Bessere Werbung: Sponsored Posts und Advertorials auf marketing-blog.biz»

Aufreißen 2.0

Wo lernt man heute noch Frauen kennen? In Discos? Hm, dazu müsste man hingehen. In sogenannten Partnerschaftsbörsen? Hm, Geld ausgeben ohne Aussicht auf Erfolg? Was bleibt? Hm, soziale Netzwerke.

Um die Chancen hierfür zu eruieren habe ich meine ganz eigene Statistik entwickelt:

Ex-Freundinnen in sozialen Netzwerken.


Studiendesign: Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Autoanalyse am 08.10.2010 zwischen 11.19 und 11.48 Uhr erhoben. Mehrfache Zuordnungen möglich.


The Smartphone Experiment - Marktforschung als Werbung

Auch mal eine sehr nette Idee ... eine DokuAd.

Natürlich ist es nicht wirklich neu, Marktforschungsszenarien zu Werbezwecken einzusetzen, aber so lang und so subtil habe ich es zumindest noch nie gesehen. Wäre da nicht der Abbinder, man könnte glauben, es wäre echt.



Ein Lob auch an die Marketingleitung, dass sie das nicht kommentierte mit den Worten:

"Hervorragend, genau so. Das sind wir, das ist unsere Marke.
Subtil, intelligent, fokussiert auf den Kunden. Genau den Spot brauchen wir.

Machen Sie doch bitte einen 30-Sekünder draus.
Ach ja, bevor ich's vergesse: Und noch eine Kurzversion mit Allonge."


Wie gesagt, zum Glück nicht. Danke dafür - und die ganze Serie an Smartphone Experimenten ...

"The Smartphone Experiment - Marktforschung als Werbung" vollständig lesen »

Soziale Netzwerke brauchen differenzierte Mediaplanung

Ein Gastbeitrag von Jan Dirk Kemming, Director Creative Planning bei Weber Shandwick in Deutschland.

„Mediaplanung“ in sozialen Netzwerken aus Sicht von kommunikationstreibenden Marken, die Nutzern Kontaktmöglichkeiten anbieten wollen, ist noch immer Stückwerk in Deutschland. Zwar sind die unterschiedlichen Dimensionen (standardisierte Reichweitenausweise bei IVW oder AGOF, Integration in Markt-Media-Studien wie etwa die TdW, Prinzipien der Reichweitenmessung für die Erfolgsmessung der Diskussion in den vergangenen Monaten sichtbar in Bewegung geraten, ein einheitliches Planungsmodell und entsprechende Tools werden aber weiterhin sehnsüchtig erwartet.

"Soziale Netzwerke brauchen differenzierte Mediaplanung" vollständig lesen »

So funktioniert Marktforschung

Neulich bekam ich eine E-Mail von BMW. Die wollten von mir so einiges über Telekommunikation im Auto wissen. Und über Radios und so. Ich habe mich eigentlich darüber gefreut, dass man an meiner Meinung zu diesem Thema interessiert ist. Zufällig habe ich sogar eine dazu.
Also hab ich auf den Link geklickt, der mir Zugang zur Umfrage verschaffte. Ein paar kleine Fragen, ob ich männlich oder weiblich bin und zu welcher Altersgruppe ich gehöre. Und dann die Frage nach dem Beruf. Ich weiß nicht mehr so genau, was da alles abgefragt wurde. Auf jeden Fall machte ich ein paar Angaben und wollte zur nächsten Frage übergehen. Da kam eine Fehlermeldung und meine Umfrage war beendet.
Nun, könnte man sagen, das ist ja an sich nicht tragisch. Mir persönlich ist das auch egal. Ich habe mich nur gefragt, ob die ganze Umfrage überhaupt funktioniert. Schließlich macht die ja nicht irgendwer, sondern ein Automobilhersteller namens BMW. Durchgeführt wurde das Ganze durch die GfK, auch nicht gerade ein Leichtgewicht, wenn es um Marktforschung geht.
Als ich dann noch mal auf den Umfrage-Link klickte, sah ich dies:

Sie haben diese Umfrage bereits fertiggestellt. Vielen Dank für Ihre Teilnahme.


Weil ich ein netter Mensch bin, wollte ich den Marktforschungs-Profis von BMW mitteilen, dass irgendwas mit ihrer Umfrage nicht stimmt, damit sie sie reparieren können. Ich schickte also eine Antwort an den Absender der Einladung zur Umfrage. Zurück kam diese Antwort:

Fehler bei der Zustellung der Nachricht an folgende Empfänger oder Verteilerlisten:
BMWsurvey_GfK
Ihre Nachricht wurde aufgrund von Sicherheitsrichtlinien nicht zugestellt. Microsoft Exchange versucht nicht, diese Nachricht erneut für Sie zuzustellen. Wenden Sie sich mit dem folgenden Diagnosetext an Ihren Systemadministrator.


