Kommando zurück: Content Marketing ist das Größte

In eigener Sache: Liebe Leser, heute Vormittag habe ich das tausendste E-Book gelesen, in dem Content Marketing runtergemacht und kritisiert wird. Das nervt. Wie, bitte sehr, soll man sich vom Mainstream abheben, wenn der Mainstream jetzt auch schon die Kritik am Mainstream für sich vereinnahmt? Was hier an Content Marketing bemängelt wird, ist zwar keine Grundsatzkritik, genau genommen werden nur die Überschriften ausgetauscht und statt einem "normalen" Content Marketing wird das etwas bessere "wirkliche" Content Marketing vertreten. Dennoch werden die Leser all dieser Krittelei auf jeden Fall mitnehmen, dass herkömmliches Content Marketing doch nicht so gut ist, sondern man mindestens Premium usw. Content braucht, um weiterzukommen. Wenn rote Streifen in der Zahncreme nicht mehr reichen, müssen Zahncremes mindestens rote UND blaue Streifen haben.

Kurz und gut: Ich werde Content Marketing ab heute gut finden.


Jetzt, wo alle die Seite wechseln und das Gelaber über Content Marketing auch schlecht finden, sehe ich als einzige Chance zur Distinktion, dass ich behaupte, Content Marketing wäre das Größte. Bitte seien Sie also nicht irrtiert. Danke.

PS: Content Marketing und Marketingbabbel über Content Marketing ist das Gleiche.
PPS: Achten Sie mal darauf, wie oft bei all dem Gerede über Content Marketing Kanäle und Inhalte verquirlt sind.
PPPS: Ich setze ein Päckchen Toffifee für einen stichhaltigen Nachweis von Marketing, das ohne Content auskommt.

Mit einem Eimerchen und einer kleinen Schippe am Strand

Was ich im Marketing am meisten vermisse, ist Demut. Ich habe einen Freund, er ist Marketing-Superheld. Schlimm. Kein bisschen Demut, dafür aber dieser kleinkindliche Machbarkeitsglaube. Die Selbstverständlichkeit, mit der er sich die Welt auf ein von ihm verstehbares Maß zurechtvereinfacht, ist irritierend.

Eimer, Schaufel, Strand
Für mich ist er wie ein kleines Kind am Strand, das ein Schippchen voll Wasser in sein Eimerchen schaufelt und nun glaubt, es hätte das Meer gezähmt.

Die Flut kommt


Sie reden von 50 Milliarden IP-Adressen, die in den nächsten zehn Jahren für das IoT (Internet der Dinge) vergeben werden. Die Zahlen sind egal. Ob es zehn oder 20 Jahre sind, ob es 40 oder 50 oder 100 Milliarden IP-Adressen sind - egal. Entscheidend ist die Flut der Daten, die uns überschwemmen wird. Und Sie kennen ja alle Hick's Law. Das wird nicht übersichtlicher, soviel ist schon mal klar.

Zurück zur Meeres-Metapher: Was da hilft, ist sicher nicht ein größeres Eimerchen. Das Einzige, was hier noch funktioniert, ist Surfen! Echtes Surfen. Sich von der Welle mittragen lassen, sich vom Kontrolldenken des Eimerchen-Paradigmas lösen und anfangen, zu steuern. Die Strömung nutzen. Gleiten. Segler haben es immer gewusst. Damit kann man weit kommen. Die Vorstellung, dass der Datenozean in ein Gefäß passt oder man ihn auslöffeln kann, ist so naiv wie die Idee, dass man den Mond essen kann. Es ist eine Vorstellung aus einer alten Zeit, in der sich in einem kurzen Zeitfenster der Geschichte die Illusion irgendeiner Allmachbarkeit aufrechterhalten ließ.

Lösen wir uns davon und üben wir Demut. Die nicht mehr für Illusionen verbrauchte Energie wird dann zur Verfügung stehen, um wahrzunehmen, wie komplex diese Welt wirklich ist. Das Marketing könnte profitieren. Wir werden am Ufer stehen und die Wellen lesen, Wellen deuten, Wellen verstehen und die Bewegung der Wellen nutzen, um irgendwelchen Content von A nach B zu furzen. Wir werden Sonnenbrillen tragen und Helden sein. Ist doch auch ganz schön. Nur - etwas Demut vorher ist die Voraussetzung dafür.

Test: Wie alt sind Sie?

Ergebnis: Sie sind alt. Wenn Sie auch nur am Rand in Betracht gezogen haben, einen Test über Ihr Alter mitzumachen, sind Sie alt. Sorry. Aber es nützt ja nichts, drumrumzureden.

