Deutschland ist Europameister

Zumindest im Social Web. Und das gilt ja nicht umsonst und schon seit ehedem als verlässlichster aller Auskunftgeber.
Herausgefunden und in eine Studie, den Adobe Digital Index (ADI) 2016 UEFA Report, gepackt hat das Adobe.

Adobe Digital Index (ADI) 2016 UEFA Report

Weitere Infos gibt es im Blog-Beitrag auf CMO.com

Prominente Vorbilder

Human Brand Index, Research Agentur für Testimonials, hat die Ergebnisse einer repräsentativen Studie vorgelegt, in der die Vorbilder der sog. Generation Y ermittelt wurden.

Das Ergebnis im Schnelldurchlauf: M’Barek, Boateng, Schweighöfer, Herfurth, Schweiger, Hummels, Eckes, Rosberg, Le Floid, Schöneberger. Und noch mal rückwärts: Schöneberger, Le Floid, Rosberg, Eckes, Hummels, Schweiger, Herfurth, Schweighöfer, Boateng, M’Barek.

Sollten Sie weitere Informationen benötigen oder sich jetzt einfach nur Sorgen um Ihr Kind machen, dann lesen Sie bitte mehr zur Untersuchung im Human Brand Blog.

Human Brand Studie
Soweit unsereins das beurteilen kann ist die "Jugend von heute" aber ganz normal.

Chart der Woche

Eines der beliebtesten Mittel, um komplexe Sachverhalte suggestiv zu simplifizieren, besteht ja in ihrer grafischen Darstellung. Ein Chart ist wohl in der Tat die effektivste Methode der deskriptiven Informationsdichte. Deshalb möchten wir uns dem auch einmal annehmen.
"Chart der Woche" vollständig lesen »

Statistiken II

Vor längerem haben wir uns schon einmal Statistiken angenommen. Aus gegebenem Anlass möchten wir das hier nochmal tun:

Vor kurzem hatten wir hier Lürzer’s Spot der Woche gepostet, der ein schreckliches Thema zum Inhalt hatte: häusliche Gewalt. Schrecklich. Furchtbar. Aber stimmt das auch? Gegen Ende des Spots heißt es, dass 65% aller Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind, die Spuren verdecken. Da steht nicht, dass 65% aller britischer Frauen häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Das heißt: Wenn insgesamt in Großbritannien 200 Frauen geschlagen würden, würden das 130 Frauen kaschieren. Das wären 65% - und in abosluten Zahlen nicht wirklich viel, obwohl natürlich jede zuviel ist und die Zahl in absoluten Zahlen leider wesentlich höher liegt. Aber darum solles hier nicht gehen. Es geht ganz allgemein um die manipulative Kraft von Statistiken.

Statistiken, Statistik

Hier gewiss für eine gute Sache eingesetzt, aber auch hier gilt: Lesen hilft. Und oftmals ist das Interessanteste das, was nicht da steht. In dem Falle: eine Quelle. Es ist lediglich - und da sollte man bei aller Wut, Ärger und Betroffenheit nüchtern bleiben - die Aussage eines Interessensverbandes. Und dieser ist genauso kritisch zu sehen wie alle anderen auch. Manipulation allenthalben ...

Wer nun diesen Spot nur oberflächlich wahrgenommen hat (65%, englische Frauen, häusliche Gewalt), und dann weiter zappt, liest dann über britische Frauen in einem anderen Medium (bild.de), dass „fast jede zweite Britin einmal sexuelle Rollenspiele mit Handschellen ausprobieren (43 Prozent) und mit Augenbinden oder anderen Bondage-Accessoires wie Fesseln, Peitsche oder Leder-BH experimentieren (47 Prozent)“ möchte. (Ja, danke, wer kennen den Unterschied zwischen gegenseitigem Einvernehmen und einseitigem Einstecken.)

Auch das wird einfach so hinausposaunt und es bedarf schön Mühe, auch diese Statistik kritisch zu hinterfragen. Immerhin wird eine Quelle genannt: ein Dating-Portal namens seekingarrangement.com unter seinen 1,5 Millionen Mitgliedern. Das heißt: Das sind Antworten von Menschen, die andere Menschen für sich zu interessieren versuchen. Sprechen die also nur von sich oder hoffen sie, mit ihren Angaben attraktiver zu werden?

Warum sollte das stimmen? Die Fotos in solchen Portalen stimmen ja auch nicht immer so ganz, Männer sind nicht selten kleiner, Frauen nicht selten „größer“ und das eigene Einkommen wird dort gerne locker und klickediklick um 20% höher dargestellt. (So berichtet das bluewin.ch unter Berufung auf das Online-Portal «OkCupid».)

A propos 20%: „Jede fünfte Engländerin kommt ohne Höschen zur Arbeit.“ So steht es zumindest in dem Buch „8 out of 10 Brits“. Keine Quelle. Und auch zweifelhaft. Zuerst einmal kann es sich ja nur um berufstätige Frauen handeln. Und dann gibt es Arbeiten, die es ratsam machen, alle Maßnahmen zu ergreifen, die den Körper vor beispielsweise Wind und Wetter schützen, z. B. Gärtnerinnen. Was soll das nun heißen? In den Büros gehen sie alle "unten ohne"? Oder "Du hast Pech. Nur deine Kolleginnen tragen Schlüpper."

Wenn man solche Statistiken liest, fragt man sich unweigerlich "Where's the beef?"