Nur zum Verständnis: die Adresse, an die ich meine Antwort geschickt habe, war tatsächlich die, die man mir zur Kontaktaufnahme genannt hatte. Wenn deutsche Automobilhersteller auf diese Art herausfinden wollen, was ihre Kunden wollen, bin ich mal auf die Autos der Zukunft gespannt.

Es Lo Último: Das Kostenlos-Kaufhaus

Hassloch in der Pfalz hat für die Marktforschung in Deutschland eine ganz besondere Bedeutung. Markenartikler präsentieren hier Waren, die der Rest der Republik womöglich nie zu Gesicht bekommt, nämlich dann nicht, wenn sie von den Hasslocherinnen und Hasslochern nicht in dem Maße angenommen werden, wie man des seitens des Produzenten gerne hätte. Schlecht? Weg. Nächstes!

Eine andere Möglichkeit zur Erhebung zumindest semirealistischer Marktdaten hat nun, wie die Zeit vor kurzem berichtete, in Barcelona seine Pforten geöffnet - und weitere Läden in Spanien sowie ganz Europa, auch in Berlin, sollen folgen.

Das Konzept ist ein bisschen anders - und hat einen gravierenden Unterschied zu Hassloch: Hier muss man keinen Vollpreis zahlen! Im Grunde bezahlt man gar nichts. Motto: "Daten gegen Waren".

Und da dies wohl im Bereich Einkaufen und Marktfoschung so was ist wie der letzte Schrei, heißt der Laden auch so: "Es Lo Último". Jeder Kunde erhält dort monatlich bis zu zehn neue Produkte kostenlos. Voraussetzung: Er hat sich auf einer Webseite registriert, hat seinen Ausweis dabei und seine Mitgliedsgebühr (5 € pro Halbjahr) bezahlt.

Die Auswahl ist so groß (noch) nicht. Rund 50 Produkte stehen zur Auswahl. Die Hersteller dieser Artikel erhalten dafür im Gegenzug Informationen über Käufer und deren Verhalten. Barcelona = Hassloch 2.0?

Nun, so richtig real life ist es ja nicht, aber es ist bestimmt realistischer und aussagekräftiger als die bisher üblichen Befragungen in sterilen Räumen. Aber es halt doch auch nur bedingt tauglich, denn es setzt eine gewisse Affinität zu "neuen Medien" voraus und der Kauf in diesem Kaufhaus ist eine konstruierte Situation. Das ist in Hassloch (Pfalz), Deutschlands durchschnittlichster Stadt, anders. Da kaufen die Menschen ein, wo sie sonst auch einkaufen, nur eben mit einem etwas anderen Angebot.

Das beste Briefing der Welt

Vergangene Woche hatte ich hatte die große Ehre und Freude, vier Tage an Bord des Passagier-Kreuzfahrtschiffes MSC Fantasia zu verbringen – im Yacht-Club, vulgo: 1. Klasse.

Ich war nicht der einzige. Fast ein Dutzend Journalisten folgten der Einladung der Reederei und sie taten es gerne. Wozu? Zu Recht! Denn wann sonst kommt man so sehr in den Genuss von Luxus, guter Kost und eigenem Jacuzzi? Zuhause gewiss nicht. Und auch im selbstbezahlten Urlaub dürfte das nicht gerade der gewohnte Standard sein.

Die Damen wie die Herren ließen es sich gut gehen. Von letzteren wählten auch alle bis auf zwei bei der ebenfalls im Kennenlern-Paket enthaltene Spa-Behandlung die 4-Hände-Massage. Ja, wann wird man als Mann mal wohlwollend von zwei Frau berührt? Kostenlos? Und auch die Frauen genossen ihre Shiatsu-Massagen, den 24-Stunden-Butler-Service.

Was für ein Aufwand. Und wofür? Eine Doppelseite in einer Zeitung, ein 5-Minüter in einem Fernsehbeitrag, eine Erwähnung in einem Fachartikel oder Fachbuch, auf deren Inhalt die Reederei faktisch keinen Einfluss hat, wenngleich es natürlich unwahrscheinlich ist, dass man über diese Tage bei dem Service überhaupt etwas Schlechtes sagen würde?

Man kennt das ja auch von Auto-Tests, wo dann schon mal bei einem Maybach moniert wird, dass der Verbrauch etwas hoch sei. Ach ... wenn es sonst nichts ist ...
"Das beste Briefing der Welt" vollständig lesen »
Europadruck

Verwaltung des Blogs

Login