen. Sich von der Welle mittragen lassen, sich vom Kontrolldenken des Eimerchen-Paradigmas lösen und anfangen, zu steuern. Die Strömung nutzen. Gleiten. Segler haben es immer gewusst. Damit kann man weit kommen. Die Vorstellung, dass der Datenozean in ein Gefäß passt oder man ihn auslöffeln kann, ist so naiv wie die Idee, dass man den Mond essen kann. Es ist eine Vorstellung aus einer alten Zeit, in der sich in einem kurzen Zeitfenster der Geschichte die Illusion irgendeiner Allmachbarkeit aufrechterhalten ließ.

Lösen wir uns davon und üben wir Demut. Die nicht mehr für Illusionen verbrauchte Energie wird dann zur Verfügung stehen, um wahrzunehmen, wie komplex diese Welt wirklich ist. Das Marketing könnte profitieren. Wir werden am Ufer stehen und die Wellen lesen, Wellen deuten, Wellen verstehen und die Bewegung der Wellen nutzen, um irgendwelchen Content von A nach B zu furzen. Wir werden Sonnenbrillen tragen und Helden sein. Ist doch auch ganz schön. Nur - etwas Demut vorher ist die Voraussetzung dafür.

Test: Wie alt sind Sie?

Ergebnis: Sie sind alt. Wenn Sie auch nur am Rand in Betracht gezogen haben, einen Test über Ihr Alter mitzumachen, sind Sie alt. Sorry. Aber es nützt ja nichts, drumrumzureden.

Nutzen Sie Snapchat? Wennja, haben Sie dort mehr als drei Kontakte? - Nein? Und nein? - Sie sind alt.
Verwenden Sie keine Emojis, sondern Smileys? Und zwar ironisch? - Ja? Und ja? - Sie sind alt.
Nutzen Sie Ihr Mobile Dings noch zum Telefonieren? - Ja? - Sie sind alt.
Haben Sie im Lauf der letzten zwei Wochen eine der Vokabeln "früher", "damals", "bei uns" (gemeint temporal im Sinn von "seinerzeit") gebraucht? - Ja? - Sie sind alt.
Glauben Sie, dass die Musik von damals (sic!) das Beste war, und das, was man heute Musik nennt, eigentlich keine Musik mehr ist? - Ja? - Sie sind alt.

Die Welt ist im Wandel, und Sie sind alt. Mein Tipp: Suchen Sie sich eines von beiden: a) Freunde, die auch alt sind, und Ihr Bleiben im Marketing die nächsten 20 Jahre zuverlässig sichern, oder b) einen neuen Job. Denn Marketing ist nichts für Sie. Sie sind nämlich ...

Neben Victim-Blaming, Fremden-Blaming, Rassen-Blaming gibt es eine neue, leise kommende Form des Blamings: Alters-Blaming. Und da wir im Marketing auch hier zwar nicht zur Vorhut, aber mindestens zu den Early Adopters gehören, trifft es uns als Branche früher als Andere. Alles Mögliche ist "alt", und "alt" ist schlecht! Doch trösten Sie sich: Auch 25-Jährige machen sich bereits Gedanken über ihr Alter. Btw. wenn Sie jetzt denken: "Haha, 25! Das ist doch kein Alter!", Bumm! Haben Sie schon wieder verloren, denn dieser Gedanke ist .. "alt"!

Die meiden Sie! Haben Sie das noch nicht bemerkt?


Foto einer Bierflasche, auf der auch ein Mönch zu sehen ist; dieser Mönch ist alt
Sie sind alt
Es gibt Bewegungen im Leben, da kommt Marketing nicht hin. Denken Sie nur an den phänomenalen, eigentlich unerklärlichen Erfolg mancher Biermarken, die unbeworben von ihren Kunden ins Elysium gekauft werden. Diese Kunden sind keine Kunden, sie sind Nutzer. Wenn Sie jetzt an Augustiner gedacht haben, sind Sie alt! Denn die Jugend wendet sich gerade ab von Augustiner. Tegernseer ist der neue heiße Shit!

In welchem Wiesn-Zelt sind Sie im September? Ich brauche es nicht zu wissen, denn Ihr Nachdenken zeigt: Sie sind alt! Denn die Jugend weiß zwar noch nicht genau, wo sie sich betrinkt, aber sicher nicht dort. Die Jugend (allein das Wort!)(ich bin alt) meidet Sie, ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? Sie hat genug von Ratschlägen, Erfahrungen, Erklärungen usw.usf. Die Jugend bestellt ihr Leben neuerdings mit den Worten: "Egal! Bringen Sie mir nur was Anderes als dem ollen 40-Jährigen' da!".

Verstehen Sie jetzt, warum Sie sich einen anderen Beruf suchen sollten?

PS: Ich plane, ein reißerisches Buch über diesen Komplex zu schreiben. Ich hoffe, Sie kaufen es. Auch wenn Ihr Interesse daran grundsätzlich auch wieder nur eines beweist ....

EXKLUSIV: Die einzige Qualitäts-Testfrage, die echt funktioniert

Das Problem mit Qualität ist: Sie macht mehr Arbeit, bindet mehr Ressourcen, dauert länger, kostet mehr Geld, erfordert mehr Konzentration und Aufmerksamkeit und auf lange Sicht auch mehr Disziplin. Aber das ist noch nicht alles. Denn selbst, wenn wir annehmen, das interessiert einen nicht, mit anderen Worten: Man macht halt und gibt sich Mühe und liefert deutlich Besseres ab als das Übliche - was dann? Dann kann es sein, dass es der Kunden nicht einmal merkt!

In guten Zeiten war das egal. Wichtig war: Wir wussten, was wir geliefert hatten! Wir wussten, es war Qualität. Wenn wir einen Job gut gemacht hatten - was interessierte uns da, ob Kunden es gemerkt haben oder nicht? In schlechten Zeiten war es allerdings schwieriger, bei dieser Haltung zu bleiben. Wenn niemand den Unterschied bemerkte, wozu dann der Aufwand? Das kostet doch nur!

Wenn wir mit unserer Motivation da angekommen waren (wie gesagt: in schlechten Zeiten), stellten wir uns eine einfache Frage:

Was würden wir tun, wenn Geld keine Rolle spielt?


Was würden wir tun, wenn wir nicht über Geld (oder sonst eine knappe Ressource) nachdenken müssten? Würden wir unsere Ansprüche dann auch runterfahren? Wären wir dann auch mit Mittelmaß zufrieden?

Nein.

Wenn man anfängt, die Verknappung oder böser gesagt: die Armut zum Maßstab dafür zu machen, welches Niveau an Qualität man anstrebt, hat man verloren. Wer von vorn herein sagt: Das geht nicht wegen ___ (beliebigen Mangel hier eintragen), beschneidet seine Ziele.

Sicher: Manches ist tatsächlich unmöglich. Das wissen wir alle, und in diesen Situationen stellt man sich als intelligenter Mensch keine Fragen. Anders liegt der Fall, wenn das Ziel erreichbar ist, aber es nun mal ein paar Hindernisse gibt. Dann ist es schlecht, sich auf diese Hindernisse zu konzentrieren. Die entscheidende Frage ist immer noch: Wollen wir es grundsätzlich, dieses Mehr an Niveau oder Güte oder Leistung, um das es hier geht? Wenn nein, alles klar. Thema erledigt.

Wenn aber ja, dann geht es jetzt erst los. Der Kampf um die Beseitigung der Hindernisse oder des Mangels fordert das, was man Kreativität nennt. Im Sinn der Qualität sollte man daher dankbar für alle Hindernisse sein, die man überwinden muss.

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