A propos: Das bringt zur letzten Information über englische Frauen. Nach dem Ergebnis des EU-Statistikamts Eurostas ist fast jede vierte Frau in Großbritannien (23,9 Prozent) fettleibig, wie N24.de berichtet.

Was für ein Bild ergibt das denn jetzt?
Jede 4. ist fett, jede fünfte kommt ohne Höschen zur Arbeit und jede 2. hat Lust auf S&M. Und 2/3 überdecken die Spuren häuslicher Gewalt.

Finden Sie, dass das ein stimmiges Bild über "die englische Frau" zeichnet?

Bedenken Sie bei Statistiken immer: 85% entstehen ad hoc :-)

Bitte nicht ernst nehmen: Studien

Skandal: Studien. Oder Skandalstudien? Oder nur heiße Luft? (Marketing wird ja gerne als so bezeichnet, was auch OK ist, schließlich muss ja irgendwas auch die Turbinen des Kapitalismus antreiben, aber darum soll es hier nun nicht gehen):

Sinn- und nutzlose Studien

"Der Postillon" ist keine ausgewiesene Marketing-Postille, dennoch (oder gerade deshalb?) lesenwert. Vielleicht haben wir den macher ja mit unserer kleinen Reihe "Banale Brüller" zu dieser Meldung inspiriert:

SKANDAL: Zahl sinnloser Studien um 120% gestiegen!
    Allein in den letzten beiden Wochen wurde etwa herausgefunden, dass Wölfe keine Schafe mögen, berufstätige Frauen häufiger rauchen und trinken, dass aber auch reiche Jugendliche mehr Alkohol trinken, dass Linke und Rentner gerne im Ruhrgebiet leben, Paul und Sophie in Sachsen beliebte Kindernamen sind, die Friedhofsgebühren explodieren und dass die Mehrheit der Deutschen an die Liebe des Lebens glaubt. Ja, es wurde sogar erforscht, was Hannoveraner freut und nervt.

Das erinnert mich an eine meiner schönsten Erlebnisse in einer größeren Gesprächsrunde, wo diverse Menschen sich zu Wort meldeten und in nahezu jedem Beitrag eine Zahl aus einer Statistik zitiert wurde. Irgendwann stand dann einer auf und meinte:

"90% aller in großen Diskussionen genannten Zahlen aus Statistiken sind nicht-studienbasiert."

Daran hätte gewiss auch Epimenides seine Freude gehabt.

Ergo: potenzielle Kunden haben Angst

Logo der Ergo VersicherungenWen wundert das noch? Nach ein paar Skandalen und Skandälchen ist die Versicherung Ergo nicht mehr so richtig gut angesehen. Und jetzt hat Faktenkontor die Revolution in der Marktforschung angeschoben: Man hat Tausend Bürger befragt, ob sie sich gern von einem Ergo-Vertreter beraten lassen würden.

Wen wundert es, dass sechzig Prozent der Befragten nicht so gern mit den Leuten von Ergo zu tun haben möchten? Viel interessanter wäre aber gewesen, ob die Leute sich überhaupt gern mit Versicherungsfuzzis auf ein Gespräch einlassen. Allgemein sind die ja eher weniger beliebt... Darüber erfahren wir in der sensationellen Studie leider nichts.
Ich vermute ja, dass vielleicht ähnlich viele gar nicht auf ein Gespräch mit Herrn Kaiser und seinen Kollegen anderer Gesellschaften abfahren.
Und dass Schlagzeilen wie "Rauschende Sex-Party bei der Ergo-Versicherung" für den Ruf des Unternehmens nicht gerade förderlich sein dürften, braucht man eigentlich auch nicht mit einer Befragung herauszufinden. Wir sind also sehr gespannt auf weitere Forschungsergebnisse.

Spontanstatistik "Entscheidungen im Marketing"

Wahrscheinlich habe ich heute einfach zu viel gelesen - oder es ist die einsetzende Altersweisheit (wahlweise: Altersstarrsinn)

Vive l'humeur

Schade. Wahrscheinlich wurde diese Statistik nicht vom französischen Tourismus und wenn, dann wohl nicht als Werbung herausgegeben.

Ich weiß nicht mal ob es Werbung ist, obleich ich es hier gefunden habe. Aber auf jeden Fall ist es großartig - und schreit nach mehr:

Die Ästhetik der Simplizität

"Wäre die Welt ein Dorf mit 100 Personen ... " - Das war die Frage - und die Antworten können sich nicht nur sehen lassen, sie sind auch wahrlich verblüffend. Sollten die Zahlen stimmen, dann erscheint so manche lobbygetriebene Statistik doch in einem ganz anderen Licht. Obwohl, die muss nicht mal lobbygetrieben sein. (gefunden hier – durch sie)

Selten war Erkenntnis so schön (und) einfach:


Aufreißen 2.0

Wo lernt man heute noch Frauen kennen? In Discos? Hm, dazu müsste man hingehen. In sogenannten Partnerschaftsbörsen? Hm, Geld ausgeben ohne Aussicht auf Erfolg? Was bleibt? Hm, soziale Netzwerke.

Um die Chancen hierfür zu eruieren habe ich meine ganz eigene Statistik entwickelt:

Ex-Freundinnen in sozialen Netzwerken.


Studiendesign: Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Autoanalyse am 08.10.2010 zwischen 11.19 und 11.48 Uhr erhoben. Mehrfache Zuordnungen möglich.


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