Nutzen Sie Snapchat? Wennja, haben Sie dort mehr als drei Kontakte? - Nein? Und nein? - Sie sind alt.
Verwenden Sie keine Emojis, sondern Smileys? Und zwar ironisch? - Ja? Und ja? - Sie sind alt.
Nutzen Sie Ihr Mobile Dings noch zum Telefonieren? - Ja? - Sie sind alt.
Haben Sie im Lauf der letzten zwei Wochen eine der Vokabeln "früher", "damals", "bei uns" (gemeint temporal im Sinn von "seinerzeit") gebraucht? - Ja? - Sie sind alt.
Glauben Sie, dass die Musik von damals (sic!) das Beste war, und das, was man heute Musik nennt, eigentlich keine Musik mehr ist? - Ja? - Sie sind alt.

Die Welt ist im Wandel, und Sie sind alt. Mein Tipp: Suchen Sie sich eines von beiden: a) Freunde, die auch alt sind, und Ihr Bleiben im Marketing die nächsten 20 Jahre zuverlässig sichern, oder b) einen neuen Job. Denn Marketing ist nichts für Sie. Sie sind nämlich ...

Neben Victim-Blaming, Fremden-Blaming, Rassen-Blaming gibt es eine neue, leise kommende Form des Blamings: Alters-Blaming. Und da wir im Marketing auch hier zwar nicht zur Vorhut, aber mindestens zu den Early Adopters gehören, trifft es uns als Branche früher als Andere. Alles Mögliche ist "alt", und "alt" ist schlecht! Doch trösten Sie sich: Auch 25-Jährige machen sich bereits Gedanken über ihr Alter. Btw. wenn Sie jetzt denken: "Haha, 25! Das ist doch kein Alter!", Bumm! Haben Sie schon wieder verloren, denn dieser Gedanke ist .. "alt"!

Die meiden Sie! Haben Sie das noch nicht bemerkt?


Foto einer Bierflasche, auf der auch ein Mönch zu sehen ist; dieser Mönch ist alt
Sie sind alt
Es gibt Bewegungen im Leben, da kommt Marketing nicht hin. Denken Sie nur an den phänomenalen, eigentlich unerklärlichen Erfolg mancher Biermarken, die unbeworben von ihren Kunden ins Elysium gekauft werden. Diese Kunden sind keine Kunden, sie sind Nutzer. Wenn Sie jetzt an Augustiner gedacht haben, sind Sie alt! Denn die Jugend wendet sich gerade ab von Augustiner. Tegernseer ist der neue heiße Shit!

In welchem Wiesn-Zelt sind Sie im September? Ich brauche es nicht zu wissen, denn Ihr Nachdenken zeigt: Sie sind alt! Denn die Jugend weiß zwar noch nicht genau, wo sie sich betrinkt, aber sicher nicht dort. Die Jugend (allein das Wort!)(ich bin alt) meidet Sie, ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? Sie hat genug von Ratschlägen, Erfahrungen, Erklärungen usw.usf. Die Jugend bestellt ihr Leben neuerdings mit den Worten: "Egal! Bringen Sie mir nur was Anderes als dem ollen 40-Jährigen' da!".

Verstehen Sie jetzt, warum Sie sich einen anderen Beruf suchen sollten?

PS: Ich plane, ein reißerisches Buch über diesen Komplex zu schreiben. Ich hoffe, Sie kaufen es. Auch wenn Ihr Interesse daran grundsätzlich auch wieder nur eines beweist ....

Marketing ist ganz einfach

Angenommen, vor Ihnen liegen zwei Toffifee. Essen Sie eins auf, dann haben Sie nur noch eins. Verstehen Sie? Dann haben Sie nur noch eins. Das letzte Toffifee ist das letzte Toffifee, das Sie haben. Das einzige. Es ist wertvoll. Es hat eine Zielgruppe, und die sind Sie! Es ist Ihnen wertvoll und genau das wollte das Toffifee erreichen.

Wie hat es das geschafft? Indem Sie, die Zielgruppe, über es, das Produkt, nachdenken. Überlegen Sie: Wie oft machen Sie das sonst? Dass Sie sich in die Zielgruppe hineinversetzen, also, richtig hineinversetzen, so dass Sie die Zielgruppe so genau verstehen, wie Sie sich selbst verstehen als jemand, der die Zielgruppe dieses einzelnen, letzten Toffifees ist.

Übung: Schreiben Sie einen Blogbeitrag, in dem Sie diese Analogie komplett durchdeklinieren, bis Sie das Gefühl haben, dass der Stoff wirklich sitzt. Wenn Sie soweit sind, melden Sie sich!

Die Content-Marketing-Pyramide

Erinnern Sie sich noch an das Ding mit der Alterspyramide? 1970 haben zwei Millionen Erwerbstätige für einen Rentner in die Rentenkasse bezahlt. Im Jahr 2070 werden zwei Millionen Rentner von einem Erwerbstätigen finanziert. Wir sind jetzt grob in der Mitte dieses 100-Jahre-Zeitraums. Alarmiert durch die beunruhigende Metapher von der Alterspyramide ist man inzwischen tätig geworden und hat das System der umlagefinanzierten, staatlich gesicherten Rente geschrottet. Um dafür das überlegene System der Riester-Rente aufzubauen, das darauf basiert, dass man Geld in Anlageformen steckt, die keine Rendite bringen und die - wie wir spätestens seit der Lehman-Pleite wissen - anfällig für Wertverluste sind. Stichworte: Sinkende Garantiezinsen von Lebensversicherungen, Negativzinsen usw. Doch zurück zum Thema:

Die Content-Marketing-Pyramide ist wie die Alterspyramide


Vor einem Jahr wurden noch zwei Millionen Unternehmen von einem Content-Marketing-Experten betreut. 2015, hat sich das Verhältnis bereits verändert: Nur noch ein Unternehmen auf einen CM-Spezialist. Im kommenden Jahr stehen einem Unternehmen dann zwei Millionen Content Marketeers gegenüber. Und in circa drei Jahren wird die gesamte erwerbstätige Bevölkerung der Welt im Content Marketing tätig sein. Zweijährige werden Whitepapers verfassen und uns zu Webinaren einladen. Marketingeltangel. Das Leben wird schön.

Doch dabei ist Faktor 3 noch nicht berücksichtigt


Bei dieser beunruhigenden Rechnung ist Faktor 3 jedoch noch nicht berücksichtigt. Faktor 3? Naja, irgendwer muss diesen ganzen Content ja auch mal konsumieren. Die Konsumenten!!! "In einer Welt"™, in der jeden Tag mehr Videos auf YouTube geladen werden als Menschen auf diesem Planet leben, muss irgendwer diese Videos doch auch mal ansehen! Die ganzen Blogs lesen usw. Wenn wir Faktor 3 in obige Kalkulation mit einbeziehen, sieht es so aus (Zahlen für Deutschland):

  • Letztes Jahr: 2 Millionen Unternehmen unterstützt durch 1 Content Marketeer versuchen, ein Prozent von 3 Stunden Fernsehzeit des Konsumenten zu bekommen

  • Dieses Jahr: 1 Unternehmen pro 1 Content Marketeer will 100 Prozent der Aufmerksamkeit seiner Konsumenten gewinnen

  • Nächstes Jahr: 1 Unternehmen nutzt die Services von zwei Millionen Content Marketeers um 1.900 Prozent der Lebenszeit seiner Konsumenten zu gewinnen (was ja nicht geht, schließlich hat jeder nur 100 Prozent)(zumindest vorläufig)

Das ist ein echtes Problem. Doch zum Glück gibt es einen Ausweg aus dieser Problematik: Content Marketing! Darum: Machen Sie mit und unterstützen Sie die Initiative, Marketing zu verhindern, um Marketing zu ermöglichen!

Lassen Sie einen Eiswürfel im Mund zergehen

Content Marketing ist oft gar nicht so kompliziert. Lassen Sie einen Eiswürfel im Mund zergehen! Das ist das Beste, was Sie für Ihre Authority heute noch tun können. Widerstehen Sie der Versuchung, irgendein Whitepaper zu veröffentlichen. Denken Sie mit mir darüber nach, dass halt leider nicht alle Whitepapers da draußen überdurchschnittlich sein können.

Sie verstehen: Egal, welches mathematische Verfahren man dem Konzept des Durchschnitts zugrunde legt - Median oder arithmetisches Mittel -, allein logisch können nicht alle Einzelfälle über dem Durchschnitt liegen. Eine ganze Menge ist schlechter als der Durchschnitt. Und zwar nicht, weil irgendein Negativausreißer den Durchschnitt in den Keller zieht. Nein, leider. Sondern, weil die Mehrheit so flach ist.

Wir leben in einer Grey-Goo-Welt voller Noise, Noise, Noise mit ganz wenigen Ausreißern nach oben. So wie sie bei Jauch aufgrund von ein paar Einzelfällen über Gesetzesänderungen für Millionen reden, so reden wir über eine Handvoll erfolgreicher Marketing-Aktionen. Wenige. Werfen wir zur Abwechslung den Blick auf das Gros, sehen wir in einen Abgrund des Grauens.

So. Nach dieser Vorrede zurück zu Ihren Content-Blablaplänen. Was meinen Sie, wäre es vielleicht nicht wirklich besser, Sie lassen einen Eiswürfel im Mund zergehen? Ich weiß, das klingt defätistisch. Aber es ist gut gemeint. Es gibt zuviel Mist! Und wir alle tragen eine Mitverantwortung dafür. Daher sage ich: Machen Sie mit! Helfen Sie, Marketing zu verhindern, um Marketing zu ermöglichen!

In acht Jahren werden meine Texte von einem Saugroboter geschrieben

In einer Welt ... nein, Quatsch! Nochmal. - In einem Land ... nein, nein. - In einer Zeit ... Es war eine Zeit ... nein. Nein, nein.

Rückblick: 2015


Disruption!!! In einer Welt ... in der Drohnen noch nicht allgegenwärtig waren, machten alle, die so ein Ding letztes Jahr zu Weihnachten geschenkt bekommen haben, vor allem irgendwelche zunehmend langweiliger werdenden Luftaufnahmen von Tourist-destinations. Doch die Welt, wie wir sie kennen, würde bald untergehen. Bald würde es mehr Drohnen als Menschen auf dem Planet geben. Bald würden auf Instagram mehr Drohnenaufnahmen als Weißbierfotos zu sehen sein. Halt, halt, halt .. Thema!! Saugroboter, darum gehts!!

Die Welt, wie wir sie kennen, wird aufhören, zu existieren


Disruption! Die Menschen, wie wir sie kennen, ahnen nicht, was auf sie zukommt. Erst jeder zwanzigste bundesdeutsche Haushalt (!) hat einen Saugroboter (Zahl erfunden). Ich habe keinen. Ich weiß nicht mal, wer die Dinger herstellt. In den Baumärkten stehen palettenweise Kisten mit der Beschriftung "Saugroboter", aber die Dinger sind so billig, das kann einfach nicht der echte Shit sein.

Enable WLAN


Die Saugroboter der Zukunft haben WLAN-Verbindung. Sie nehmen selbstständig Verbindung ins Internet auf. Und übertexten auch die besten Texter der Welt (nicht umsonst läuft das Ganze via Hypertext-Protocol). Mit den richtigen Keywords gefüttert finden sie die best-rankenden Texte zum betreffenden Thema und schreiben daraus ratzfatz einen neuen Text. Sie erledigen das in Nullkommanix, brauchen dafür nicht Stunden so wie ich. Sie müssen sich nicht einlesen, sie müssen nicht verstehen, was sie da machen, sie müssen einfach nur irgendwas schreiben. In den Einstellungen kann man wählen, nach welchen Kriterien der ausgegebene Text optimiert werden soll. Hohenheimer Verständlichkeits-Index? Wiener Sachtextformel? Gunning-Fog-Index? Oder Flesch-Kincaid-Grade-Level, mit Voreinstellung des Schulklassenlevels, den der Text nicht überschreiten soll?

Die Texte, die dabei entstehen, werden von Dieter Bohlen vertont, von Helene Fischer gesungen und als Superhits verkauft. Doch keine Sorge, Sie müssen das nicht anhören, auch das erledigt Saugi mit. Man muss nur aufpassen, dass die Input-Rate nicht höher als die Output-Rate eingestellt ist, sonst entsteht ein schwarzes Loch. Ein paar Jahre später hat man auch das soweit im Griff, dass mit Saugi Teleportation zu jedem beliebigen anderen Saugi auf der Welt möglich ist. Wenn man die Saugrobots dann noch mit Drohnen kombiniert, geht der Spaß erst richtig los! Die Saugis saugen den Himmel leer. Sie fressen CO2 und machen Käsekuchen daraus. Und pupsen unterdessen kleine Gedichtwölkchen in die Luft. Das Leben wird einfach wundertraumschön.



Gesendet von der Käsekucheninsel irgendwo im Süden.

Machen Sie den Test!

Haben Sie Snapchat? Nein? Sie sind alt!

Warum nennen wir Oma nicht einfach Oma 4.0? Vielleicht kann sie dann fliegen.

Es ist schon lustig, die Werbespots der Mitschwimm-Industrie zu beobachten, in denen sie sich zu Machern und Vorreitern der "Industrie 4.0" aufbläst. Ausgerechnet die Innovationsbremsen, die uns auch 2015 noch dazu zwingen würden, acht Wochen auf einen Telefonanschluss zu warten, wenn es nach ihnen gehen würde. Was sie ja faktisch heute wirklich noch tun, wenn sie irgendwo ungefährdet von Konkurrenz sind. Lustig.

Industrie 4.0 also. Ich wage mal die harmlose These, dass die Höhe der Media-Spendings umgekehrt proportional zur Bedeutung des Themas im Unternehmensalltag ist. Vielleicht hat auch Sigmar Gabriel seine Hand im Spiel. Ich finde, damit kann man inzwischen alles echt Irre erklären: Gabriel war's. Doch ich schweife ab. Achja, Industrie 4.0. Ich versuche, mir vorzustellen, dass Unternehmen wie Apple, Amazon oder Tesla, man mag von ihnen halten, was man will, sich auf den Marktplatz stellen und die Trivialität raushauen, dass sie jung sind. Sie sind es halt einfach. Sie machen ihr Zeug, zwischendurch auch mal wirklich was Neues, und wenn's fertig ist, steht's dann in der Zeitung. Unsere Industrie-Jungs machen's anders. Sie legen Millionen auf den Tisch, um etwas für sich zu reklamieren, das sie nicht sind. Nie waren, nie sein werden. Und nächstes Jahr wieder paar Millionen, wenn's sein muss. Ist doch egal, was kostet der Schmutz?

Hach, ich bin so gespannt, was Sigmar Gabriel mal macht, wenn seine politische Karriere zu Ende ist. Und Oma? Es hat nicht geklappt, sie kann immer noch nicht fliegen, trotz 4.0.

Sie haben da eine Stimme im Kopf

Wahrscheinlich spricht sie jetzt gerade, sagt etwas, jetzt, in diesem Moment. Hören Sie sie? Wir sollten ihr einen Namen geben. Ich schlage vor, wir nennen sie "Köln". Das ist neutral, außer für unsere Leser in Köln. Oder warten Sie, nennen wir sie "Glonn". Es muss ein neutraler Name sein. Von mir aus gesehen, muss er genderneutral sein, unspezifisch. Mir ist wichtig, dass weibliche Leserinnen sich genauso angesprochen fühlen wie männliche Leser. Nennen wir die Stimme also einfach "Glonn".

Hallo Glonn!


Guten Morgen, Glonn! Was macht sie jetzt? Die Stimme in Ihrem Kopf? Macht sie mit? Ist sie laut? Oder schüchtern? Dieser Text wird ab jetzt auf zwei Ebenen ablaufen. Ich mache nun ein unglaubliches Experiment, das bisher, in der gesamten Geschichte des Marketings, noch nie jemand gewagt hat: Ich spreche mit Ihnen, und gleichzeitig spreche ich mit Glonn. Subliminale Botschaften. Sie kennen das.

Glonn, wie ist das Wetter bei dir im Kopf? Zur Erklärung an die Leser: Das Wetter im Kopf ist virtuell, Glonn kann jedes beliebige Wetter erzeugen. Ich spreche mit Ihnen, Leser, und gleichzeitig mit dir, Glonn, der Stimme in Ihrem Kopf. Glonn versteht alles besser und schneller als Sie. Gleich Glonn, gleich. Glonn ist Marketing-Experte, wie Sie. Sie sind Kollegen. Und Glonn will, dass ich zum Punkt komme.

Glonn kennt unglaublich viele witzige (und nachdenkliche) Anekdoten. Kann sie aber nicht erzählen. Sie erinnern sich an die Szene aus "Ziemlich beste Freunde"? "Keine Arme, keine Schokolade". Glonn braucht Sie. Und Sie brauchen Glonn. Denn obwohl Sie den Eindruck haben, dass alles, was Sie tun, Ihre Entscheidungen sind, sind es in Wahrheit die Entscheidungen von Glonn. Sie führen sie nur aus. Das wussten Sie nicht? Wie, Glonn? Du wusstest das auch nicht?

Ihre Leser haben auch eine Stimme im Kopf


Das Irre ist: Ihre Leser haben auch eine Stimme im Kopf. Und noch viel irrer ist: Diese Stimmen kennen sich alle! Glonn und Glonn sind voll die BFFs! Und nachdem Glonn, bei Ihren Kunden, die Entscheidungen trifft, ebenso wie Glonn, die Stimme in ihrem Kopf, wäre es am besten, Sie lassen Glonn direkt mit Glonn reden. Mischen Sie sich möglichst wenig ein, dann versteht Glonn, Kunden-Glonn, Sie am besten! Das ist das Geheimnis erfolgreichen Marketings: Lassen Sie Glonn mal ran! Danke Glonn, dir auch!

Symbolfoto von einer Silikonform, mit der man Eiswürfel in Form eines Gehirns erzeugen kann
Brain-Breeze. Subliminales Marketing. Glonn versteht das schon, glauben Sie mir!

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